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Hilfe für Menschen in Not: Deutschland verdoppelt 2016 humanitäres Engagement in Afrika

Noch nie waren so viele Menschen auf der Flucht wie im Jahr 2016 – mehr als 65 Millionen Flüchtlinge und Binnenvertriebene weltweit flohen vor Krisen, Gewalt und Naturkatastrophen. Neben der humanitären Großkrise in Syrien und den Nachbarländern steht insbesondere Afrika im Blickpunkt der deutschen humanitären Hilfe.

In weiten Teilen Afrikas kämpfen Menschen um das tägliche Überleben. Die Lage hat sich in vielen afrikanischen Krisenregionen verschärft: bestehende Konflikte eskalieren, neue brechen auf, klimabedingte Naturkatastrophen halten an. Die Länder Subsahara-Afrikas beherbergen bereits jetzt weltweit die größte Zahl an Flüchtlingen und Binnenvertriebenen. Gleichzeitig sind die durch die Vereinten Nationen koordinierten humanitären Hilfspläne für die Krisen in Afrika unterfinanziert.

Die Zahl der Krisenregionen in Afrika nimmt zu

Dauer und Umfang humanitärer Krisen haben 2016 in unerwartet hohem Maße zugenommen. Dies trifft besonders zu auf die komplexen Krisen in Libyen, am Horn von Afrika (insb. Somalia und Äthiopien), in Sudan und Südsudan, in der Zentralafrikanischen Republik, der DR Kongo, in Burundi, Mali, Niger und im Tschadseebecken. Zahlreiche dieser Konflikte wirken sich auf die umliegenden Länder aus.

Der größte humanitäre Bedarf besteht in den Bereichen Nahrungsmittelversorgung, Gesundheit und Ernährung, bei der Verbesserung der Wasser-, Sanitär- und Hygieneversorgung, sowie der Bereitstellung von Unterkünften. Hier liegen die Schwerpunkte der humanitären Hilfe des Auswärtigen Amts.

Wie Deutschland humanitäre Hilfe in Afrika leistet

Aufbau von Gesundheitsstrukturen und Nothilfeversorgung in den Slums am Rande von Nairobi (Kenia).

Aufbau von Gesundheitsstrukturen und Nothilfeversorgung in den Slums am Rande von Nairobi (Kenia).
© Malteser International

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Aufbau von Gesundheitsstrukturen und Nothilfeversorgung in den Slums am Rande von Nairobi (Kenia).

Aufbau von Gesundheitsstrukturen und Nothilfeversorgung in den Slums am Rande von Nairobi (Kenia).

Aufbau von Gesundheitsstrukturen und Nothilfeversorgung in den Slums am Rande von Nairobi (Kenia).

Humanitäre Hilfe unterstützt Menschen in Konflikten und Katastrophen in Afrika, um ihr Überleben zu sichern und um ihnen eine Existenz nah ihrer ursprünglichen Heimat zu ermöglichen. Dabei koordiniert das Auswärtige Amt die humanitären Maßnahmen mit denen der Stabilisierung und Konfliktprävention, um so Anknüpfungspunkte für eine mittelfristige Entwicklung der Menschen zu bieten.

Das Auswärtige Amt hat seine Mittel für humanitäre Hilfe in den letzten Jahren vervielfacht und dabei auch die finanzielle Unterstützung für Afrika erhöht. Allein 2016 konnte das Auswärtige Amt den Umfang der Hilfsmaßnahmen im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppeln und so rund 270 Millionen Euro für Hilfsprojekte in Afrika einsetzen. Zur Bewältigung humanitärer Krisen weltweit stellte das Auswärtige Amt 2016 mehr als 1,3 Milliarden Euro zur Verfügung.

Bei seinen humanitären Hilfsprojekten arbeitet das Auswärtige Amt eng mit Partnern aus dem Kreis der UN-Organisationen (z.B. Welternährungsprogramm, UN-Flüchtlingshilfswerk), mit der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung und vielen Nichtregierungsorganisationen zusammen. 

Humanitärer Schutz ist vor allem im Umfeld von bewaffnetem Konflikt eine Priorität. Wichtig sind zudem die Versorgung der notleidenden Menschen mit Nahrungsmitteln und anderen Hilfsgütern sowie der Zugang zu Trinkwasser. Dringlich sind außerdem die medizinische Versorgung und die Behandlung von Fällen akuter Unterernährung. Projekte für Flüchtlinge oder Binnenvertriebene berücksichtigen meist auch die aufnehmenden Gemeinden und ermutigen so zu friedlichem Zusammenleben trotz knapper Ressourcen.

Weiteres Engagement fördern

Das Auswärtige Amt wird auch in diesem Jahr sein humanitäres Engagement in den Krisenregionen Afrikas fortsetzen, um Menschen ein Überleben in Würde und Sicherheit zu ermöglichen. Als Mitgastgeber der "Humanitarian Conference on Nigeria and the Lake Chad Region" in Oslo am 24.02.2017 wird sich Deutschland weiter dafür einsetzen, politische und finanzielle Unterstützung für humanitäre Hilfe in der Krisenregion einzuwerben.


Stand 08.02.2017

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