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Italien

Wirtschaft

Stand: März 2016

Allgemeine Wirtschaftslage

Italiens Volkswirtschaft erlebte  nach einem Einbruch der Wirtschaftsleistung um ca. 9 Prozent gegenüber dem Vorkrisenhoch (2008) im Kalenderjahr 2015 erstmals wieder ein Wachstum von0,8 Prozent [Quelle: Istat]. Im Außenhandel konnte 2015   ein Wachstum der Exporte um 3,7 Prozent erzielt werden bei zeitgleichem Anstieg auch der Importe um 3,3 Prozent. Der bereits bestehende Handelsbilanzüberschuss wurde weiterhin ausgebaut und lag 2015 zuletzt bei über 45 Mrd. Euro. Deutschland ist wichtigster Handelspartner Italiens mit einem Anteil von 12,6 Prozent an den italienischen Exporten und 15,2 Prozent an den italienischen Importen. Die Inflationsrate lag 2015 bei 0,1 Prozent (2014: 0,2 Prozent und 2013:1,2 Prozent).

Bedingt durch die krisenhafte Entwicklung ist die italienische Schuldenquote von 105,7 Prozent des BIP 2008 (nach alter Berechnungsmethode) auf 112,5 Prozent im Jahr 2009 (nach neuer Berechnungsmethode Sec 2010) und schließlich im Jahr 2015 auf 132,8 Prozent gestiegen. Das jährliche strukturelle Haushaltsdefizit hingegen sank von 0,7 Prozent im Jahr 2014 auf 0,3 Prozent im Jahr 2015. Der Rückgang des Haushaltsdefizits war das Ergebnis einer Reihe fiskalischer Konsolidierungsmaßnahmen, die unter der Regierung Monti begonnen und unter den Regierungen Letta und Renzi dann fortgesetzt wurden.

Der Arbeitsmarkt erfuhr im Jahr 2015 bei nach wie vor hohen Arbeitslosenquoten eine leichte Erholung. Die Arbeitslosenquote betrug im vierten Quartal 2015 11,9 gegenüber 12,7 Prozent im Jahresmittel 2014. Gleichzeitig bleibt auch die Beschäftigtenquote mit 56,8 Prozent im Januar 2016  weiterhin niedrigAuf besorgniserregendem hohen Niveau verharrt auch die Jugendarbeitslosigkeit, wenngleich sie gegenüber 42,7 Prozent im Jahresmittel 2014 im Januar 2016 mit  39,3 Prozent etwas niedriger lag.  Zudem bestehen weiterhin starke regionale Ungleichgewichte, der Süden ist von der (Jugend-)Arbeitslosigkeit deutlich stärker betroffen als der Norden.

Die Energieversorgung Italiens ist durch eine sehr hohe Importabhängigkeit gekennzeichnet, ca. 79 Prozent des Energiebedarfs wird importiert. Mit dem Referendum vom 12./13. Juni 2011 hat sich Italien gegen die Wiedereinführung der Nuklearenergie ausgesprochen. Die Nachfrage nach Energie wird zu ca. 36 Prozent durch Erdöl, zu 35 Prozent durch Gas, zu 15 Prozent durch erneuerbare Energien, zu 9 Prozent durch feste Brennstoffe und zu 5 Prozent durch importierte Elektrizität gedeckt. Bei den erneuerbaren Energien ist in den nächsten Jahren bei Solar- und Windenergie weiterhin mit einem – wenn auch verlangsamten - Wachstum zu rechnen. Der Biomasse- und Biogas-Bereich gewinnt langsam an Bedeutung, jedoch auf niedrigem Niveau. Eine neue Gesetzgebung drosselt seit Juni 2014 die Subventionen für erneuerbare Energien.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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