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Nationale Strukturen

Seit 2010 gibt es im Deutschen Bundestag den Unterausschuss "Zivile Krisenprävention und vernetzte Sicherheit". Der Ressortkreis Zivile Krisenprävention bündelt und koordiniert die Aktionen der Bundesregierung im Bereich Krisenprävention. Der Beirat für Zivile Krisenprävention stellt die Einbeziehung nichtstaatlicher Akteure im Bereich der zivilen Krisenprävention sicher. Das Zentrum für internationale Friedenseinsätze (ZIF) führt im Auftrag des Auswärtigen Amts Trainings- und Ausbildungsmaßnahmen für internationale Friedensmissionen und Wahlbeobachtungseinsätze durch.

Der Unterausschuss "Zivile Krisenprävention und vernetzte Sicherheit"

Der Der Unterausschuss "Zivile Krisenprävention und vernetzte Sicherheit" leistet einen wichtigen Beitrag zur Integration des Themas in die parlamentarische Arbeit. Durch Expertenanhörungen und im Dialog mit nationalen und internationalen Akteuren leistet er einen wichtigen Beitrag dafür, das Thema in den Fokus zu rücken. Der Unterausschuss konstituierte sich im März 2010 und trat am 19. April 2010 zu seiner ersten regulären Sitzung zusammen. Der Ressortkreis "Zivile Krisenprävention" arbeitet eng mit dem Unterausschuss zusammen. 

Ressortkreis Zivile Krisenprävention

Seit September 2004 gibt es den Ressortkreis "Zivile Krisenprävention". Seine Hauptaufgabe ist die Implementierung und Überwachung des Aktionsplan. Der Ressortkreis setzt sich aus den Beauftragten für zivile Krisenprävention aller Bundesministerien zusammen und wird vom Beauftragten für zivile Krisenprävention des Auswärtigen Amtes geleitet. Der Ressortkreis ist zuerst ein Informations- und Koordinierungsgremium. Er schafft damit die Voraussetzung für eine Verbesserung der Handlungsfähigkeit der Bundesregierung in diesem Politikbereich. Daneben arbeiten die Fachleute aus den verschiedenen Ministerien in zahlreichen interministeriellen Gremien an der Lösung akuter Krisen. 

Beirat Zivile Krisenprävention

Von Beginn an war es der Bundesregierung besonders wichtig, die Zivilgesellschaft bei der Querschnittsaufgabe der Krisenprävention und Friedenskonsolidierung eng zu beteiligen. Der auf der Grundlage des Aktionsplans eingerichtete Beirat für Zivile Krisenprävention stellt die Einbeziehung relevanter nichtstaatlicher Akteure im Bereich der zivilen Krisenprävention sicher. Der 19-köpfige Beirat soll den Ressortkreis fachlich beraten und begleiten.

Die Mitglieder kommen aus den Bereichen Wissenschaft, Sicherheitspolitik und Politikberatung, Entwicklungspolitik, Menschenrechte und humanitäre Fragen, Umwelt, Kirchen, Wirtschaft und Politische Stiftungen oder sind Persönlichkeiten mit besonderer krisenpräventiver Expertise. Den Beirat gibt es seit Mai 2005.

Zentrum für internationale Friedenseinsätze

In Deutschland hat das Berliner Zentrum für Internationale Friedenseinsätze (ZIF) im Auftrag des Auswärtigen Amts die Suche, Vermittlung, Vorbereitung, Betreuung und Qualifizierung von deutschen Fach- und Führungskräften für Friedenseinsätze übernommen. Es führt auch wissenschaftliche Analysen zu internationalen Friedenseinsätzen durch, bietet Informationsprodukte an und berät Bundesregierung und Parlament.

Friedensmissionen sind ein Hauptinstrument der internationalen Gemeinschaft zur Konfliktprävention und zum Konfliktmanagement. Aufbauend auf den ersten Friedenseinsätzen der Vereinten Nationen Ende der 40er Jahre, den sogenannten Blauhelm-Einsätzen, haben sie sich inzwischen zu komplexen multidimensionalen Unternehmungen entwickelt. Neben den Vereinten Nationen werden internationale Friedenseinsätze heute auch von regionalen Einrichtungen wie NATO, EU, ECOWAS (Westafrika) und OSZE durchgeführt.

Insgesamt arbeiten derzeit weltweit mehr als 9.100 zivile Fach- und Führungskräfte in mehr als 50 Friedenseinsätzen. Erfahrenes, gut vorbereitetes, fachlich und sozial kompetentes Personal ist dabei ein Schlüsselfaktor für den Erfolg der Mission. Die komplexen Einsatzmandate erbringen anspruchsvolle Tätigkeitsprofile einschließlich Beratungs- und Managementkompetenz. Hinzu kommt ein hohes Maß an geforderter Flexibilität, Mobilität sowie physischer und psychischer Belastbarkeit.
Das ZIF ist als gemeinnützige GmbH organisiert, deren einziger Gesellschafter die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Auswärtige Amt, ist.


Stand 24.06.2013