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Beispiele für Projekte der Katatrophenvorsorge in Afghanistan und Pakistan

Afghanistan

Der Bedarf an Katastrophenvorsorge im von Bürgerkrieg verwüsteten und wiederkehrenden Naturkatastrophen betroffenen Afghanistan ist groß.

Im Rahmen des Projekts des Auswärtigen Amtes in Baghlan wurden in 20 besonders gefährdeten Dörfern zunächst Bedrohungs- und Risikopotentiale unter Beteiligung der Bevölkerung und der Verantwortungsträger erarbeitet. "Disaster Awareness Manager" wurden als regionale Multiplikatoren geschult, die wiederum Trainingsmaßnahmen für die lokale Bevölkerung durchgeführt haben. Vorrangig wurden Notfallausrüstungen mit lokalen Mitteln hergestellt, Maßnahmen zur Gefahrenabwehr ergriffen und Koordinierungs- und Verhaltensregeln während und nach Katastrophenfällen eingeübt. Daneben waren die Erstversorgung von Verletzten sowie Maßnahmen zur Vermeidung von Epidemien Teil der Ausbildung. Gemeinschaftlich genutzte dörfliche Notunterkünfte wurden identifiziert und, soweit erforderlich, baulich verstärkt.

Im Rahmen des Projektes in Badghis, einer vor allem von Überschwemmungen betroffenen Region, werden Freiwillige in 25 besonders gefährdeten Gemeinden in Erstversorgungsmaßnahmen geschult. Die Bevölkerung wurde zudem im Rahmen von Informationsveranstaltungen über Risiken von Naturkatastrophen aufgeklärt, wobei mit Hilfe von Postern, bebilderten Broschüren und Radiospots zum Thema Basishygiene zur Verhinderung von Epidemien auch Analphabeten in die Schulungen einbezogen werden konnten. Über 18.000 Menschen profitierten bereits von den Maßnahmen des Projektpartners

Pakistan

Erste-Hilfe-Kurs in Phagwan Dopata

Erste-Hilfe-Kurs in Phagwan Dopata
© Malteser 2009

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Erste-Hilfe-Kurs in Phagwan Dopata

Erste-Hilfe-Kurs in Phagwan Dopata

Erste-Hilfe-Kurs in Phagwan Dopata

Pakistan ist aufgrund seiner geographischen und geologischen Beschaffenheit für Erdbeben besonders anfällig und wird durch diese nachhaltig beeinträchtigt. Wirbelstürme und Flutkatastrophen können ganze Regionen in riesige Seen verwandeln und zerstören so Ernten, Weideflächen und Wohngebiete. Die Menschen sind häufig völlig überraschend und entsprechend unvorbereitet von Erdbebenkatastrophen betroffen und können sich ohne entsprechende Schulungen kaum eigenständig schützen.

Das Auswärtige Amt fördert daher gemeindebasierte Katastrophenvorsorgeprojekte in den erdbebengefährdeten Regionen Azad Jammu und Kaschmir.

Die im Rahmen eines Projektes in Pagwan Dopata zusammen mit einer Außensirenenanlage installierten Erdbebenfrühwarnsysteme schlugen bereits kurz nach ihrer Errichtung an und warnten unmittelbar vor der herannahenden Katastrophe. Nach entsprechenden Ausbildungs- und Aufklärungskampagnen zum Verhalten im Ernstfall in Verbindung mit Erklärung der Funktionsweise des Frühwarnsystems konnte die lokale Bevölkerung aktive Schutzmaßnahmen durchführen und so ihre Überlebenschancen deutlich verbessern.


Stand 04.04.2011

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