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Beziehungen zu Deutschland
Stand: März 2013
Politische Beziehungen
Die diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Slowenien wurden am 15. Januar 1992 aufgenommen.
Die deutsch-slowenischen Beziehungen sind gut und harmonisch. Die deutsche Unterstützung bei der Verwirklichung des Selbstbestimmungsrechtes der Slowenen, ein umfangreiches Beratungs- und Unterstützungsprogramm zur Förderung der Demokratisierung und des marktwirtschaftlichen Reformprozesses, die deutsche Hilfe für Sloweniens Beitritt zu NATO und EU sowie der Handel zwischen beiden Staaten tragen dazu bei. Zahlreiche hochrangige Besuche haben die freundschaftlichen Beziehungen unterstrichen. 2008 war Staatspräsident Türk zu Gast in Deutschland, im Jahr 2009 folgten Premierminister Pahor und Außenminister Žbogar. Bundesaußenminister Westerwelle besuchte im Juli 2010 Slowenien, Bundeskanzlerin Merkel im August 2011. An diesem Tag wurde eine gemeinsame Erklärung zur Intensivierung der bilateralen Beziehungen verabschiedet. Im Juni 2012 empfing Außenminister Westerwelle seinen slowenischen Amtskollegen Erjavec in Berlin.
Im ersten Halbjahr 2008 hatte Slowenien die EU-Ratspräsidentschaft inne. Dabei vollendete Slowenien das letzte Drittel der Trio-Präsidentschaft, die von Deutschland angefangen und von Portugal weitergeführt worden war.
Wirtschaftsbeziehungen
Die bilaterale Wirtschaftszusammenarbeit ist außerordentlich eng. Deutschland ist mit einem Anteil von rund 20 Prozent am Außenhandelsvolumen der mit Abstand wichtigste Handelspartner Sloweniens. Bei den ausländischen Investitionen in Slowenien rangiert Deutschland auf den ersten Plätzen. Etwa 250 deutsche Unternehmen und Unternehmen mit deutscher Beteiligung sind in Slowenien tätig. Mit umfassender Hilfe haben die Bundesregierung, die Bundesländer, mehrere Kommunen und zahlreiche öffentliche und private Träger den Reformprozess in Slowenien erfolgreich unterstützt.
Aus der seit März 2004 bestehenden Deutschen Kaufmannschaft in Slowenien ist Ende 2006 die Deutsch-Slowenische Industrie- und Handelskammer hervorgegangen, die am 16. Juli 2007 mit einem feierlichen Festakt von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos und dem slowenischen Wirtschaftsminister Andrej Vizjak eröffnet wurde.
Kulturelle Beziehungen
Zwischen Deutschland und Slowenien besteht seit Juni 1994 ein Kulturabkommen.
Im Juni 1995 wurde in den Räumen der Technischen Bibliothek der Universität Laibach ein Deutscher Lesesaal eröffnet, der vom Goethe-Institut mittlerweile mit über 5.000 Medieneinheiten (Büchern, Zeitschriften- bzw. Zeitungsabonnements sowie CD-ROMs, CDs und Videos) ausgestattet wurde. Ein slowenischer Lesesaal wurde am 1. Juli 2009 an der Universität Regensburg eröffnet.
Seit dem 22. April 2004 existiert in Laibach ein Goethe-Institut.
Am Lehrstuhl für Germanistik der Universität Laibach ist ein Lektor des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) tätig, an der Universität Maribor eine DAAD-Sprachassistentin. Ergänzt wird diese Arbeit durch DAAD-Stipendien, die jährlich auf verschiedenen Wissenschaftsgebieten vergeben werden.
Zum Wintersemester 2009/2010 wurde an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Laibach ein neuer interdisziplinärer Master-Studiengang „Deutschland-Studien“ eingerichtet, der teilweise in deutscher Sprache unterrichtet wird und der einen einsemestrigen Auslandsaufenthalt in Deutschland vorschreibt.
Die Bundesregierung unterstützt den Deutschunterricht an Schulen in Slowenien durch zahlreiche Fördermaßnahmen. An neun Gymnasien in der Republik Slowenien (Gymnasium Bezigrad, I. Gymnasium Maribor, II. Gymnasium Maribor, Schulzentrum Kamnik, Wirtschaftsgymnasium Kranj, Schulzentrum Ptuj, Gymnasium Novo Mesto, Wirtschaftsschule Celje, Gymnasium Ljutomer) besteht die Möglichkeit, das Deutsche Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz der deutschen Bundesländer zu erwerben. Koordiniert wird die Förderung durch einen Fachberater der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), der im Schulamt der Republik Slowenien tätig ist. 2008 wurden zudem fünf neue Partnerschulen (vier Gymnasien in Črnomeli, Ljutomer, Murska Sobota und Velenje sowie eine Grundschule in Beltinci) gewonnen, an denen der Deutschunterricht von ZfA und Goethe-Institut unterstützt wird.
Hinweis
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.
