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G20 - Gruppe der Zwanzig

Die Staats- und Regierungschefs der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) befassen sich bei ihren jährlichen Treffen traditionell mit Fragen des Wachstums der Weltwirtschaft und der Regulierung der Finanzmärkte.

Bei ihrem 10. Treffen am 15. und 16. November 2015 in Antalya unter türkischer G20-Präsidentschaft haben sie aufgrund der kurz zuvor erfolgten schweren Anschläge in Paris in einer gesonderten Erklärung ihre Entschlossenheit zum Kampf gegen den Terrorismus bekräftigt. Weiterhin vereinbarten sie auch, ihre Hilfe für Migranten zu verstärken. Sie behandelten im Vorfeld der Konferenz COP 21 in Paris auch den internationalen Klimaschutz. Bis 2018 soll das gemeinsame Wirtschaftswachstum der Mitgliedsländer im Vergleich zum Jahr 2013 um 2,1% steigen. Dies soll mit über 800 Einzelmaßnahmen in den G20-Staaten erreicht werden.

China hat am 1. Dezember 2015 die  G20-Präsidentschaft übernommen und unter das Motto „In Richtung auf eine innovative, gestärkte, verbundene und inklusive Weltwirtschaft“ gestellt. Das Wachstum der Weltwirtschaft möchte sie insbesondere durch Innovation, Produktivitätssteigerung, Strukturreformen, internationale Wirtschaftskooperation, Interkonnektivität sowie Ausbau der digitalen Wirtschaft fördern und auch die internationale Finanzarchitektur ausbauen. Die Behandlung von Entwicklungsfragen - insbesondere die Umsetzung der im September 2015 in New York beschlossenen „Agenda 2030“ in der G20 -  sowie Energie- und Klimathemen soll ebenfalls fortgesetzt werden. Der nächste G20-Gipfel wird am 4. und 5. September 2016 in Hangzhou stattfinden. Am 1. Dezember 2016 wird Deutschland die G20-Präsidentschaft übernehmen.

Wer gehört zu den G20?

Bundeskanzlerin Merkel auf dem G20-Gipfel in Antalya.

Bundeskanzlerin Merkel auf dem G20-Gipfel in Antalya.
© dpa/picture alliance

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Bundeskanzlerin Merkel auf dem G20-Gipfel in Antalya.

Bundeskanzlerin Merkel auf dem G20-Gipfel in Antalya.

Bundeskanzlerin Merkel auf dem G20-Gipfel in Antalya.

Der Gruppe der Zwanzig (G20) gehören 19 Staaten sowie die EU an. Neben Deutschland sind dies: Argentinien, Australien, Brasilien, China, Frankreich, Großbritannien, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Kanada, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien, Südafrika, Südkorea, Türkei und die Vereinigten Staaten von Amerika.

Die EU-Kommission und der Präsident des Europäischen Rats teilen sich den gemeinsamen EU-Sitz. An den G20-Gipfeln haben zudem folgende Internationale Organisationen teilgenommen: Internationaler Währungsfonds (IWF), Weltbank (WB), Financial Stability Board (FSB), Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Welthandelsorganisation (WTO), Internationale Arbeitsorganisation (ILO) und Vereinte Nationen (VN).

Darüber hinaus kann das Vorsitzland weitere Staaten und Regionalorganisationen einladen. In Antalya waren dies Spanien, Singapur, Aserbaidschan, Zimbabwe für die Afrikanische Union (AU), Malaysia für den Verband südostasiatischer Nationen (ASEAN) sowie Senegal für die Neue Partnerschaft für die Entwicklung Afrikas (NEPAD).

Weitere Informationen

Gipfelerklärung der G20-Staaten von Antalya (15./16.11.2015, englisch) (PDF, 326 KB)

Webseite der amtierenden G20-Präsidentschaft


Stand 18.02.2016

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