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Guyana

Außenpolitik

Stand: Juli 2015

Guyana ist aktives Mitglied der Karibischen Gemeinschaft (CARICOM), deren Sekretariat ihren Sitz in der Hauptstadt Georgetown hat. Auch im Rahmen der Vereinten Nationen bringt Guyana sich aktiv ein (zweimal Mitglied des Sicherheitsrats, Vorsitz in der Generalversammlung, Internationaler Gerichtshof, Internationaler Strafgerichtshof).

Guyana hat sich in den letzten Jahren verstärkt um eine Verbesserung bzw. Intensivierung der Beziehungen zu den Nachbarstaaten Brasilien, Suriname und Venezuela bemüht. Mit Suriname und Venezuela bestehen seit langer Zeit Grenzstreitigkeiten, die auf diplomatischem Weg gelöst werden sollen. Nachdem sich Guyana und Suriname auf die Festlegung der gemeinsamen Seegrenze geeinigt hatten, hat zuletzt die Unterzeichnung mehrerer Kooperationsabkommen zu einer weiteren Annäherung der beiden Staaten geführt.

Belastet werden die Beziehungen zu Venezuela durch schärfere Töne des Chavez-Nachfolgers Maduro. Venezuela erhebt in der Essequibo-Grenzregion umfangreiche Gebietsansprüche, die fast zwei Drittel des guyanesischen Territoriums betreffen.

Guyana ist Unterzeichner des Petrocaribe-Abkommens und hat seit 2010 Beobachterstatus in der von Venezuela dominierten ALBA.

Durch den koordinierenden Vorsitz für auswärtige und gemeinschaftliche Angelegenheiten (COFCOR) der karibischen Gemeinschaft CARICOM hat die ehemalige Außenministerin von Guyana, Carolyn Rodrigues-Birkett, seit 2008 eine herausgehobene Stellung in der regionalen Diplomatie.


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