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Slowenien

Kultur- und Bildungspolitik

Stand: Februar 2014

Kulturpolitik

Kultur als Instrument der Identitätsfindung, aber auch des internationalen Austauschs besitzt für Slowenien großen Stellenwert.

Innerhalb der slowenischen Regierung fällt die Kultur- und Bildungspolitik in die Zuständigkeit von zwei Ministerien, dem Ministerium für Schule, Wissenschaft und Sport und dem Ministerium für Kultur.

Entsprechend der Verwaltungseinteilung untergliedern sich die öffentlichen Kultureinrichtungen Sloweniens in Einrichtungen in nationaler oder kommunaler Trägerschaft. Hinzu kommen noch so genannte regionale Kulturbetriebe (hauptsächlich Regionalmuseen, Regionalbibliotheken), die anteilsmäßig von mehreren Gemeinden gemeinsam getragen werden. Außerdem existiert eine reichhaltige unabhängige Kulturszene.


Bildungssystem

Es besteht allgemeine Schulpflicht. Das slowenische Schulsystem hat eine neunjährige Grundstufe sowie eine vierjährige Gymnasialstufe. Daneben existieren berufsbildende Mittelschulen. 

Im Schuljahr 2012/2013 gab es in Slowenien 785 Grundschulen, 157 Mittelschulen und Gymnasien und 87 Fachhochschulen und Fachschulen. Insgesamt lernen an slowenischen Schulen 70.714 Schüler Deutsch.

Fast alle Grundschüler (98 Prozent) führen ihren Bildungsgang an Gymnasien oder berufsbildenden Mittelschulen weiter.

Die vierjährige Mittelschule wird abgeschlossen mit dem Allgemeinbildenden oder dem Berufsabitur (Matura), welche zum Studium an den Hochschulen und Universitäten berechtigen.

In Slowenien gibt es derzeit vier wissenschaftliche Hochschulen: die Universität Ljubljana, die Universität Maribor, die Universität Primorska, die 2003 in Koper gegründet wurde, und eine nichtstaatliche polytechnische Universität in Nova Gorica Sežana. 2007 wurde in Portorož die Mittelmeeruniversität Center EMUNI gegründet. Hier werden bislang nur Sommerhochschulkurse angeboten.

Im Studienjahr 2012/2013 waren in Slowenien 97.706 Studierende an wissenschaftlichen Hochschulen eingeschrieben, davon wählten 76.121 (90 Prozent) ein Studienprogramm nach dem Bologna-System.

Zum Wintersemester 2009/2010 wurde an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Laibach ein neuer interdisziplinärer Master-Studiengang „Deutschland-Studien“ eingerichtet, der teilweise in deutscher Sprache unterrichtet wird und der einen einsemestrigen Auslandsaufenthalt in Deutschland vorschreibt. Derzeit besuchen 7 Studenten den Studiengang.

Die Bundesregierung unterstützt den Deutschunterricht an Schulen in Slowenien durch zahlreiche Fördermaßnahmen. An 16 Schulen besteht die Möglichkeit, das Deutsche Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz der deutschen Bundesländer zu erwerben (Gymnasium Bezigrad, I. Gymnasium Maribor, II. Gymnasium Maribor, Gymnasium und Mittelschule Rudolf Maister Kamnik, Gymnasium France Prešeren Kranj, Schulzentrum Ptuj, Gymnasium Novo Mesto, Gymnasium Črnomelj, Wirtschaftsschule Celje, Gymnasium Ljutomer und Gymnasium Murska Sobota, Gymnasium Jože Plečnik in Ljubljana, Gymnasium Želimlje, Grundschule Kapela, sowie die zweisprachige Mittelschule und die Grundschule in Lendava). Davon sind fünf Schulen im Jahr 2013 neu hinzugekommen. Koordiniert wird die Förderung durch einen Fachberater der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), der im Schulamt der Republik Slowenien tätig ist. Zudem gibt es in Slowenien eine Partnerschule des Goethe Instituts (Grundschule Beltinci).

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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