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Beziehungen zu Deutschland
Stand: Februar 2012
Politische Beziehungen
Die deutsch-tansanischen Beziehungen gestalten sich problemfrei und freundschaftlich. Deutschland erfreut sich in Tansania beachtlicher Sympathie. Die deutsche Kolonialvergangenheit ist durch die zahlreichen immer noch vorhandenen Bauten und Infrastrukturprojekte im Bewusstsein der Bevölkerung präsenter als in Deutschland. Die guten Beziehungen spiegeln sich im besonderen Engagement Deutschlands vor allem im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit wider. Außenminister Westerwelle besuchte gemeinsam mit Entwicklungsminister Niebel am 7. und 8. April 2010 Daressalam.
Wirtschaftliche Beziehungen
Deutschland exportierte 2010 Waren im Wert von 114,4 Millionen Euro (überwiegend Maschinen, elektrotechnische und ernährungswirtschaftliche Erzeugnisse) nach Tansania und importierte Waren aus Tansania im Wert von 80,7 Millionen Euro (v.a. Kaffee und Rohtabak). Es ergibt sich damit für Deutschland ein Handelsbilanzüberschuss von 33,7 Millionen Euro.
Größter deutscher Investor in Tansania ist das Unternehmen HeidelbergCement.
Entwicklungspolitische Beziehungen
Tansania ist seit langem eines der wichtigsten Partnerländer der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in Subsahara-Afrika. Die Gesamtzusagen seit 1962 belaufen sich auf rund 1,8 Milliarden Euro. Im Zeitraum 2009 bis 2011 wurden ca. 170 Millionen Euro zugesagt; hinzu kommen die Entsendung von Entwicklungshelfern sowie staatliche Zuschüsse für entwicklungspolitische Maßnahmen der deutschen Kirchen, Nichtregierungsorganisationen und politischen Stiftungen in Tansania. Die jährliche deutsche Entwicklungszusammenarbeit beträgt somit rund 60 Millionen Euro. Gesundheit, Wasserver- und Abwasserentsorgung sowie die Förderung der lokalen Selbstverwaltung sind die Schwerpunkte der bilateralen Zusammenarbeit, ergänzt durch allgemeine Budgetunterstützung in Höhe von zehn Millionen Euro jährlich. Die nächsten bilateralen Regierungsverhandlungen zur Entwicklungszusammenarbeit sind für April 2012 geplant. Zudem unterstützt die deutsche Entwicklungszusammenarbeit die regionale Integration in der Ostafrikanischen Gemeinschaft (EAC) durch Beratung über die GIZ und mit dem Bau eines neuen EAC-Bürogebäudes in Arusha/Tansania für 14 Millionen Euro.
Kulturelle Beziehungen
Schwerpunkte der bilateralen Kulturbeziehungen sind der akademische Austausch sowie Projekte im Bereich des Kulturerhalts und der Förderung des Schul- und Breitensports in Tansania. Das Goethe-Institut in Daressalam bietet Sprachkurse und kulturelle Programme an. Es gibt zahlreiche Kirchen-, Schul-, Universitäts- sowie Städtepartnerschaften, darunter Eckernförde - Tanga, Hamburg - Daressalam, Tübingen – Moshi, Würzburg – Mwanza.
Hinweis
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.
