Hauptinhalt

Swasiland

Kultur- und Bildungspolitik

Stand: Dezember 2013

Die Kultur des Königreichs Swasiland wird von althergebrachten Traditionen und Gebräuchen bestimmt, die bewusst gepflegt werden und fester Bestandteil des Alltagslebens sind. Das Königreich Swasiland ist einer der ethnisch homogensten Staaten der Welt mit einem Anteil der Swasi-Ethnie von nahezu 98 Prozent an der Gesamtbevölkerung.

Die "Incwala"-Zeremonie, auch "Fest der ersten Früchte" genannt, findet jährlich im Dezember oder Januar statt. So werden die Monarchie sowie die Stärke der Nation gefeiert. Am "Umhlanga Reed Dance", einer einwöchigen Zeremonie im August zu Ehren der Königinmutter, nehmen mehrere tausend Mädchen und junge Frauen teil. Traditionelle Heiler, die "Inyanga", genießen in Swasiland ein hohes soziales Ansehen.

Im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern hat Swasiland eine relativ niedrige Analphabetenquote An der einzigen Universität im Königreich sind rund 4000 Studenten eingeschrieben. Massive Haushaltsengpässe, die hohe HIV/Aids-Rate sowie der zu erwartende weitere Anstieg der Aids-Waisen stellen die Bildungspolitik der Regierung vor eine große Belastungsprobe.

Die Verfassung von 2006 sieht die Einführung einer kostenlosen Schulbildung für alle Swasis vor. Nachdem die Regierung sich wegen Ressourcenmangel zunächst weigerte, hat sie nach starken Protesten und einem Gerichtsurteil eingelenkt und setzte diese, von der Verfassung vorgesehene Regelung, 2010 um. Im Jahr 2011 kam es aus finanziellen Gründen zu teils lang anhaltenden Schulschließungen. Ein zwei Monate währender Lehrerstreik im Jahr 2012 wirkte sich ebenfalls negativ auf das Bildungssystem aus.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.