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Schweiz

Wirtschaft

Stand: März 2015

Wirtschaftslage

Die Schweiz zählt zu den wohlhabendsten Ländern der Welt. Das Genfer World Economic Forum (WEF) hat die Schweiz für den Zeitraum 2013 - 2014 dank ihrer Innovationskraft und des flexiblen Arbeitsmarkts auch hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit erneut an die Spitze gesetzt. Das BIP wird 2014 rd. 630 Mrd. CHF erreichen, womit sich die Schweiz in Europa auf Platz 8 der wirtschaftsstärksten Länder einreihte. Die Wachstumsprognosen  –  2014 lag das BIP-Wachstum bei rund 1,9% - sind für 2015 unter dem Eindruck der Aufhebung des Mindestkurses von 1,20 € am 15.01.2015 durch die Schweizer Nationalbank nach unten korrigiert worden. Einige Experten sehen bereits ein negatives Wachstum für 2015. Grund ist die aus der der Kursfreigabe resultierende Frankenaufwertung von rund 10% (Stand März 2015).

Die Industrie ist exportorientiert. Schwerpunkte sind Chemie und Pharmawirtschaft, die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie sowie Feinmechanik (v.a. Uhren, Schmuck und medizinische Präzisionsinstrumente). Daneben hat sich die Schweiz erfolgreich im Bereich der Umweltschutztechnologien etabliert. Im Dienstleistungssektor sind rund 3,1 Millionen Erwerbstätige (ca. 75%) beschäftigt. Der Finanzsektor ist mit einem Anteil von rund 10,5% am BIP (2013) und ca. 210.000 Arbeitsplätzen (rund 6% der Beschäftigten) noch immer eine wichtige Säule der Wirtschaft (in Deutschland 3,6%, in Luxemburg 25,4% des BIP 2013). Daneben generiert der internationale Rohstoffhandel in Genf und Zug beachtliche Exporteinnahmen, die mittlerweile diejenigen des Bankensektors übersteigen.

Die Schuldenquote aller öffentlichen Haushalte (Bund, Kantone und Gemeinden zusammen) sinkt kontinuierlich und liegt unter 35%. Die Defizitquote der öffentlichen Haushalte liegt nahe null.

Die Arbeitslosenquote lag im Januar 2015 bei 3,5% %.. Auch 2014 gelang es nicht, alle der rd. 94.500 Lehrstellen zu besetzen. Angesichts der Frankenaufwertung und des dadurch ausgehenden Drucks über die Importpreise wird 2015 vielfach mit einer negativen Inflationsrate gerechnet.


Außenhandel

Der Außenhandel erreichte 2014 erneut einen Rekordüberschuss von etwa 30 Mrd CHF. Die Exporte lagen bei 208 Mrd CHF, die Imprte bei 178 Mrd CHF.


Mitgliedschaft in Wirtschaftsgruppierungen

Die Schweiz ist Mitglied wichtiger internationaler Wirtschaftsorganisationen wie OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), IWF (Internationaler Währungsfonds), Weltbank und WTO (Welthandelsorganisation), jedoch nicht der G8 und der G20. Sie ist Sitzstaat der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel. Daneben ist die Schweiz Gründungsmitglied der EFTA (Europäische Freihandelsassoziation). Ein Beitritt zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) wurde 1992 in einer Volksabstimmung von der Schweizer Bevölkerung abgelehnt. Als Ersatz dafür wurden zahlreiche Sektorabkommen mit der EU abgeschlossen. Seit 2002 sind die Bilateralen Verträge I (Personenfreizügigkeit, Luft- und Landverkehr, Abbau technischer Handelshemmnisse) mit der EU in Kraft, die den (Wirtschafts-)Austausch vereinfachen. Die Bilateralen Verträge II (Innere Sicherheit, Asyl- und Rechtsfragen) wurden 2004 abgeschlossen.


Umwelt- und Energiepolitik

Die Schweiz hat traditionell ein hohes umweltpolitisches Profil. Das am 1. Januar 2013 revidierte CO2-Gesetz, sieht bis 2020 eine Reduktion der Klimagase um 20% im Vergleich zu 1990 vor. Im Emissionshandel strebt die Schweiz die Einbindung in das EU-Emissionshandelssystem an. In der Energiepolitik setzt die Schweiz traditionell auf Wasserkraft (55%), daneben auf Kernenergie. Nach dem Grundsatzentscheid zum schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie 2011 wird das Kernkraftwerk Mühleberg 2019 außer Dienst gestellt werden. Auch die übrigen drei Kernkraftwerke (insgesamt noch vier Reaktorblöcke, da AKW Beznau zwei Reaktorblöcke hat) werden voraussichtlich am Ende ihrer sicherheitstechnischen Betriebsdauer stillgelegt. Die Kernkraftwerke decken derzeit zusammen knapp 40% der Schweizer Elektrizitätsproduktion. Zum Ausgleich soll unter anderem die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien einschließlich Wasserkraft im Rahmen der Energiestrategie 2050 um ein Drittel erhöht werden.  Der durchschnittliche Energieverbrauch pro Person und Jahr bis 2035 soll um 43% gegenüber dem Jahr 2000 sinken (Art. 3 Entwurf zum Energiegesetz).

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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