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Fidschi

Außenpolitik

Stand: April 2014

Grundlinien der Außenpolitik

Im Unterschied zu den meisten anderen pazifischen Inselstaaten unterhält Fidschi ein gut ausgebautes Netz von internationalen Beziehungen. Diplomatische beziehungsweise konsularische Beziehungen bestehen zu über 70 Staaten. So ist Fidschi beispielsweise durch diplomatische Vertretungen in den USA, Australien, China, Großbritannien, Japan und Neuseeland vertreten. Ständige Vertretungen bestehen auch bei der EU in Brüssel und bei den Vereinten Nationen in New York. Einschließlich der EU  sind 20 Staaten direkt in der Hauptstadt Suva vertreten: neben Australien und Neuseeland unter anderem die USA, Japan, die Republik Korea, Indien, Malaysia, Großbritannien, Frankreich und die Volksrepublik China. Fidschi weitet seine internationalen und diplomatischen Beziehungen kontinuierlich aus.


Internationale Beziehungen

Die internationalen Beziehungen sind nach dem Putsch vom 06. Dezember 2006 (dem vierten innerhalb von 20 Jahren) belastet. Australien und Neuseeland verhängten als Reaktion auf den Putsch Sanktionen (u.a. Einreiseverbote, Aufgabe militärischer Beziehungen) gegen Fidschi. Seit Mitte 2007 verwies Fidschi drei reguläre und amtierende neuseeländische Hochkommissare wegen angeblicher Einmischung in innere Angelegenheiten des Landes. Die EU hat am 01. Oktober 2007 die Finanzierung von Programmen im Rahmen des EEF (Europäischer Entwicklungsfonds) und die Mittelzuweisung für den fidschianischen Zuckersektor nach dem EG-AKP-Abkommen (auch: Cotonou-Abkommen) ausgesetzt. Zugleich bleibt es jedoch bei einer gewissen Unterstützung von Institutionen der Zivilgesellschaft zur sozialen und sozioökonomischen Abfederung der Lage in Fidschi. Aufgrund des seit Mitte 2012 voranschreitenden Verfassungsgebungsprozesses in Fidschi haben Neuseeland und Australien am 30.07.2012 zwecks Förderung des weiteren demokratischen Prozesses die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen mit Fidschi in Form eines erneuten Austauschs von Botschaftern (High Commissioners) und jüngst die Aufhebung von Reiserestriktionen beschlossen.


Außenpolitik im multilateralen Rahmen

Fidschi ist Mitglied in zahlreichen internationalen Organisationen, unter anderem den Vereinten Nationen, der Welthandelsorganisation (WTO) und der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB). Fidschi stellt Truppen für die Friedensmissionen der Vereinten Nationen, u.a. im Sinai und Irak. In internationalen Organisationen achtet Fidschi in seinem Abstimmungsverhalten auf Solidarität mit den anderen Ländern der Dritten Welt.

Im Jahr 2009 wurde Fidschi aus dem Forum Pazifischer Inseln (PIF - Pacific Islands Forum) und dem Commonwealth of Nations ausgeschlossen. Aufgrund festgestellter Fortschritte im Hinblick auf die für September 2014 angekündigten Wahlen in Fidschi hat die CMAG (Commonwealth Ministerial Action Group) im März 2014 beschlossen, die Suspendierung  zu lockern. Auch innerhalb des PIF wurde im Frühjahr 2014 vorgeschlagen, Fidschi zu einzelnen Treffen einzuladen.

Fidschi ist Mitglied des Sekretariats der Pazifischen Gemeinschaft (SPC).

2013 hatte Fidschi den Vorsitz bei den G77 und der Internationalen Zucker Organisation inne.

Die Regionaluniversität des Südpazifiks USP hat ihren Hauptsitz in der Hauptstadt Suva.

Die EU unterhält in Suva eine Delegation für den südpazifischen Raum.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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