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Tätigkeit beim Europarat

Arbeit der Organisation – ihre Ziele

Der Europarat mit Sitz in Straßburg (Frankreich) hat heute 47 Mitgliedsstaaten und umfasst damit fast alle Staaten Europas. Er wurde am 5. Mai 1949 gegründet, um in ganz Europa gemeinsame und demokratische Prinzipien zu entwickeln. Grundlage hierfür sind die Europäische Konvention für Menschenrechte sowie andere Referenztexte zum Schutz des Einzelnen.

Ziele der Organisation sind

  • Schutz der Menschenrechte, der pluralistischen Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit  
  • Förderung des Bewusstseins um die kulturelle Identität und Vielfalt Europas und Unterstützung von deren Entwicklung
  • Suche nach gemeinsamen Lösungen für die Herausforderungen, denen sich die europäische Gesellschaft gegenübersieht
  • Konsolidierung der demokratischen Stabilität in Europa durch Förderung politischer, rechtlicher und konstitutioneller Reformen

Beschäftigungsmöglichkeiten (Laufbahnen, Nachwuchs, Praktika)

Allgemeine Informationen

Im Sekretariat des Europarats arbeiten rund 1.300 ständige Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus den 47 Mitgliedstaaten in unterschiedlichen Bereichen wie Menschenrechte, Medien und Demokratie, rechtliche Zusammenarbeit, Soziales und Wirtschaft, Gesundheit, Bildung, Kultur und gemeinsames europäisches Erbe, Sport, Jugend, Kommunal- und Regionalpolitik, Umwelt, Verwaltung, Finanzen, elektronische Datenverarbeitung, Dokumentation, Öffent­lich­keitsarbeit, Übersetzen und Dolmetschen etc.

Es gibt vier Kategorien von Beschäftigten: A, B, C und L. Etwa ein Drittel sind Verwaltungs­bedienstete der Kategorie A und in die Dienststufen A1/A2 (Berufseinsteiger) bis A7 (Abtei­lungs­leiter) eingruppiert. Sie werden von ungefähr 250 Beschäftigten der Dienststufen B4 bis B6 unterstützt, die spezielle Leitungsfunktionen und die Fachaufsicht wahrnehmen; die sonstigen Beschäftigten der Kategorie B (B1 - B3) sind mit Sekretariats- und Büroaufgaben betraut. Die ungefähr siebzig Beschäftigten der Kategorie L sind als Übersetzer und Dolmetscher tätig. Der Kategorie C gehören etwa 180 Techniker, Handwerker und andere Dienstleister an.

Die ständigen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aller Kategorien werden ausschließlich im Zuge von Auswahlwettbewerben (Concours) eingestellt. Zusätzlich werden regelmäßig befristete Stellen ausgeschrieben, die im Rahmen eines ähnlichen Verfahrens besetzt werden.

Verwaltungsbedienstete werden normalerweise anhand eines allgemeinen Auswahlwett­bewerbs als Berufseinsteiger in den Dienststufen A1 und A2 eingestellt. Bewerben können sich Staatsangehörige von noch nicht ausreichend repräsentierten Mitgliedstaaten.

Für Stellen, die spezielles Fachwissen voraussetzen, finden gesonderte Auswahlwettbewerbe statt. Diese Auswahlverfahren werden für gewöhnlich je nach Bedarf abgehalten. Bewerben können sich entweder Staatsangehörige aller Mitgliedstaaten oder Staatsangehörige eines oder mehrerer unterrepräsentierter Länder.

Allgemeine Auswahlwettbewerbe für Fremdsprachensekretärinnen und -sekretäre mit englischen oder französischen Sprachkenntnissen auf muttersprachlichem Niveau finden in regelmäßigen Abständen statt. Gesonderte Auswahlwettbewerbe für Fremdsprachen­sekretärinnen und -sekretäre mit einer anderen europäischen Sprache als Muttersprache werden von Zeit zu Zeit abgehalten.

Stellenbeschreibungen

Die Verwaltungsbediensteten der Kategorie A stellen für gewöhnlich das Sekretariat für die von den Regierungen eingesetzten Expertenausschüsse (zwischenstaatliche Zusammenarbeit) bzw. für die Parlamentsausschüsse (Parlamentarische Versammlung). Die Aufgaben unter­scheiden sich je nach Tätigkeitsbereich, aber alle Verwaltungsbediensteten müssen über organisatorische Fähigkeiten (Planung und Einberufung von Sitzungen, Aufstellung der Tagesordnung, Gewährleistung des reibungslosen Ablaufs von Sitzungen, Protokollführung) und über Abstraktionsvermögen verfügen (Erstellung von Berichten, Vermerken und anderen Arbeitsdokumenten sowie themenbezogene Recherchearbeit in Abstimmung mit dem jeweiligen Berichterstatter oder Vorsitzenden).

Juristen, die für die Kanzlei des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte tätig sind, bearbeiten auf der Grundlage der Europäischen Menschenrechtskonvention eingereichte Beschwerden, bereiten Schriftsätze vor, leisten juristische Recherchearbeit und erstellen juristische und allgemeine Unterlagen.

Die Übersetzer übersetzen Texte aus den unterschiedlichsten Themenbereichen, die auf Englisch oder Französisch oder in geringerem Ausmaß in einer anderen europäischen Sprache verfasst sind, in ihre Muttersprache (Englisch oder Französisch).

Die Fremdsprachensekretärinnen und -sekretäre werden in allen Arbeitsbereichen eingesetzt.


Stand 22.02.2010

Links zum Thema

Nähere Informationen zu den Stellenangeboten und der Bewerbung beim Europarat