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Pressemitteilung

Auswärtiges Amt sagt Finanzmittel für deutsch-polnisches Geschichtsbuch zu

02.03.2012

Die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Cornelia Pieper, empfing gestern (01.03.) den neuen Präsidenten der Kultusministerkonferenz, Senator Ties Rabe (Hamburg).

Im Zentrum des Gesprächs standen die Weiterentwicklung des Systems der Deutschen Auslandsschulen und das Projekt eines gemeinsamen deutsch-polnischen Schulbuchs für den Einsatz im Geschichtsunterricht beider Länder. 

"Bund und Länder haben ein gemeinsames Interesse, dass das Deutsche Auslandsschulwesen auch in Zukunft ein Leuchtturm unseres Bildungssystems im Ausland bleibt" – so Staatsministerin Pieper. 

Sie würdigte den Einsatz der KMK für die deutschen Auslandsschulen und bat, dass die Länder auch in Zeiten der Haushaltskonsolidierung ihr wichtiges Engagement in bisheriger Höhe aufrechterhalten. 

"Das Schulbuch ist eine Priorität auf der im letzten Jahr durch die beiden Regierungen verabschiedeten Agenda der Zusammenarbeit. Es ist ein Kernprojekt der deutsch-polnischen Zusammenarbeit im Bildungsbereich, bei dem wir mit vereinten Kräften den polnischen Partnern zeigen müssen, dass wir es ernst meinen", sagte Staatsministerin Pieper gestern zum Plan des deutsch-polnischen Geschichtsbuchs. 

Deutsch-Polnisches Geschichtsbuch

Das Projekt eines gemeinsamen Deutsch-Polnischen Geschichtsbuches begann 2008. Das Buch soll zeigen, dass Deutsche und Polen heute eine gemeinsame Sicht auf ihre bilaterale und die europäische Geschichte entwickelt haben. Ergebnis wird ein in beiden Sprachen erscheinendes, für den Geschichtsunterricht in den Schulen beider Länder verwendbares Werk sein. 

Die polnische Seite hat die Finanzierung ihres Anteils sichergestellt und einen Verlag für seine Realisierung gefunden. Das Auswärtige Amt unterstützt dieses Projekt durch eine Garantieabnahme des Buches auch für deutsche Auslandsschulen mit 250.000 Euro sofort nach deren Erscheinen sowie mit 750.000 Euro, die es für seine organisatorische Umsetzung beiträgt. 

Deutsche Auslandsschulen

Deutschland betreibt weltweit ein Netz aus derzeit 140 amtlich geförderten Auslandsschulen sowie 870 Schulen in Trägerschaft des Gastlands, in denen Sprachprüfungen der KMK abgenommen werden, die zu einem Studium in Deutschland befähigen können. Das Auswärtige Amt ist für die Förderung der Schulen zuständig. Die Länder sichern die Versorgung mit entsandten Lehrern und stellen Lehrpläne und staatliche deutsche Abschlussprüfungen an den Auslandsschulen. 

Die wachsende Aufmerksamkeit für das Auslandsschulwesen hängt auch mit dem gestiegenden Interesse deutscher Hochschulen und der deutschen Wirtschaft an Studienanfängern und gut ausgebildeten Arbeitskräften aus dem Ausland zusammen. Absolventen deutscher Auslandsschulen sind besonders gut auf eine Karriere in und mit Deutschland vorbereitet. Außerdem sichern die Auslandschulen den Unterricht für Kinder von Deutschen, die sich aus beruflichen oder anderen Gründen im Ausland aufhalten.

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