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Die Internationale Afghanistan-Konferenz

100 Delegationen mit mehr als 1000 Delegierten nehmen an der eintägigen Internationalen Afghanistan-Konferenz teil. Damit kommt die Internationale Staatengemeinschaft zehn Jahre nach der Petersberger Konferenz von 2001 erneut in Bonn zusammen. Ziel ist, gemeinsam mit Afghanistan das langfristige gemeinsame Engagement der internationalen Gemeinschaft zu konkretisieren und den weiteren politischen Prozess im Land zu befördern.

Deutschland ist Gastgeber der Konferenz, Afghanistan führt den Vorsitz. Eine wichtige Rolle spielen ebenfalls die Vereinten Nationen. Die afghanische Regierung hatte die Bundesregierung auf dem NATO-Gipfel in Lissabon im November 2010 gebeten, eine Außenministerkonferenz unter afghanischer Leitung durchzuführen.

Drei Themen­bereiche bestimmen die Bonner Konferenz:

  • die zivilen Aspekte des Prozesses der Verantwortungsübergabe an die afghanische Regierung bis 2014;
  • das langfristige Engagement der internationalen Gemeinschaft in Afghanistan nach 2014 und
  • der politische Prozess, der zu einer dauerhaften Stabilisierung des Landes führen soll.

Innerafghanischer Prozess mit regionaler Begleitung

Die afghanische Jugend braucht eine bessere Zukunft © picture-alliance/landov

Die afghanische Jugend braucht eine bessere Zukunft
© picture-alliance/landov

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Afghanisches Kind in Kandahar

Die afghanische Jugend braucht eine bessere Zukunft

Die afghanische Jugend braucht eine bessere Zukunft

Dieser politische Prozess muss auf zwei Ebenen fortschreiten: Die Versöhnung der verschiedenen Bevölkerungsgruppen des Landes muss ein innerafghanischer Prozess bleiben. Gewaltverzicht, Distanzierung vom internationalen Terrorismus und Respekt für die afghanischen Verfassung einschließlich ihrer Bestimmungen zum Schutz der Menschenrechte sind grundlegende Leitlinien.

Gleichzeitig muss der Prozess durch die Nachbar­staaten Afghanistans und die Regionalmächte abgesichert werden. Die Stabilisierung Afghanistans steht auch im Kontext der politischen Sta­bi­li­tät der Gesamtregion, zu der alle Staaten der Region beitragen. 

Die Konferenz trägt auch der Tatsache Rechnung, dass sich der Akzent in der internationalen Afghanistan-Politik von der mili­tärischen hin zur politischen Komponente verlagert.


Stand 05.12.2011