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Sambia

Wirtschaft

Stand: März 2015

Aktuelle Lage und Entwicklungstendenzen

Sambia verfügt über reiche Bodenschätze (vor allem Kupfer, Kobalt, Edelsteine) und große Wasserressourcen, ein insgesamt gemäßigtes Klima und ausgedehnte landwirtschaftlich nutzbare Flächen. Durch die Viktoriafälle, den Karibasee und mehrere Nationalparks mit hoher Wildtierdichte sowie anderer landschaftlich reizvoller Attraktionen verfügt das Land zudem über ein enormes touristisches Potenzial.

Im Jahr 2014 betrug das wirtschaftliche Wachstum etwa 6,5 Prozent. Das Budgetdefizit der Zentralregierung belief sich 2013 auf rund 7,3 Prozent des sambischen Bruttosozialprodukts. Hauptgrund hierfür ist eine umfangreiche Erhöhung der Gehälter im öffentlichen Dienst.

Aufgrund des in den letzten Jahren gestiegenen Pro-Kopf-Einkommens (1.705 US Dollar im Jahr 2014) , wird  Sambia von der Weltbank nicht mehr als "low income country" (bis 1005 US-Dollar) klassifiziert, sondern als "lower middle income country" (1.006 – 3.975 US-Dollar).

Die Inflationsrate war einige Jahre relativ stabil. Im Jahr 2014 war jedoch ein Anstieg auf ca. 8,0 Prozent zu beobachten (Jahresdurchschnitt 2013: 6,9 Prozent). Sambias Auslandsverschuldung erhöhte sich im Jahr 2014 auf 30,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (vgl. 2013: 22 Prozent)


Wichtige Wirtschaftszweige

Die wichtigsten Wirtschaftszweige Sambias sind der Bergbau, die Landwirtschaft, das Bauwesen und der Groß- und Einzelhandel. Zusätzlich stützte sich das Wirtschaftswachstum in den vergangenen Jahren auf signifikante Zuwächse in den Bereichen Transport und Kommunikation, Tourismus, sowie im Dienstleistungssektor.


Außenhandel

Im Jahr 2014 belief sich der Wert aller Warenexporte aus Sambia auf circa 11,25 Milliarden US-Dollar (vgl. 2013: 10,6 Milliarden US-Dollar), der aller Einfuhren auf circa 9,4 Milliarden US-Dollar (vgl. 2011: 6,5 Milliarden US-Dollar.

Die mit Abstand wichtigsten Exportgüter bleiben Kupfer und andere Bergbauprodukte (circa 80 Prozent),ferner Rohbaumwolle und Rohtabak. Ein positiver Trend im Bereich der Non-traditional-Exports (NTE) hat sich gefestigt, diese machen mittlerweile konstant circa 20 Prozent der sambischen Exporte aus. Die wichtigsten Einfuhrgüter sind neben Rohstoffen (Rohöl und Eisen), die hauptsächlich aus den Nachbarländern kommen, auch Maschinen und Fahrzeuge sowie weitere Investitionsgüter für den Bergbau. 

Die bedeutendsten Handelspartner für den Import sind Südafrika, China und Indien. Im Exportbereich zählen auch China, Südafrika und Simbabwe sowie die Demokratische Republik Kongo  zu den wichtigsten Zielländern. 

2013 standen laut Destatis deutschen Importen aus Sambia im Wert von ca. 32 Millionen Euro Exporte nach Sambia in Höhe von 153,28 Millionen Euro gegenüber. Im ersten Halbjahr 2014 exportierte Sambia Güter im Wert von 13,37 Millionen Euro nach Deutschland und importierte Waren im Wert von 51,85 Millionen Euro.

Sambia ist durch seine Mitgliedschaft in der Southern African Development Community (SADC) und im Common Market for Eastern and Southern Africa (COMESA) in die Regionalwirtschaft einbezogen. Zusätzlich zur SADC und dem COMESA ist der asiatische Wirtschaftsraum für sambische Im- und Exporte von großer Bedeutung.


Umweltpolitik

Der Schutz der Umwelt und der natürlichen Ressourcen ist ein wichtiges Thema des Sechsten Nationalen Entwicklungsplanes (2011–2015) Sambias, in der Überarbeitung allerdings kein eigener Schwerpunkt mehr. Der Fokus liegt auf der Vermeidung/Umkehr der fortschreitenden Entwaldung, dem Erhalt der Wildtierbestände sowie einer Verhinderung der Verarmung und Verminderung der Natur und von Feuchtbiotopen. Hierzu gehören u.a. Wiederaufforstungen, nachhaltiges Landmanagement, die Aussetzung von Nashörnern in verschiedenen Natur- und Nationalparks sowie die Überprüfung und Stärkung rechtlicher Rahmenbedingungen für den Schutz und Erhalt der Umwelt (Novellierung des Forstgesetzes, der Naturschutzgesetzgebung und des Kulturerbegesetzes).

Sambia zählt zu den Ländern mit den weltweit höchsten Abholzungsraten. Wilderei hat drastisch zugenommen und gerichtlich wird derzeit über die Zulassung von Bergbauaktivitäten in Nationalparks gestritten.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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