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Angola

Außenpolitik

Stand: August 2016

Bilaterale und Multilaterale Beziehungen

Angola bemüht sich, auf regionaler und internationaler Ebene Verantwortung zu übernehmen, insbesondere im Bereich Friedenspolitik und Konfliktprävention.

Die Außenpolitik Angolas zielt auf die Fortsetzung eines schnellen Wiederaufbaus nach dem Ende des Bürgerkriegs. Prioritär ist daher der Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen, sei es durch Privatinvestitionen oder Kreditlinien zur Finanzierung eigener Vorhaben.

Traditionelle Partner sind Portugal und Brasilien, mit denen Angola eine intensive wirtschaftliche Kooperation pflegt. Über 3.000 portugiesische Firmen sind in Angola präsent, über 100.000 Portugiesen arbeiten im Land. Mit Brasilien ist Angola durch ein Partnerschaftsabkommen verbunden. Angola ist ein wichtiger Investitionsstandort und Absatzmarkt für Brasilien.

Eine bedeutende Rolle spielt die Volksrepublik China: Angola ist eines von vier afrikanischen Ländern, mit denen China eine strategische Partnerschaft unterhält. China ist für Angola der wichtigste Handelspartner und nimmt allein etwa die Hälfte des angolanischen Erdöls ab. China ist außerdem wichtigster Kaptitalgeber und größter Investor, vor allem im Bereich Infrastruktur.  

Die USA sind ein weiterer wichtiger außerregionaler Partner Angolas. Russland und Kuba sind traditionelle Partner im militärischen Bereich, auch im Gesundheitswesen.
Nach der Befriedung Angolas und der Verbesserung der Transportmöglichkeiten über Land gewinnen das Verhältnis und die Wirtschaftsbeziehungen zu Südafrika stetig an Bedeutung.

Im März 2013 wurde gemeinsam mit der Demokratischen Republik Kongo ein trilateraler Mechanismus geschaffen, um die Stabilität in der Region zu sichern.

Mit der EU wurde 2009 eine Kooperationsvereinbarung  "Joint Way Forward" unterzeichnet, die auch einen intensiveren politischen Dialog einschließt.


Engagement in regionalen und internationalen Organisationen

2014 wurde Angola als nichtständiges Mitglied in den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen gewählt und erfüllt diese Funktion vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2016. Im März 2016 nahm Angola den rotierenden Vorsitz im Sicherheitsrat wahr.

Angola hat noch bis 2018 den Vorsitz der Internationalen Konferenz der Region der Großen Seen (ICGLR) und hatte 2015 die Präsidentschaft im Kimberley-Prozess inne.

Angola ist Mitgliedsstaat der Entwicklungsgemeinschaft des Südlichen Afrika SADC, ist bisher aber nicht dessen Freihandelszone beigetreten.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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