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Korea Demokratische Volksrepublik, Nordkorea

Außenpolitik

Stand: März 2014

Nordkorea ist international isoliert und eines der am meisten abgeschotteten Länder der Erde. Seine wichtigsten Leitprinzipien sind die Autarkie (‚Juche’) und die ‚Militär zuerst’-Politik (‚Songun’).

Formal wurde nach dem Koreakrieg 1950-1953 nie ein Friedensvertrag mit Südkorea geschlossen. Die Abgrenzung richtet sich denn auch vornehmlich gegen den südlichen Nachbarn sowie die dort stationierten amerikanischen Truppen.

In den innerkoreanischen Beziehungen gab es Anfang 2014 wieder zaghafte Annäherungsschritte. Im Februar 2014 erfolgte erstmals seit drei Jahren ein hochrangiger Kontakt zwischen Nord und Süd, in dessen Folge u.a. Ende Februar 2014 – ebenfalls erstmals seit drei Jahren – wieder Treffen von durch den Koreakrieg getrennten Familien aus Nord und Süd durchgeführt werden konnten. Entsprechende Bemühungen im Vorjahr waren noch ergebnislos verlaufen.

Nordkorea bezeichnet sich in seiner Verfassung als Atommacht;.nach nordkoreanischer Überzeugung sind Atomwaffen der effektivste Weg zur Sicherung der nationalen Souveränität. Das Zentralkomitee der Arbeitspartei hat am 31. März 2013 zusätzlich als nationales Entwicklungsparadigma die Festlegung der sogenannten Parallellinie (‚Pyongjin Roson’) beschlossen, wonach die Fortentwicklung des Atomprogramms auch den ungestörten wirtschaftlichem Aufbau garantiert.

Die internationale Staatengemeinschaft ist bestrebt, Nordkorea zu einer Aufgabe seines Nuklearprogramms zu bewegen. Wichtigstes Forum dafür waren seit 2003 die sog. Sechsparteiengespräche, an denen neben den beiden Koreas die USA, China, Russland und Japan teilnahmen.

Seit dem einseitigen Rückzug Nordkoreas von den Gesprächen im Jahr 2009 hat es eine Reihe von Versuchen gegeben, das Land zu einer Rückkehr an den Verhandlungstisch zu bewegen.

Nach dem Machtübergang auf KIM Jong Un 2012 hatte es zunächst positive Signale gegeben. So sagte Nordkorea im März 2012 als Gegenleistung für Lebensmittellieferungen aus den USA ein Nuklearmoratorium zu. Die Durchführung eines unter VN-Resolution 1874 verbotenen und letztlich misslungenen Raketenstarts im April 2012 machte diese Hoffnungen jedoch wieder zunichte. Mit dem erneuten, diesmal erfolgreichen Raketenstart am 12.12.2012 und dem Test einer Atombombe am 12.2.2013 sank die Wahrscheinlichkeit einer Rückkehr an den Verhandlungstisch jedoch weiter – zumal Nordkorea in Reaktion auf die Verschärfung der VN-Sanktionen in Resolution 2087 zunächst verkündete, nicht mehr an 6-Parteien-Gesprächen teilnehmen zu wollen.



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