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Italien

Wirtschaft

Stand: März 2014

Allgemeine Wirtschaftslage

Nach dem Einbruch des Bruttoinlandsprodukts infolge der Krise in den Jahren 2008 (-1,2 Prozent) und 2009 (-5,5 Prozent) war Italien 2010 und 2011 zunächst auf einen Wachstumspfad mit niedrigen Raten (+1,7 Prozent bzw. +0,4 Prozent) zurückgekehrt. 2012 schrumpfte die Wirtschaftsleistung dann erneut (-2,4 Prozent), gleiches gilt für 2013 (-1,9 Prozent). Italien befindet sich somit weiterhin in der Rezession. Insbesondere die Binnennachfrage ist eingebrochen. Im Außenhandel hingegen sind 2012 die Exporte, die bereits 2011 nach den großen Einbrüchen infolge der Wirtschaftskrise wieder um 11,4 Prozent zugenommen hatten, um weitere 3,7 Prozent angestiegen. 2013 zeigen sie sich insgesamt nahezu unbeweglich (-0,1 Prozent), wobei die Ausfuhren ins nichteuropäische Ausland leicht angestiegen sind (+1,3 Prozent), in die EU hingegen abgenommen haben (-1,2 Prozent). Die Gesamtimporte Italiens verzeichnen demgegenüber 2013 einen Rückgang um 5,5 Prozent. Deutschland ist wichtigster Handelspartner mit einem Anteil von 12,5 Prozent an den italienischen Exporten und 14,5 Prozent an den italienischen Importen. Die Inflationsrate war 2012 auf 3,0 Prozent (bzw. 3,3 Prozent, harmonisierter Eurostat-Wert) angestiegen, nachdem sie 2011 noch bei 2,8 Prozent (bzw. 2,9 Prozent - harmonisierter Eurostat-Wert) gelegen war. Spürbar niedriger lag sie 2013 mit 1,2 Prozent (bzw. 1,3 Prozent, harmonisierter Eurostat-Wert).

Bedingt durch die Wirtschafts- und Eurokrise ist die italienische Schuldenquote von 105,7 Prozent des BIP in 2008 auf 116,4 Prozent im Jahre 2009 und schließlich 127 Prozent Ende 2012 gestiegen. Vorläufigen Angaben zufolge stieg sie 2013 weiterhin auf 132,6 Prozent. Das italienische Haushaltsdefizit sank 2012 auf 3,0 Prozent, nachdem es 2011 noch bei 3,8 Prozent gelegen hatte. 2013 lautete es dann gleichbleibend auf 3,0 Prozent. Dieser Rückgang des Haushaltsdefizits war das Ergebnis einer Reihe fiskalischer Konsolidierungsmaßnahmen, die unter der Regierung Monti ergriffen wurden.

Der Arbeitsmarkt muss den krisenbedingten Auswirkungen Rechnung tragen, mittlerweile ist die Arbeitslosigkeitsquote auf 12,9 Prozent gestiegen (Januar 2014; demgegenüber lag sie im 4. Quartal 2013 bei 12,7 Prozent und im Jahresmittel 2013 bei 12,2 Prozent; 2012: 10,7 Prozent und 2011: 8,4 Prozent). Gleichzeitig bleibt auch die Beschäftigtenquote weiterhin niedrig: sie liegt derzeit (Januar 2014) bei 55,3 Prozent (Jahresmittel 2013: 55,6 Prozent). Zudem bestehen weiterhin starke regionale Ungleichgewichte, der Süden ist von der (Jugend-)Arbeitslosigkeit deutlich stärker betroffen als der Norden.

Die Energieversorgung Italiens ist durch eine sehr hohe Importabhängigkeit gekennzeichnet, ca. 79 Prozent des Energiebedarfs wird importiert. Die Nachfrage nach Energie wird zu ca. 36 Prozent durch Erdöl, zu 35 Prozent durch Gas, zu 15 Prozent durch erneuerbare Energien, zu 9 Prozent durch feste Brennstoffe und zu 5 Prozent durch importierte Elektrizität gedeckt. Bei den erneuerbaren Energien ist in den nächsten Jahren bei Solar- und Windenergie mit einem erheblichen Wachstum zu rechnen. Mit dem Referendum vom 12./13. Juni 2011 hat sich Italien gegen die Wiedereinführung der Nuklearenergie ausgesprochen.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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