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Spanien

Außenpolitik

Stand: März 2017

Grundlinien der Außen- und Entwicklungspolitik

Die außenpolitischen Schwerpunkte Spaniens liegen auf der EU-Integration, den Beziehungen zu Lateinamerika, Nordafrika und Nahost, der Mittelmeerpolitik sowie den transatlantischen Beziehungen. Spanien ist seit 1955 Mitglied der Vereinten Nationen  und war 2015-2016 nichtständiges Mitglied im Sicherheitsrat. Das Land ist seit 1986 Mitglied der Europäischen Union und gehört zur Eurozone.
Der Schwerpunkt der Entwicklungszusammenarbeit liegt auf Lateinamerika und Afrika.

Spanien in der EU

Spanien zieht eine außerordentlich positive Bilanz seiner über 30-jährigen EU-Mitgliedschaft. Ein Großteil der Spanier verbindet die EU mit der Demokratisierung, Modernisierung und dem wirtschaftlichen Wachstum des Landes. Deshalb befürwortet Spanien eine weitere Integration der EU ausdrücklich. Auch bei den Entscheidungen zur Stabilisierung der gemeinsamen Währung Euro gehörte Spanien stets zu den ersten Mitgliedstaaten im Hinblick auf die innerstaatliche Umsetzung der Ratsbeschlüsse.

Sicherheitspolitik

Spanien ist seit 1982 NATO-Mitglied. Das Land beteiligt sich an Friedensmissionen und internationalen Einsätzen im VN- und EU-Rahmen in Mali, der Türkei, Afghanistan, Libanon, Horn von Afrika, Senegal und Gabun. Im Kampf gegen ISIS/Da’esh ist Spanien auch militärisch engagiert (z.B. mit einer Ausbildungsmission im Irak).

Nord- und Südamerika

Zu den USA unterhält Spanien enge Beziehungen und ist bestrebt, diese weiter auszubauen. Besonders enge kulturelle und gesellschaftliche Bindungen, und darauf aufbauend ein dichter politischer und wirtschaftlicher Austausch, bestehen zu Lateinamerika und der Karibik. Die seit 1991 stattfindenden Gipfeltreffen der iberoamerikanischen Staats- und Regierungschefs sind hierfür eine wichtige multilaterale Plattform. Zuletzt fand das Treffen am 28. und 29. Oktober 2016 in Cartagena de Indias (Kolumbien) statt.

Afrika

Die Migrationskontrolle, und insofern die politische und wirtschaftliche Stabilität der Staaten des Maghreb, der Sahel-Zone und Westafrikas, die Sicherung der spanischen Exklaven Ceuta und Melilla sowie die Lösung des Konflikts um die früher spanische Westsahara und die Energieversorgung stehen im Vordergrund der spanischen Afrika-Politik.

Asien

Spanien versucht, seine relativ geringe Präsenz auf den asiatischen Zukunftsmärkten zu stärken. Dazu wurden sechs neue Kulturinstitute (das größte in Peking), zwei Generalkonsulate (Kanton, Mumbai) und drei Büros für Entwicklungszusammenarbeit (Timor, Bangladesch, Kambodscha) eröffnet.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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