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Kongo Demokratische Republik Kongo

Bildung und Kultur

Stand: August 2016

Kultur

Die Bevölkerung der Demokratischen Republik Kongo setzt sich aus über 250 Ethnien zusammen, von denen viele auf eine eigene Kulturgeschichte zurückblicken. Das kulturelle Leben spielt sich hauptsächlich auf lokaler Ebene ab. Besonders lebendig ist die Musikszene, insbesondere die in ganz Zentral- und Westafrika beliebte kongolesische Rumba. Aus Malerei und Bildhauerei haben in den letzten Jahren ebenfalls einige kongolesische Künstler für Aufmerksamkeit in Europa gesorgt. In Kinshasa gibt es eine aktive Theaterszene, die unter schwierigsten Bedingungen – meist als Gemeinde- und Jugendinitiativen – funktioniert.

Aus dem Ausland zieht die Demokratische Republik Kongo nur wenige kreative Kräfte an, so dass ein kultureller Austausch – insbesondere mit nicht-afrikanischen Kulturschaffenden – kaum stattfindet. Dem Kulturministerium mangelt es sowohl an finanziellen Mitteln als auch an Kapazitäten zur Erstellung einer zielgerichteten Kulturpolitik.

Mit der Einrichtung eines Verbindungsbüros des Goethe-Instituts möchte Deutschland die Kulturbeziehungen ausbauen.


Bildung

Die schulische Grundausbildung ist in der Demokratischen Republik Kongo zwar staatlich garantiert, de facto aber erhalten die öffentlichen Schulen mit wenigen Ausnahmen praktisch keine staatliche Unterstützung. Für den Besuch der Grundschüle müssen deshalb Schulgebühren gezahlt werden. Nur ein Drittel der Bevölkerung hat eine Schule besucht. Dauer und Qualität des Unterrichts reichen oft nicht aus, um ausreichende Lese- und Schreibfähigkeiten zu vermitteln. Kirchen und private Initiativen nehmen eine wichtige Rolle ein, um hier ergänzend zu wirken.

In der universitären Ausbildung mangelt es in praktisch allen Bereichen an materieller Ausstattung und an qualifizierten Lehrkräften. Dies ist besonders eklatant in den Natur- und Ingenieurswissenschaften: Studenten können bei Verlassen der Universität kaum praktische Erfahrungen nachweisen, so dass sie auf dem kleinen Arbeitsmarkt wenig Chancen haben. Dennoch bleibt die Universität der wichtigste Weg zu einer anerkannten beruflichen Qualifikation, weil es kaum andere Bildungswege oder praktische Qualifikationen gibt.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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