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Finnland

Finnland: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 15.09.2014
(Unverändert gültig seit: 15.07.2014)

Letzte Änderung: Besondere zollvorschriften

Landesspezifischer Sicherheitshinweis

Für Finnland besteht derzeit kein landesspezifischer Sicherheitshinweis.

Allgemeine Reiseinformationen

Straßenverkehr

Die gesetzliche Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen beträgt für Pkw 120 km/h (im Winter nur 100 km/h) und auf Landstraßen zwischen 80 und 100 km/h. Auch auf Landstraßen wird die Höchstgeschwindigkeit im Winter herabgesetzt. Innerorts sind maximal 50 km/h zulässig. Die entsprechende Beschilderung ist genau zu beachten.

Alkoholkontrollen sind häufig. Die Promillegrenze beträgt 0,5 Promille (Blutalkoholwert).
Eine Überschreitung dieser Grenze, diverse andere Verkehrsvergehen sowie falsches Parken können sehr hohe Strafen (z.B. einkommensabhängige Bußgelder) zur Folge haben.

Inner- und außerorts muss mit Abblendlicht gefahren werden, auch tagsüber. Fernlicht und Nebelscheinwerfer sind nur bei entsprechenden Wetterverhältnissen zu benutzen.

Wildwechsel-Warnschilder sind unbedingt zu beachten. Elche oder Rentiere überqueren häufig die Straße, vor allem in der Dämmerung.

Zwischen Anfang Dezember und Ende Februar sind in Finnland Winterreifen (oder zumindest Allwetterreifen mit einer Profiltiefe von mindestens 3 mm vorgeschrieben. Bei Gespannen muss auch der gebremste Anhänger mit Winterreifen ausgerüstet sein. Dies gilt auch für ausländische Touristen, die mit eigenem Pkw einreisen.

Winterreifen mit Spikes sind vom 01.11. bis zum 31.03. bzw. bis zum Montag nach Ostermontag zulässig und zudem, wenn die Witterung dies erfordert.

Von Anfang März bis Ende November kann mit Sommerreifen gefahren werden. Diese sollten eine Profiltiefe von mindestens 1,6 mm aufweisen.

Die Mitnahme der Grünen Versicherungskarte wird dringend empfohlen, da sie als Versicherungsnachweis dient und z.B. bei einem Unfall die Abwicklung erleichtert.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Ja

Vorläufiger Personalausweis: Ja

Kinderreisepass: Ja

Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt): Ja

Anmerkungen:
Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr gültig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument. 

Das Schengener Abkommen ist seit dem 25. März 2001 auch für Finnland in Kraft, daher sind für Reisende zwischen Deutschland und Finnland die Passkontrollen entfallen. Trotzdem ist jeder Reisende verpflichtet, ein gültiges Ausweisdokument mitzuführen. Bei einem Aufenthalt von mehr als drei Monaten muss sich ein EU-Bürger bei der Polizei registrieren.

Hinweise für die Einreise von Minderjährigen

Alleinreisende Minderjährige sollten darüber hinaus auch eine amtlich beglaubigte Einverständniserklärung des/der Sorgeberechtigten mitführen.

Kontoeröffnungen

Bei Kontoeröffnungen verlangen finnische Banken oft einen Reisepass statt eines Personalausweises als Identitätsnachweis.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Besondere Zollvorschriften

Ausführliche und rechtsverbindliche Informationen zu den finnischen Zollvorschriften finden Sie auf den englischsprachigen Seiten des finnischen Zolls unter www.tulli.fi/en/index.jsp

Grundsätzlich gilt, dass aus allen EU-Mitgliedstaaten Waren in unbegrenzter Menge nach Finnland eingeführt werden dürfen, sofern sie zum persönlichen Gebrauch bestimmt sind. Dies muss, insbesondere im Falle von größeren Einfuhrmengen, gegebenenfalls glaubhaft gemacht werden können(z. B. durch geeignete Nachweise).

Alkoholische Getränke dürfen nur von Erwachsenen eingeführt werden. Getränke mit einem Alkoholgehalt von über 80 % Vol. dürfen nicht eingeführt werden. Personen, die das 18., jedoch noch nicht das 20. Lebensjahr vollendet haben, dürfen nur alkoholische Getränke bis zu 22% Vol. mit sich führen.Neben den bestehenden Mengenbegrenzungen für die Einfuhr alkoholischer Getränke aus Nicht-EU-Staaten gelten seit dem 01.07.2014 auch Mengenbegrenzungen für die Einfuhr alkoholischer Getränke aus EU-Staaten. Abgabefrei dürfen nur noch Mengen eingeführt werden, die nachweislich für den persönlichen Gebrauch bestimmt sind.

Erwachsene dürfen Tabakwaren nach Finnland einführen, sofern diese zum persönlichen Gebrauch bestimmt sind und folgende Voraussetzung erfüllen:

Die Tabakwaren müssen eine Warnung vor den gesundheitlichen Risiken, die Angabe des Teer-, Nikotin- und Kohlenmonoxidgehaltes und Informationen, die die Identifizierung und Rückverfolgung des Produktes ermöglichen, in finnischer und schwedischer Sprache aufweisen.

Ohne eine solche Beschriftung in den Landessprachen dürfen nicht mehr als 200 Zigaretten, 50 Zigarren, 100 Zigarillos und 250 Gramm Pfeifen- oder Zigarettentabak eingeführt werden, auch nicht gegen Entrichtung der Tabaksteuer.

