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Kuwait

Beziehungen zu Deutschland

Stand: März 2017

Politische Beziehungen

Kuwait und Deutschland nahmen 1964 diplomatische Beziehungen auf. Deutschland genießt in Kuwait großes Ansehen als bedeutende politische und wirtschaftliche Kraft in Europa und als Land mit traditionell guten Beziehungen zur arabischen Welt. Zahlreiche Besuche deutscher Spitzenpolitiker in Kuwait in den letzten Jahren zeugen davon. Zuletzt besuchte Außenminister Steinmeier Kuwait im Oktober 2015, sein Amtskollege Scheich Sabah Al-Khaled Al-Hamad Al-Sabah kam im Oktober 2016 zu Gesprächen nach Berlin.

Zu den Höhepunkten der beiderseitigen Besuchsdiplomatie gehörten der Besuch des Emirs, S.H. Scheich Sabah Al-Ahmad Al-Jaber Al-Sabah in Deutschland im April 2010 und die Teilnahme des Bundespräsidenten an den Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag der Unabhängigkeit (gleichzeitig 20. Jahrestag der Befreiung und 5. Amtsjubiläum des Emirs) am 26. Februar 2011 in Kuwait. Im September 2014 wurde der kuwaitische Ministerpräsident in Berlin von Bundeskanzlerin Angela Merkel empfangen. Bundestagspräsident Norbert Lammert besuchte Kuwait mit einer Delegation des Bundestages im Februar 2016.

2007 unterzeichneten beide Staaten ein Abkommen über die Zusammenarbeit im Sicherheitsbereich. Die fünfte Sitzung der Gemeinsamen Wirtschaftskommission fand im Januar 2017 in Berlin statt.


Wirtschaftsbeziehungen

Kuwait ist im Golfkooperationsrat (GKR) nach den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien und Katar der viertwichtigste Absatzmarkt für deutsche Waren. Deutschland ist unangefochten der wichtigste Handelspartner Kuwaits innerhalb der Europäischen Union. Die deutschen Exporte nach Kuwait betrugen 2015 1,37 Mrd. EUR. Die Importe aus Kuwait betrugen 2015 ca. 61 Mio. EUR.

Primär liefert die deutsche Industrie hochwertige Kraftfahrzeuge, Maschinen, Anlagen (insbesondere Kraftwerke), elektrotechnische und chemische Erzeugnisse, Eisenwaren und Medizintechnik nach Kuwait.

Kuwait hält erhebliche Investitionen in Deutschland und ist an namhaften deutschen Unternehmen beteiligt.

Seit 2000 besteht zwischen Deutschland und Kuwait ein Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung. Ein Investitionsförderungs- und -schutzvertrag zwischen beiden Staaten ist am 15.11.1997 in Kraft getreten.


Kulturelle Beziehungen

Es besteht ein bilaterales Kulturabkommen, das seit 12.06.1989 in Kraft ist.

Nach der Unterzeichnung eines "Memorandum of Understanding" mit dem kuwaitischen Erziehungsministerium haben kuwaitische Studenten seit dem Wintersemester 2009/2010 die Möglichkeit, im Rahmen eines Regierungsstipendienprogramms in Deutschland zu studieren. Bis dato haben ca. 20 Regierungsstipendiaten von diesem Programm profitiert.

Es bestehen Hochschulkooperationen mit Düsseldorf, der Goethe-Universität in Frankfurt/Main und Mannheim. Die Gründung eines Ablegers der Technischen Universität München in Kuwait ist in Planung.

Die Deutsche Schule  wurde nach der irakischen Invasion (1990/91) nicht wieder eröffnet. Im Herbst 2016 begann der Unterricht an einer von einem kuwaitischen Privatinvestor errichteten trilingualen kuwaitischen Schule u.a. auch in deutscher Sprache, aber nach US-Lehrplan mit einem Kindergartenzweig und einer ersten und zweiten Klasse. Kinder deutscher Firmenangehöriger und Experten sind im Übrigen v.a. auf die internationalen Schulen nach britischem, amerikanischem oder französischem System angewiesen. Die British School of Kuwait gehört seit 2009 zum Netzwerk "Schulen - Partner der Zukunft (PASCH)" und bietet durchgehend ab der 5. Klasse Deutschunterricht an.

Dominierende Fremdsprache in Kuwait ist Englisch. An den öffentlichen Schulen wird Deutsch nicht unterrichtet. Private Sprachschulen und Sprachlehrer bieten Deutschkurse an.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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