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Wie kann man sich auf den schriftlichen Teil des Auswahlverfahrens vorbereiten?
Schriftliche Sprachtests
Die beiden schriftlichen Sprachtests, die Sie im Rahmen des ersten Prüfungsabschnitts bearbeiten müssen, setzen gute Kenntnisse in Englisch und Französisch bzw. in einer anderen Amtssprache der Vereinten Nationen voraus. Die Anforderungen entsprechen auf jeden Fall dem Niveau des Unterrichts in der Sekundarstufe II, nicht unbedingt Leistungskurs, aber auf jeden Fall dem Stand nach 4 Jahren Unterricht.
Die Sprachtests bestehen aus grammatikalisch-syntaktischen und lexikalischen Aufgaben. Hinzu kommen Textverständnis- und Übersetzungsaufgaben. Pro Test stehen Ihnen 45 Minuten Bearbeitungszeit zur Verfügung. Zur Vorbereitung empfiehlt sich eine Vertiefung der Kenntnisse in Grammatik und Wortschatz der jeweiligen Prüfungssprachen, z.B. anhand der Lektüre fremdsprachiger Zeitungen.
Niemand erwartet im Auswahlverfahren von Ihnen perfekte Fremdsprachenkenntnisse. Erbringen müssen Sie allerdings den Nachweis, dass Sie über eine solide Grundlage in den Fremdsprachen verfügen.
In der rechten Spalte finden Sie die schriftlichen Tests aus den letzten Auswahlverfahren für den gehobenen Auswärtigen Dienst. Die Tests vermitteln Ihnen eine konkrete Vorstellung, welcher Kenntnisstand von Ihnen in der jeweiligen Sprache in etwa erwartet wird. Niemand erwartet, dass Sie die in einem Sprachtests jeweils als Höchstpunktzahl möglichen 100 Punkte erzielen. Aber es sollte schon in jeder Ihrer beiden Prüfungssprachen ein Ergebnis von ca. 50 Punkten sein.
Psychologischer Eignungstest
Der zweite Bestandteil des schriftlichen Auswahlverfahrens ist ein sog. psychologischer Eignungstest, der insgesamt ca. 4 Stunden in Anspruch nehmen wird. Der Test wird von der Deutschen Gesellschaft für Personalwesen e.V. (DGP), einer Personalberatungsgesellschaft, die das Auswärtige Amt schon seit vielen Jahren bei Auswahlverfahren berät, durchgeführt. Er besteht z.B. aus Aufgaben aus dem Bereich des logischen Denkens, Konzentrationsaufgaben, Tests zur Merkfähigkeit sowie Aufgaben zu Kenntnissen in der Rechtschreibung und in ausgewählten Wissengebieten.
Da die Fähigkeiten und Kenntnisse, die in einem solchen Test gemessen werden, das Ergebnis langjähriger Lern- und Entwicklungsprozesse sind, entziehen sie sich weitgehend den Versuchen, kurzfristig grundsätzlich verändert zu werden.
Mit anderen Worten: Man kann sich nicht in kurzer Zeit ein angemessenes Allgemeinwissen, ein gutes Sprachverständnis oder die Fähigkeit zum Erkennen logischer Zusammenhänge antrainieren.
Kurz gesagt: Eine Vorbereitung durch gezieltes Lernen ist für einen solchen Test nicht möglich.
Untersuchungen haben aber gezeigt, dass sich eine gewisse Vertrautheit mit der Aufgabenstellung in solchen Eignungstests - wenn auch in geringem Maße - positiv auf die Testleistungen auswirkt.
Zur Einstimmung auf diesen psychologischen Eignungstest empfehlen wir Ihnen daher, einen Blick in die Informationsbroschüre der Deutschen Gesellschaft für Personalwesen e.V. "Bewerber/innen fragen .....die DGP antwortet", in der neben weiteren Erläuterungen auch einige Übungsaufgaben enthalten sind:
Stand 01.07.2008
