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Kongo Demokratische Republik Kongo

Bildung und Kultur

Stand: September 2014

Kultur

Die Bevölkerung der Demokratischen Republik Kongo setzt sich aus über 250 Ethnien zusammen, von denen viele auf eine eigene Kulturgeschichte zurückblicken können. Das kulturelle Leben spielt sich hauptsächlich auf lokaler Ebene ab. Besonders lebendig ist die musikalische Szene mit der in ganz Zentral- und Westafrika beliebten kongolesischen Rumba. Aus Malerei und Bildhauerei haben es in den letzten Jahren ebenfalls einige kongolesische Künstler auf die europäische Bühne geschafft. Kinshasa verfügt über eine aktive Theaterszene, die unter schwierigsten Bedingungen – meist als Gemeinde- und Jugendinitiativen – funktioniert.

Solche Einzelfälle können nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Zustand der kongolesischen Kulturlandschaft die schwierige wirtschaftliche und soziale Lage des Landes widerspiegelt. Aus dem Ausland zieht Kongo nur wenig kreative Kräfte an, so dass ein kultureller Austausch – insbesondere mit nicht-afrikanischen Kulturschaffenden - kaum stattfindet. Eine nennenswerte Kulturpolitik der kongolesischen Regierung gibt es nicht. Dem zuständigen Kulturministerium mangelt es sowohl an Geld als auch an Kapazitäten. Mit der Einrichtung eines Verbindungsbüros des Goethe-Instituts möchte Deutschland die Kulturbeziehungen zum Kongo ausbauen


Bildung

Die schulische Grundausbildung ist in der Demokratischen Republik Kongo zwar staatlich garantiert, de facto aber bekommen die öffentlichen Schulen mit wenigen Ausnahmen praktisch keine staatliche Unterstützung. So wird sogar für die Grundschule eine Schulgebühr verlangt. Ebenso gibt es keine staatlichen Mechanismen zum Ausgleich sozialer Benachteiligungen, jedoch sind hier religiöse Gemeinschaften aktiv. Eltern müssen überdies "Schulgebühren" an die Lehrer bezahlen. Nur ein Drittel der Bevölkerung hat eine Schule besucht. Dauer und Qualität des Unterrichts reichen oft nicht aus, um angemessene Lese- und Schreibfähigkeiten zu vermitteln. Kirchen und private Initiativen nehmen eine wichtige Rolle ein, um hier in die Bresche zu springen.

In der universitären Ausbildung mangelt es in praktisch allen Bereichen an materieller Ausstattung und an qualifizierten Lehrkräften. Dies ist besonders eklatant in den Natur- und Ingenieurswissenschaften: Studenten können bei Verlassen der Universität kaum praktische Erfahrungen nachweisen, so dass sie auf dem kleinen Arbeitsmarkt wenig Chancen haben. Dennoch bleibt die Universität der wichtigste Weg zu einer anerkannten beruflichen Qualifikation, weil es kaum andere Bildungswege oder praktische Qualifikationen gibt; dies schließt pädagogische Qualifikationen ein. Bei laufend wachsenden Jahrgangsstärken ist davon auszugehen, dass die Unzulänglichkeiten des Bildungswesens sich weiter verschärfen werden.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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