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Forum Globale Fragen im Auswärtigen Amt

Unter dem Thema "Das humanitäre Dilemma – Neutralität der humanitären Hilfe in Konflikten" fand am 1. März das Forum Globale Fragen im Auswärtigen Amt statt. Verschiedene Akteure und Experten aus Politik, Zivilgesellschaft, Militär und Wissenschaft befassten sich mit der Frage, wieweit und unter welchen Voraussetzungen internationale humanitäre Hilfe in Konfliktsituationen neutral, unabhängig und unparteiisch bleiben kann.

Mit den vier Grundprinzipien Menschlichkeit, Neutralität, Unparteilichkeit und Unabhängigkeit ist der humanitären Hilfe ein völkerrechtlicher Rahmen vorgegeben. Die Realität stellt insbesondere letztere drei Prinzipien immer wieder auf die Probe, wie die aktuellen Beispielsituationen in Syrien, Somalia oder Sudan zeigen. Politische und militärische Übergriffe und Restriktionen behindern die Arbeit humanitärer Hilfsorganisationen dort oft erheblich. Diese riskieren wiederum ihre Glaubwürdigkeit, Akzeptanz und den Zugang zu Orten der Hilfsbedürftigkeit, wenn sie politischen oder militärischen Schutz für ihr Engagement einfordern.

Das neunte Forum Globale Fragen kompakt diskutierte am 1. März im Auswärtigen Amt unter dem Motto "Das humanitäre Dilemma – Neutralität der humanitären Hilfe in Konflikten" Spannungsfelder und Grenzen der humanitären Hilfe in diesem Zusammenhang.

Diskussions-Panel mit Vertretern unterschiedlicher Interessengruppen

Teilnehmer in der Diskussion mit den Panel-Vertretern
© AA

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Diskussions-Panel mit Vertretern unterschiedlicher Interessengruppen

Diskussions-Panel mit Vertretern unterschiedlicher Interessengruppen

Teilnehmer in der Diskussion mit den Panel-Vertretern

"Beschränkung auf Kernmandat"

In ihrer Eröffnungsrede verdeutlichte Staatssekretärin Haber die Notwendigkeit der Debatte anhand aktueller Beispiele in Syrien, Somalia, Sudan und Afghanistan, wo politische oder militärische Akteure den Zugang für internationale Hilfe regelmäßig behindern. "Nur wenn sich die humanitäre Hilfe auf ihr Kern-Mandat beschränkt, kann sie ihre Akzeptanz überzeugend begründen", sagte Haber.

Impulsreferent Dr. Jakob Kellenberger, Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, stellte einleitend die Bedeutung der Werte Unabhängigkeit und Neutralität bei humanitärer Hilfe heraus. Nach einem darauf aufbauenden Expertengeespräch wurde ein Panel mit verschiedenen Vertretern aus Politik, Zivilgesellschaft, Militär und Wissenschaft gebildet. So war es möglich, in einen Diskurs mit Fachvertretern aus dem Publikum das "humanitäre Dilemma" von verschiedenen Perspektiven aus zu beleuchten und Verständnis zu schaffen.


Stand 02.03.2012

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09.03.2012

Das 9. Forum Globale Fragen kompakt

Redner und Diskussions-Panel

Bild 1 von 10

Staatssekretärin Dr. Emily Haber bei ihrer Eröffnungsrede

Staatssekretärin Dr. Emily Haber bei ihrer Eröffnungsrede

©Jürgen Gebhardt Bild herunterladen

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