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Algerien

Außenpolitik

Stand: November 2014

Grundlinien der Außenpolitik

Algerien ist aufgrund seiner Größe, seiner Geschichte, seines Reichtums an Bodenschätzen, seiner geographischen Lage und seiner militärischen Macht ein wichtiger Akteur in der Region. Wichtigste Grundlinien seiner Außenpolitik sind die Achtung der territorialen Integrität und Souveränität von Staaten, die Ablehnung jeglicher Einmischung von außen und die friedliche Beilegung von Konflikten.

Neben der Zusammenarbeit mit seinen Nachbarstaaten und den weiteren afrikanischen und arabischen Staaten innerhalb der Afrikanischen Union und der Arabischen Liga misst Algerien den Beziehungen zur EU und den USA große Bedeutung bei. Algerien unterhält aber auch bedeutende wirtschaftliche und politische Kontakte zu Russland und China.

Algerien sieht sich von verschiedenen Unruheherden umgeben und sorgt sich in erster Linie um Stabilität und Sicherheit sowie wirtschaftliche Entwicklung in der Region. Bei den Beziehungen zu seinen internationalen Partnern spielen für Algerien neben der Bekämpfung des Terrorismus auch Wirtschaftsinteressen (Öl-/Gasexporte sowie Interesse an ausländischen Investitionen in Algerien) eine Rolle.

Die regionale Zusammenarbeit im Maghreb durch Wiederbelebung der Union des Arabischen Maghreb leidet insbesondere an dem gespannten Verhältnis zwischen Algerien und Marokko. Die Landgrenzen zwischen beiden Ländern bleiben weiterhin geschlossen. Differenzen im Hinblick auf die Westsahara-Problematik erschweren eine weitere Annäherung.

Beziehungen zur Europäischen Union

Die Handelsbeziehungen zwischen der Europäischen Union und Algerien sind eng. Die EU war mit circa 52 Prozent der Importe und circa 65 Prozent der Exporte im Jahr 2013 der wichtigste Handelspartner des Landes. Der Umfang der Ausfuhr aus EU-Staaten nach Algerien betrug 2013 28,58 Milliarden US-Dollar. Eingeführt wurden in die EU im gleichen Zeitraum algerische Waren im Wert von 42,77 Milliarden US-Dollar. Die EU ist neben den USA Hauptabnehmer algerischer Energie-Exporte.

Ein Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union ist seit 2005 in Kraft. Die EU und Algerien arbeiten im Rahmen der Europäischen Nachbarschaftspolitik (ENP) zusammen, seit 2012 gibt es auch Verhandlungen zur Ausarbeitung eines Aktionsplans. Der von der EU im Rahmen des Europäischen Nachbarschaftsinstruments ENI 2014-2020 verabschiedete Einheitliche Unterstützungsrahmen für Algerien sieht für den Zeitraum 2014 bis 2017 einen Betrag in Höhe von 121 bis 148 Millionen Euro zur Förderung der folgenden Schwerpunktbereiche vor:

  • Justizreform und stärkere Beteiligung der Bürger am öffentlichen Leben
  • Arbeitsmarktreform und Schaffung von Arbeitsplätzen
  • Unterstützung der Steuerung und Diversifizierung der Wirtschaft
  • ergänzende Unterstützung für den Kapazitätsausbau und die Zivilgesellschaft.

Für die gesamte Förderperiode 2014 bis 2020 wurde für Algerien ein ENI-Beitrag in Höhe von 221 bis 270 Millionen Euro veranschlagt.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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