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Kap Verde

Kap Verde: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 24.05.2013
(Unverändert gültig seit: 30.04.2013)

 Letzte Änderung:
Allgemeine Reiseinformationen - Kriminalität

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Für Kap Verde bestehen derzeit keine landesspezifischen Sicherheitshinweise.


Allgemeine Reiseinformationen

Infrastruktur

Mit Ausnahme der Inseln Sal und Boavista ist der Tourismus in Kap Verde noch wenig entwickelt. Der Besucher muss sich auf Mängel in der Infrastruktur einstellen. Ein Problem sind unzureichende und nicht immer zuverlässige Flug- und Schiffsverbindungen zwischen den neun bewohnten Inseln des Archipels. Bei einer Rundreise über mehrere Inseln sollte ein Zeitpuffer einplant werden. Die medizinische Notversorgung ist nicht auf allen Inseln gesichert.

Kriminalität

Reisende sollten auf ihre Taschen und Geldbörsen achten und auf das Tragen von auffälligem Schmuck verzichten, um der Gefahr eines Diebstahls möglichst zuvorzukommen. Aus Mindelo/ S. Vicente, Praia/Santiago und auch von den Inseln Sal und Boavista wird über Einzelfälle von Straßenraub und Überfälle durch Banden berichtet. 
Bei Bergwanderungen sollte man sich von einem ortskundigen Führer  begleiten lassen, um Unfälle und Raubüberfälle zu vermeiden.


Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja

Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt): Nein

Anmerkungen:
Alle Reisedokumente müssen sechs Monate über die Reise hinaus gültig sein.
Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr gültig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument.

Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen ein Visum zur Einreise auf die kapverdischen Inseln. Dieses Visum ist bei der kapverdischen Botschaft in Berlin zu beantragen. Nur in Ausnahmefällen, wenn zum Beispiel im Wohnsitzland des Reisenden keine kapverdische Botschaft existiert, ist ein entsprechendes Visum an der Grenze erhältlich. Visa für touristische Zwecke sind daher grundsätzlich vorab bei der kapverdischen Botschaft zu beantragen.

Ein Visum wird für maximal 90 Tage ausgestellt.

Flugtouristen reisen normalerweise über Sal, Praia, Boavista und Mindelo ein. Bei der Anreise mit Privatschiffen (Segelyachten) ist zu beachten, dass die Einreise nur über die Häfen von Sal, Praia und Mindelo möglich ist. Verstöße gegen diese Vorschrift werden mit Geldstrafe in Höhe von bis zu 100.000 Escudos (ca. 907 Euro) geahndet.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.


Besondere Zollvorschriften

Dem Auswärtigen Amt liegen keine Hinweise auf besondere Zollvorschriften vor.

Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie direkt bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zoll www.zoll.de ansehen oder telefonisch erfragen.


Besondere strafrechtliche Vorschriften

Dem Auswärtigen Amt liegen keine Hinweise auf besondere strafrechtliche Vorschriften vor.


Medizinische Hinweise

Impfschutz

Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben, die aus einem Gelbfiebergebiet einreisen, ausgenommen Kinder unter 1 Jahr - (siehe auch http://www.who.int/ith/chapters/ith2012en_countrylist.pdf). Bei direkter Einreise aus Deutschland oder Europa ist die Impfung nicht notwendig.

Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (siehe http://www.rki.de). Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza.

Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B und Typhus empfohlen.

Dengue Fieber

In den Jahren 2009/10 gab es auf einigen Inseln des Archipels eine Dengue-Fieber Epidemie mit einzelnen tödlichen Verläufen. Dengue wird durch den Stich der tagaktiven Mücke Stegomyia aegypti übertragen. Aufgrund der erfolgreichen Maßnahmen im präventiven Bereich (Mückenbekämpfung und Gesundheitsaufklärung) werden seit dem nur noch einzelne Fälle gemeldet. Dennoch wird - da es derzeit weder eine Impfung noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, ein ausreichender individueller Mückenschutz, d.h. eine Expositionsprophylaxe empfohlen (Repellentien und ggf. Moskitonetz).

Malaria

Es besteht ein minimales Malariarisiko auf der Insel Santiago (nur saisonal von August bis November), vorrangig durch Plasmodium falciparum (Erreger der Malaria tropica). Die übrigen Inseln sind malariafrei. Eine medikamentöse Prophylaxe wird nicht empfohlen, lediglich eine Expositionsprophylaxe (s. o.). Obwohl auf den Kapverden selten, so verläuft unbehandelt - insbesondere die gefährliche Malaria tropica - bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem potentiellen Malariagebiet notwendig.

HIV / AIDS

HIV/AIDS stellt auf den Kapverdischen Inseln ein geringeres Problem dar, als auf dem afrikanischen Kontinent. Allerdings ist das Virus in einigen Bevölkerungs- bzw. Berufsgruppen dennoch häufiger verbreitet, so z. B. bei Prostituierten aus westafrikanischen Ländern, die auf Touristeninseln wie Sal arbeiten. Kondombenutzung wird immer insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.

Durchfallerkrankungen

Es besteht auf den Inseln ein Risiko für diverse Darminfektionen unter anderem für Salmonellen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden.Wenn Sie ihr Wohlbefinden während des Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie die entsprechenden einschlägigen Verhaltens- und Hygiene-Hinweisen.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung auf den Inseln ist mit Europa nicht zu vergleichen vor allem im Bereich adäquater Nothilfe. Krankenhäuser mit Fachärzten und mit ausreichender apparativer und technischer Ausstattung gibt es nur in Praia / Santiago und Mindelo / Sao Vincente. Die Touristeninseln Sal und vor allem Boa Vista bieten eine sehr begrenzte medizinische Versorgung, so dass bei schwerwiegenden Erkrankungen oder Unfällen, eine Evakuierung per Flug nach Europa, bzw. auf die Kanaren oder nach Dakar notwendig wird.

Das Mitbringen von Medikamenten für eine Hausapotheke ist zu empfehlen und insbesondere für Personen notwendig, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind.

Touristen, die nach Kap Verde kommen, sollten deshalb über einen ausreichenden auch für das Ausland gültigen Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung verfügen. Für Pauschalreisende auf den Urlaubsinseln Sal und Boa Vista ist es ratsam sich durch den Reiseveranstalter oder das Hotel vor Ort Informationen über medizinische Hilfe zu verschaffen. Einige große Hotels bieten auch hausärztliche Sprechstunden und eine Notfallversorgung in Kooperation mit den wenigen privaten Kliniken vor Ort an.

Lassen Sie sich zudem vor einer Reise Kap Verde durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen (z.B. www.dtg.org oder www.frm-web.de)

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

 

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.

Auswärtiges Amt

Bürgerservice
Arbeitseinheit 040
D-11013 Berlin
Tel.: +49 30 1817 2000
Fax: +49 30 1817 51000


Weltweite Terrorwarnung

Krisenvorsorgeliste

Deutschen Staats­ange­höri­gen wird empfohlen sich unabhängig vom Land und der Dauer des Auslands­aufenthalts in die Krisen­vor­sorgeliste des Auswärtigen Amts einzutragen.

Reisemedizinische Hinweise

FAQ

Bitte beachten Sie auch unsere Fragen und Antworten zum Thema "Sicherheitshinweise"

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