Bargeld ab 10.000 € (oder der entsprechende Gegenwert in anderen Währungen) ist bei Einreisen aus Drittländern und bei Ausreisen aus dem EU-Raum in Drittländer deklarationspflichtig.

Touristen mit einer Aufenthaltsdauer von nicht mehr als sechs Monaten innerhalb eines Jahres können ihren Pkw zollfrei nach Finnland einführen. Bei längeren Aufenthalten oder Wohnsitznahme in Finnland ist die finnische Autosteuer zu entrichten. Unter bestimmten Voraussetzungen gibt es Steuerermäßigung für Autos, die beim Umzug aus dem Ausland mitgebracht werden.

Nähere Auskünfte zu Zollvorschriften erteilt die finnische Zollverwaltung in Helsinki:

Zentrale National Board of Customs, Erottajankatu 2, FIN-00120 Helsinki
Registratur (Unterlagen, Kasse): Vilhonvuorenkatu 12, FI-00500 Helsinki
Postanschrift: PO Box 512,  FI-0000101 Helsinki
Kunden Informationsservice : Tel. +358 20 690 600
Telefon (Zentrale): +358 9 6141
Fax: + 358 20 492 2852
Internet: www.tulli.fi

Einfuhr von Haustieren

Seit dem 01. Oktober 2004 gilt in der EU die EG-Verordnung Nr. 998/2003, die weitgehend einheitliche Regeln für den privaten Reiseverkehr mit Heimtieren innerhalb der Europäischen Union geschaffen hat.

Für Hunde, Katzen und Frettchen, die innerhalb der Europäischen Union grenzüberschreitend transportiert werden, muss grundsätzlich ein Pass nach einheitlichem Muster mitgeführt werden (EU-Heimtierausweis). Dieser Pass muss dem Tier eindeutig zugeordnet werden können, das heißt das Tier muss mittels Tätowierung oder Mikrochip identifizierbar und die Kennzeichnungs-Nummer im Pass eingetragen sein. Seit dem 3. Juli 2011 ist für neu gekennzeichnete Tiere der Mikrochip verpflichtend.

Ausführliche Hinweise zu den zu beachtenden Vorschriften (Veterinärrechtliche Bestimmungen, Wo erhalte ich einen Heimtierausweis, Impfbestimmungen, etc) finden Sie in deutscher Sprache auf der Internetseite des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV): www.bmelv.de/

Rechtsverbindliche Informationen zum Reiseverkehr mit Haustieren innerhalb der EU sowie von Norwegen nach Finnland, zur Einfuhr aus nicht EU-Ländern sowie zur kommerziellen Einfuhr nach Finnland können auf der Webseite der finnischen Behörde für Lebensmittelsicherheit EVIRA in englischer Sprache abgerufen werden: www.evira.fi

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.

Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de  einsehen oder telefonisch erfragen.

Besondere strafrechtliche Vorschriften

Dem Auswärtigen Amt liegen keine Hinweise auf besondere strafrechtliche Vorschriften vor. 

Medizinische Hinweise

Impfschutz

Für die Einreise nach Finnland sind keine besonderen Impfungen vorgeschrieben. In Teilen des Landes (z.B. Åland-Inseln oder in den Regionen Turku, Kokkola oder Lappeenranta) kommt es zu bestimmten Jahreszeiten (vorwiegend März–Oktober) zur Übertragung der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) durch Zeckenbisse. Rechtzeitig vor Einreise sollte deshalb mit einem Reise-/Tropenmediziner wegen einer möglichen Impfung Kontakt aufgenommen werden.

In den Sommermonaten ist Mückenschutz empfohlen, besonders bei Reisen nach Lappland.

Krankenversicherung

Es besteht in Finnland für alle Personen, die in Deutschland gesetzlich versichert sind, ein Anspruch auf Behandlung – soweit dringend erforderlich – bei Ärzten, Zahnärzten, Krankenhäuser usw., die vom ausländischen gesetzlichen Krankenversicherungsträger zugelassen sind. Als Nachweis ist die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC), bzw. Ersatzbescheinigung (beide Dokumente erhalten Sie von Ihrer Krankenkasse) vorzulegen.

Unabhängig davon wird dringend empfohlen, für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen, die Risiken abdeckt, die von den gesetzlichen Kassen nicht übernommen werden (z.B. notwendiger Rücktransport nach Deutschland im Krankheitsfall, Behandlung bei Privatärzten oder Privatkliniken).

Weitere Einzelheiten enthält die Internetseite www.dvka.de der Deutschen Verbindungsstelle für Krankenversicherung im Ausland unter der Rubrik "Urlaub im Ausland".

Ansonsten erhalten Sie von Ihrer Krankenkasse Auskünfte über die aktuellen Regelungen.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von dem individuellen Verhältnissen der Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt/Tropenmediziner ist im gegebenen regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.


Weltweite Terrorwarnung

Krisenvorsorgeliste

Deutschen Staats­ange­höri­gen wird empfohlen sich unabhängig vom Land und der Dauer des Auslands­aufenthalts in die Krisen­vor­sorgeliste des Auswärtigen Amts einzutragen.

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Bitte beachten Sie auch unsere Fragen und Antworten zum Thema "Sicherheitshinweise"

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