Hauptinhalt

Slowenien

Kultur- und Bildungspolitik

Stand: Oktober 2015

Kulturpolitik

Kultur als Instrument der Identitätsfindung, aber auch des internationalen Austauschs besitzt für Slowenien großen Stellenwert.

Innerhalb der slowenischen Regierung fällt die Kultur- und Bildungspolitik in die Zuständigkeit von zwei Ministerien, dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Sport und dem Ministerium für Kultur.

Entsprechend der Verwaltungseinteilung untergliedern sich die öffentlichen Kultureinrichtungen Sloweniens in Einrichtungen in nationaler oder kommunaler Trägerschaft. Hinzu kommen noch so genannte regionale Kulturbetriebe (hauptsächlich Regionalmuseen, Regionalbibliotheken), die anteilsmäßig von mehreren Gemeinden gemeinsam getragen werden. Außerdem existiert eine reichhaltige unabhängige Kulturszene.


Bildungssystem

Es besteht allgemeine Schulpflicht. Das slowenische Schulsystem hat eine neunjährige Grundstufe sowie eine vierjährige Gymnasialstufe. Daneben existieren berufsbildende Mittelschulen.

Im Schuljahr 2015/2016 gab es in Slowenien 781 Grundschulen, 182 Mittelschulen und Gymnasien und 67 Fachhochschulen und Fachschulen. Es gibt in Slowenien rund 70.000 Deutschlerner.

Fast alle Grundschüler (98 Prozent) führen ihren Bildungsgang an Gymnasien oder berufsbildenden Mittelschulen weiter.

Die vierjährige Mittelschule wird abgeschlossen mit dem Allgemeinbildenden oder dem Berufsabitur (Matura), welche zum Studium an den Hochschulen und Universitäten berechtigen.

In Slowenien gibt es derzeit vier wissenschaftliche Hochschulen: die Universität Ljubljana, die Universität Maribor, die Universität Primorska, die 2003 in Koper gegründet wurde, und eine nichtstaatliche polytechnische Universität in Nova Gorica. 2007 wurde in Portorož die Euro-Mittelmeeruniversität EMUNI gegründet. Hier werden Sommerhochschulkurse und ein Masterprogramm (Intercultural Business Communication) angeboten, weitere Programme sind im Prozess der Akkreditierung.

Im Studienjahr 2014/2015 waren in Slowenien  83.699 Studierende an wissenschaftlichen Hochschulen eingeschrieben, davon belegten 83.200 (99 Prozent) ein Studienprogramm nach dem Bologna-System.

Die Bundesregierung unterstützt den Deutschunterricht an Schulen in Slowenien durch zahlreiche Fördermaßnahmen. An 16 Schulen besteht die Möglichkeit, das Deutsche Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz der deutschen Bundesländer zu erwerben (Gymnasium Bezigrad, I. Gymnasium Maribor, II. Gymnasium Maribor, Gymnasium und Mittelschule Rudolf Maister Kamnik, Gymnasium France Prešeren Kranj, Schulzentrum Ptuj, Gymnasium Novo Mesto, Gymnasium Črnomelj, Wirtschaftsschule Celje, Gymnasium Ljutomer und Gymnasium Murska Sobota, Gymnasium Jože Plečnik in Ljubljana, Gymnasium Želimlje, Grundschule Kapela, sowie die zweisprachige Mittelschule und die Grundschule in Lendava). Drei weitere Schulen wurden 2014/2015 neu ins DSD-Förderprogramm aufgenommen (Jesenice, Slovenska Bistrica und Gymnasium Poljane in Ljubljana). Koordiniert wird die Förderung durch einen Fachberater der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), der im Schulamt der Republik Slowenien tätig ist. Zudem gibt es in Slowenien eine Partnerschule des Goethe Instituts (Grundschule Beltinci).

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


Seite teilen:

Einreise & Aufenthalt

Auswärtiges Amt

Reise & Sicherheit

Außen- und Europapolitik

Ausbildung & Karriere