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Bahrain

Beziehungen zu Deutschland

Stand: November 2014

Politische Beziehungen

Das deutsch-bahrainische Verhältnis ist gut. Deutschland genießt trotz der kritischen Bewertung der innenpolitischen Lage hohes Ansehen. Bisherige Höhepunkte waren der offizielle Besuch von König Hamad Ende Oktober 2008 in Berlin und der Gegenbesuch von Bundeskanzlerin Merkel im Mai 2010 in Bahrain. Bundestagspräsident Lammert besuchte 2010 Bahrain. Im November 2011 führten der bahrainische Kronprinz Salman und Außenminister Khalid Al Khalifa Gespräche in Berlin, bei denen die innenpolitische Situation und die Aufarbeitung der gewalttätigen Auseinandersetzungen in Bahrain im Mittelpunkt standen. Außenminister Scheich Khalid Al Khalifa war im Oktober 2014 zu politischen Konsultationen in Berlin. Der parlamentarische Austausch hat sich intensiviert. Zuletzt führte Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth im März 2014 Gespräche in Bahrain. Zuvor hatte sie eine Delegation unter Leitung des Vorsitzenden des Menschenrechtsausschusses des bahrainischen Parlaments in Berlin empfangen. Ende Januar 2013 besuchte  die Bahrainisch-Deutsche Freundesgruppe des bahrainischen Parlaments auf Einladung von Bundestagspräsident Lammert  Berlin. Im Juni 2013 war Bahrain Partnerland beim Arab-German Business Forum in Berlin. Im Oktober 2013 wurde eine Delegation der Deutsch-Arabischen Freundschaftsgesellschaft (DAFG) hochrangig  in Bahrain empfangen.

Wirtschaftliche Beziehungen

Deutschland genießt einen guten Ruf als zuverlässiger Handelspartner, auch wenn das bilaterale Handelsvolumen (2013: rund 388 Mio. Euro) im regionalen Vergleich noch ausbaufähig ist. Das positive Deutschlandbild wird vor allem durch die Leistungsfähigkeit der deutschen Industrie und Technologie geprägt. Hieran besteht in Bahrain ein großes Interesse. Auf deutscher Seite engagiert sich vor allem die mittelständische Wirtschaft, die sich in Bahrain bietenden Möglichkeiten noch intensiver zu nutzen. Derzeit sind rund 50 deutsche Firmen mit Vertretungsbüros bzw. Projekten in Bahrain tätig. Etwa 500 deutsche Staatsangehörige leben in Bahrain.

Ein Investitionsförderungs- und -schutzabkommen wurde im Februar 2007 unterzeichnet und ist Ende Mai 2010 in Kraft getreten.

Kulturaustausch

Die regionalen Verbindungsbüros des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und des Goethe-Instituts in Abu Dhabi konnten in den vergangenen Jahren erste Fortschritte bei der Hochschulzusammenarbeit, dem Studentenaustausch und bei der Förderung des Deutschunterrichts in Bahrain erzielen. Die deutsche Botschaft in Bahrain setzt sich verstärkt für die Intensivierung der kulturellen, bildungs- und wissenschaftspolitischen Zusammenarbeit ein und organisiert  seit 2009 Sprachkurse, die auf Prüfungen des Goethe-Instituts vorbereiten. Außerdem bietet die staatliche Universität Bahrain auf Grundlage einer Vereinbarung mit der Universität Leipzig Deutschunterricht an.  Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften hat gemeinsam mit der Arabian Gulf University in Bahrain 2013 die erste bilaterale Junge Akademie „Arab German Young Academy“ (AGYA) gegründet, um die Zusammenarbeit exzellenter arabischer und deutscher Nachwuchswissenschaftler und interdisziplinäre Forschungsprojekte zu fördern.

Das Auswärtige Amt und die Deutsche Welle Akademie veranstalteten im Mai 2013 in Manama einen Workshop für Journalistinnen aus allen sechs Staaten des Golfkooperationsrates. Im Mai 2014 hat die deutsche Botschaft ca. 300 Bücher, auch in arabischer Übersetzung, an die bahrainische Nationalbibliothek übergeben. Für bahrainische Studierende sind jedoch aus sprachlichen und kulturellen Gründen angloamerikanische Länder die erste Wahl für das Studium im Ausland. Die bestehenden Bildungskontakte zu Deutschland sind dafür umso höherwertiger, etwa im Bereich erneuerbare Energien. 

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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