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Slowenien

Kultur- und Bildungspolitik

Stand: Februar 2015

Kulturpolitik

Kultur als Instrument der Identitätsfindung, aber auch des internationalen Austauschs besitzt für Slowenien großen Stellenwert.

Innerhalb der slowenischen Regierung fällt die Kultur- und Bildungspolitik in die Zuständigkeit von zwei Ministerien, dem Ministerium für Erziehung, Wissenschaft und Sport und dem Ministerium für Kultur.

Entsprechend der Verwaltungseinteilung untergliedern sich die öffentlichen Kultureinrichtungen Sloweniens in Einrichtungen in nationaler oder kommunaler Trägerschaft. Hinzu kommen noch so genannte regionale Kulturbetriebe (hauptsächlich Regionalmuseen, Regionalbibliotheken), die anteilsmäßig von mehreren Gemeinden gemeinsam getragen werden. Außerdem existiert eine reichhaltige unabhängige Kulturszene.


Bildungssystem

Es besteht allgemeine Schulpflicht. Das slowenische Schulsystem hat eine neunjährige Grundstufe sowie eine vierjährige Gymnasialstufe. Daneben existieren berufsbildende Mittelschulen. 

Im Schuljahr 2013/2014 gab es in Slowenien 782 Grundschulen, 183 Mittelschulen und Gymnasien und 66 Fachhochschulen und Fachschulen. Es gibt in Slowenien rund 70.000 Deutschlerner.

Fast alle Grundschüler (98 Prozent) führen ihren Bildungsgang an Gymnasien oder berufsbildenden Mittelschulen weiter.

Die vierjährige Mittelschule wird abgeschlossen mit dem Allgemeinbildenden oder dem Berufsabitur (Matura), welche zum Studium an den Hochschulen und Universitäten berechtigen.

In Slowenien gibt es derzeit vier wissenschaftliche Hochschulen: die Universität Ljubljana, die Universität Maribor, die Universität Primorska, die 2003 in Koper gegründet wurde, und eine nichtstaatliche polytechnische Universität in Nova Gorica Sežana. 2007 wurde in Portorož die Mittelmeeruniversität Center EMUNI gegründet. Hier werden bislang nur Sommerhochschulkurse angeboten.

Im Studienjahr 2013/2014 waren in Slowenien 90.622 Studierende an wissenschaftlichen Hochschulen eingeschrieben, davon belegten 74.637 (82 Prozent) ein Studienprogramm nach dem Bologna-System.

Die Bundesregierung unterstützt den Deutschunterricht an Schulen in Slowenien durch zahlreiche Fördermaßnahmen. An 16 Schulen besteht die Möglichkeit, das Deutsche Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz der deutschen Bundesländer zu erwerben (Gymnasium Bezigrad, I. Gymnasium Maribor, II. Gymnasium Maribor, Gymnasium und Mittelschule Rudolf Maister Kamnik, Gymnasium France Prešeren Kranj, Schulzentrum Ptuj, Gymnasium Novo Mesto, Gymnasium Črnomelj, Wirtschaftsschule Celje, Gymnasium Ljutomer und Gymnasium Murska Sobota, Gymnasium Jože Plečnik in Ljubljana, Gymnasium Želimlje, Grundschule Kapela, sowie die zweisprachige Mittelschule und die Grundschule in Lendava). Ein weiteres Gymnasium wurde 2014 neu ins DSD-Förderprogramm aufgenommen (Gymnasium Jesenice). Koordiniert wird die Förderung durch einen Fachberater der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), der im Schulamt der Republik Slowenien tätig ist. Zudem gibt es in Slowenien eine Partnerschule des Goethe Instituts (Grundschule Beltinci).

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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