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G20 - Gruppe der Zwanzig

Die Staats- und Regierungschefs der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) trafen sich am 18./19. Juni 2012 in Los Cabos, Mexiko, zu ihrem mittlerweile 7. Gipfeltreffen. Nach dem Vorjahresgipfel im französischen Cannes waren die G20 auch in Los Cabos mit dem Wachstum der Weltwirtschaft und den Schuldenkrisen im Euroraum befasst. Die Euro-Staaten verpflichteten sich beim Gipfel, alle notwendigen Maßnahmen zur Erhaltung und Stabilisierung der Währungsunion zu treffen. Außerdem konnten die IWF-Mittel zur Bekämpfung der Krisen durch Zusagen einer Reihe von Partnern in Höhe von insgesamt 456 Milliarden US-Dollar aufgestockt werden. Der nächste Gipfel findet unter russischer Präsidentschaft in St. Petersburg statt.

Erklärung des G20-Gipfels von Los Cabos, 18.-19. 6. 2012 (Englisch) (PDF, 281 KB)

Auch die Außenminister treffen sich

Außenministerin Espinosa spricht bei der Eröffnungsveranstaltung des G20-Außenminister-Treffens

Eröffnungsveranstaltung
© photothek / Köhler

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Außenministerin Espinosa spricht bei der Eröffnungsveranstaltung des G20-Außenminister-Treffens

Außenministerin Espinosa spricht bei der Eröffnungsveranstaltung des G20-Außenminister-Treffens

Eröffnungsveranstaltung

Zuvor waren in Los Cabos vom 18. bis 20. Februar 2012 erstmals auch die Außenminister der G20-Staaten zu Beratungen zusammengekommen. Wichtige Themen der informellen Zusammenkunft waren auch dort aktuelle Probleme wie die europäische Schuldenkrise, die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und die Reform der bestehenden multilateralen Institutionen. Außenminister Westerwelle würdigte in Los Cabos die "internationale Meinungsführerschaft Mexikos" und seiner Außenministerin Patricia Espinosa.

Wer gehört zu den G20?

Der Gruppe der Zwanzig (G20) gehören 19 Staaten sowie die EU an. Neben Deutschland sind dies: Argentinien, Australien, Brasilien, China, Frankreich, Großbritannien, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Kanada, Mexico, Russland, Saudi Arabien, Südafrika, Südkorea, Türkei und die Vereinigten Staaten von Amerika. 

Die EU-Kommission und der Präsident des Europäischen Rats teilen sich einen gemeinsamen EU-Sitz. An den G20-Gipfeln haben zudem folgende Internationale Organisationen teilgenommen: Internationaler Währungsfonds (IWF), Weltbank (WB), Financial Stability Board (FSB), Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Welthandelsorganisation (WTO), Internationale Arbeitsorganisation (ILO) und Vereinte Nationen (VN). 

Darüber hinaus kann das Vorsitzland weitere Staaten und Regionalorganisationen einladen. In Cannes waren dies Spanien, Singapur, Äquatorialguinea für die Afrikanische Union (AU), die Vereinigten Arabischen Emirate für den Golfkooperationsrat sowie Äthiopien für die Neue Partnerschaft für die Entwicklung Afrikas (NEPAD).

Gründung zunächst als Gruppe der Finanzminister und Notenbankchefs

Als Reaktion auf die Finanzkrise der neunziger Jahre in Asien wurde 1999 die Einrichtung der G20 als Gruppe der Finanzminister und Notenbankchefs der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer in einem Treffen der G7-Finanzminister beschlossen. Das Gründungstreffen fand im Dezember 1999 in Berlin unter deutschem Vorsitz statt.


Stand 19.06.2012