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Botsuana

Außenpolitik

Stand: Oktober 2013

Grundlinien der Außenpolitik

Botsuanas Außenpolitik ist multilateral ausgerichtet und geprägt von der eigenen demokratischen Entwicklung seit der Unabhängigkeit 1966. Botsuana unterstützt die Rolle und Politik der Afrikanischen Union (AU). Die botsuanische Regierung spricht sich wesentlich deutlicher als andere Staaten der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika (SADC) für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit aus. Auch in der AU ist Botsuana oft eine kritische Stimme und verurteilt Menschenrechtsverletzungen (Syrien, Libyen). Seit 2011 ist Botsuana für 3 Jahre Mitglied des Menschenrechtsrates der Vereinten Nationen. Botsuanas Außenpolitik wird auch von der wirtschaftlichen und verkehrstechnischen Abhängigkeit von Südafrika beeinflusst. Die Beziehungen zu den meisten Ländern der Region sind im Wesentlichen spannungsfrei, werden jedoch sporadisch durch die steigende Zahl von Wirtschaftsimmigranten, vor allem aus Simbabwe, belastet. Innerhalb der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika äußerte sich Botsuana kritisch zu den Parlamentswahlen in Simbabwe Ende Juli 2013.

Neben den traditionellen Partnern in der Region und in Europa (Großbritannien) ist Botsuana insbesondere mit China durch umfangreiche wirtschaftliche Kooperation verbunden, auch wenn diese in jüngerer Vergangenheit durch einige notleidende Großprojekte einer Belastung ausgesetzt wurde. Auch mit Japan sollen die Beziehungen zukünftig ausgebaut werden, namentlich im Bereich der modernen Telekommunikation. Der botsuanische Präsident besuchte Japan im Jahr 2010. Zu Indien und Brasilien unterhält Botsuana enge wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen. Der Besuch des botsuanischen Staatspräsidenten in Berlin im Februar 2012 und die Eröffnung einer Botschaft in Berlin zeugen von den guten bilateralen Beziehungen zu Deutschland.

Mitarbeit in Internationalen Organisationen

Botsuana gehört zur blockfreien Staatengruppe und zur Afrikanischen Union. Es ist ein kritisches Mitglied der Neuen Partnerschaft für Afrikanische Entwicklung (NePAD). Botsuana ist außerdem Mitglied in der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika (Southern African Development Community, SADC), deren Sekretariat seinen Sitz in Gaborone hat, und der Zollunion des südlichen Afrika (SACU), gemeinsam mit Südafrika, Namibia, Lesotho und Swasiland. Die Zollüberweisungen von SACU bilden weiterhin die wichtigste Einnahmequelle des Landes neben den Einkünften aus der Förderung von Diamanten.

Beziehungen zur Europäischen Union und ihren Mitgliedsstaaten

Botsuana ist der Europäischen Union, einem der bedeutendsten entwicklungspolitischen Partner der SADC und ihrer Mitgliedsstaaten, eng verbunden. Die EU ist auch bilateral für Botsuana der wichtigste Entwicklungspartner und ein bedeutender Wirtschaftspartner. Besonders wichtig für das Land ist die Ausfuhr von Rindfleisch in die EU, welche im August 2012 wieder aufgenommen wurde. Neben Deutschland unterhalten Frankreich und Großbritannien eine Botschaft in Gaborone, zudem USA, China, Indien, Japan, Brasilien, Kuba, Russland und zahlreiche afrikanische Staaten.



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.