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Bahrain

Beziehungen zu Deutschland

Stand: Oktober 2013

Politische Beziehungen

Das deutsch-bahrainische Verhältnis ist gut. Deutschland genießt trotz der Differenzen in der Bewertung der innenpolitischen Lage hohes Ansehen. Bisherige Höhepunkte waren der offizielle Besuch von König Hamad Ende Oktober 2008 in Berlin und der Gegenbesuch von Bundeskanzlerin Merkel im Mai 2010 in Bahrain. Auch Bundestagspräsident Lammert hat 2010 Bahrain besucht. Im November 2011 führten der bahrainische Kronprinz Salman und Außenminister Khalid Al Khalifa Gespräche in Berlin, bei denen die innenpolitische Situation und die Aufarbeitung der gewalttätigen Auseinandersetzungen in Bahrain im Mittelpunkt standen. Im Juni 2012 besuchte eine Delegation der CDU/ CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag Bahrain. Ende Januar 2013 reiste die Bahrainisch-Deutsche Freundesgruppe des bahrainischen Parlaments auf Einladung von Bundestagspräsident Lammert nach Berlin. Im Juni 2013 war Bahrain Partnerland beim Arab-German Business Forum in Berlin, und im Oktober 2013 besuchte eine hochrangige Delegation der Deutsch-Arabischen Freundschaftsgruppe Bahrain.

Wirtschaftliche Beziehungen

Deutschland genießt einen guten Ruf als zuverlässiger Handelspartner, auch wenn das bilaterale Handelsvolumen (2012: rund 435 Mio. Euro) im regionalen Vergleich noch ausbaufähig ist. Das positive Deutschlandbild wird vor allem durch die Leistungsfähigkeit der deutschen Industrie und Technologie geprägt. Hieran besteht in Bahrain ein großes Interesse. Auf deutscher Seite engagiert sich vor allem die mittelständische Wirtschaft, die sich in Bahrain bietenden Möglichkeiten noch intensiver zu nutzen. Derzeit sind rund 50 deutsche Firmen mit Vertretungsbüros bzw. Projekten in Bahrain tätig. Etwa 500 deutsche Staatsangehörige leben in Bahrain.

Ein Investitionsförderungs- und -schutzabkommen wurde im Februar 2007 unterzeichnet; es ist Ende Mai 2010 in Kraft getreten.

Kulturaustausch

Die regionalen Verbindungsbüros des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und des Goethe-Instituts in Abu Dhabi konnten in den vergangenen Jahren erste Fortschritte bei der Hochschulzusammenarbeit, dem Studentenaustausch und bei der Förderung des Deutschunterrichts in Bahrain erzielen. Die Deutsche Botschaft in Bahrain setzt sich verstärkt für die Intensivierung der kulturellen, bildungs- und wissenschaftspolitischen Zusammenarbeit ein und organisiert Sprachkurse, die auf Prüfungen des Goethe-Instituts vorbereiten. Für bahrainische Studierende sind jedoch aus sprachlichen und kulturellen Gründen angloamerikanische Länder die erste Wahl für das Studium im Ausland. Die bestehenden Bildungskontakte zu Deutschland sind dafür um so höherwertiger, etwa im Bereich erneuerbare Energien.



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.