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Algerien

Außenpolitik

Stand: Juni 2016

Bilaterale und multilaterale Beziehungen

Wichtige Grundlinien der Außenpolitik Algeriens sind die Achtung der territorialen Integrität und Souveränität von Staaten und die Ablehnung jeglicher Einmischung von außen. Algerien engagiert sich konstruktiv für Stabilität in der Region. Innerhalb der Afrikanischen Union und der Arabischen Liga spielt Algerien eine herausgehobene Rolle.

Das seit 2005 bestehende Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union wird auf Wunsch Algeriens evaluiert. Algerien wünscht sich ein ausgewogeneres Verhältnis, insbesondere im Handelsbereich. Die EU stellt Algerien 2014 bis 2017 einen Betrag in Höhe von 121 bis 148 Millionen Euro zur Förderung der folgenden Schwerpunktbereiche zur Verfügung:

  • Justizreform und stärkere Beteiligung der Bürger am öffentlichen Leben
  • Arbeitsmarktreform und Schaffung von Arbeitsplätzen
  • Unterstützung der Steuerung und Diversifizierung der Wirtschaft
  • ergänzende Unterstützung für den Kapazitätsausbau und die Zivilgesellschaft.

Die Beziehungen zu Frankreich sind eng. Beide Seiten sprechen von einer strategischen Partnerschaft sowie einer vertrauensvollen Zusammenarbeit. Die ohnehin schon intensiven Wirtschaftsbeziehungen sollen weiter ausgebaut werden.

Der Schwerpunkt der Beziehungen zwischen Algerien und den USA liegt auf den Themen Antiterror/Sicherheitskooperation, regionale Stabilität sowie wirtschaftliche Zusammenarbeit.

Algerien unterhält bedeutende wirtschaftliche und politische Kontakte zu Russland und China.

Regionale Zusammenarbeit

Algerien ist auch aufgrund seiner Größe und geographischen Lage und seines Reichtums an Bodenschätzen wichtiger Akteur in der Region. Es sieht sich von verschiedenen Unruheherden umgeben und sorgt sich um Stabilität und Sicherheit sowie wirtschaftliche Entwicklung in der Region. Bei den Beziehungen zu seinen internationalen Partnern spielen für Algerien neben der Bekämpfung des Terrorismus Wirtschaftsinteressen (Öl-/Gasexporte sowie Interesse an ausländischen Investitionen in Algerien) eine wichtige Rolle.

Die regionale Zusammenarbeit im Maghreb leidet anhaltend an dem gespannten Verhältnis zwischen Algerien und Marokko. Die Landgrenzen zwischen beiden Ländern bleiben weiterhin geschlossen. Insbesondere Differenzen über die Westsahara erschweren eine Annäherung.

Die Beziehungen Algeriens zu Tunesien sind gut. Zwischen beiden Ländern gibt es eine verstärkte und gut funktionierende Kooperation im Sicherheitsbereich, insbesondere bei der Sicherung der gemeinsamen Grenzen.

Die Situation in Libyen bereitet Algerien mit Blick auf die dort wachsende Terrorgefahr große Sorgen. Algerien lehnt eine militärische Lösung ab und setzt sich für eine politische Lösung auf der Grundlage eines inklusiven Dialogs zwischen allen libyschen Parteien ein. Algerien unterstützt die entsprechenden Vermittlungsbemühungen des VN-Sondergesandten Kobler.

Algerien hatte als Chef-Vermittler eine entscheidende Rolle bei den Friedensverhandlungen zwischen der malischen Regierung und nordmalischen Gruppen übernommen. Die Friedensverhandlungen fanden im Juni 2015 mit der Unterzeichnung eines Friedensabkommens in Algier einen erfolgreichen Abschluss.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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