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Kasachstan

Kultur- und Bildungspolitik

Stand: Oktober 2014

Bildungspolitik

Kasachstan verfolgt ein ambitioniertes bildungspolitisches Programm, das die Ausbildung von der Schule bis zu den Universitäten sowie die Fortbildung in Kasachstan verbessern soll. In vielen Städten werden sogenannte „Präsidentenschulen“ gegründet, die die Begabten fördern und die besten Absolventen der Nasarbajew-Universität in Astana zuführen sollen. Zur Qualitätssicherung werden eine Neukategorisierung der Hochschuleinrichtungen und obligatorische internationale Akkreditierungsverfahren eingeführt.

Wegen Qualitätsdefiziten an den eigenen Hochschulen hat Kasachstan 1993 ein umfangreiches Auslands-Stipendienprogramm ("Bolaschak" = Zukunft)eingeführt. Mittlerweile werden in diesem Programm nur noch Auslandsaufenthalte in der Master-Stufe gefördert. Ein Großteil der hierdurch frei gewordenen Mittel wird für die neue Nasarbajew-Universität in Astana eingesetzt, die eng mit Spitzenuniversitäten in den USA und Großbritannien kooperiert.


Deutsch als Fremdsprache

Deutsch hat zunehmend Schwierigkeiten, seine früher starke Stellung zu halten und ist nur noch dritte Fremdsprache nach Russisch bzw. der Landessprache Kasachisch (je nach Schul- oder Hochschulzweig) und Englisch. Die kasachische Sprache gewinnt als Staatssprache an Bedeutung, hat aber das Russische als landesweite Hauptverkehrssprache noch nicht verdrängt.


Kulturpolitik

Der staatliche Kulturbetrieb konzentriert sich auf das Vermitteln traditioneller, zumeist ethnisch-kasachischer Kulturinhalte. Im Musik- und Theaterbereich fördert der Staat die Beibehaltung sowohl der kasachischen als auch der europäischen Musik- und Theatertradition. Internationale Künstler treten regelmäßig in Astana und Almaty auf. Das Spektrum des Kulturangebots ist breit. Neben kasachischen und russischen Kulturinhalten sind auch westliche Popmusik und internationale Kinoproduktionen sehr beliebt.


Medienlandschaft

In Kasachstan wird eine Vielzahl kasachischer und russischer staatlicher und privater Fernseh- und Radiokanäle empfangen. Der Printbereich spielt eine geringere Rolle. Im Internet gibt es ein breites, wachsendes Angebot. Der Großteil der Medien wird direkt oder indirekt staatlich finanziert. Dadurch kommt es häufig, trotz verfassungsmäßig garantierter Pressefreiheit zu Selbstzensur.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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