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Erklärungen des Sprechers des Auswärtigen Amts in der Bundespressekonferenz vom 18.01.2017

Erdstöße in Italien

SCHÄFER (Auswärtiges Amt): Ich habe einige Punkte, zu denen ich für die Bundesregierung ein paar Worte sagen will. Der erste Punkt betrifft Italien. Dort ist es heute Morgen erneut zu einigen Erdstößen, zu einem Erdbeben gekommen. Italien ist in den letzten Monaten und Jahren nun wahrlich leidgeprüft. Diese Erdstöße sind auch von unseren Kolleginnen und Kollegen an der Botschaft in Rom ziemlich deutlich spürbar gewesen. Wir wurden daraufhin sofort benachrichtigt. Die Deutsche Botschaft und die betroffenen Konsulate stehen in engem Kontakt mit den italienischen Behörden, um zu schauen, ob vielleicht auch Deutsche betroffen sein könnten.

Ich möchte an dieser Stelle sagen: Wir stehen auch in diesem Moment an der Seite unserer italienischen Freunde, die erneut ein solches Naturereignis zu erleiden haben. Wir hoffen, dass die Schäden und die Opferzahlen begrenzt sind. Es ist ein Zufall, dass sich der italienische Ministerpräsident Gentiloni heute nun gerade in Berlin aufhält. Ich glaube, er ist gerade im Kanzleramt und wird nachher auch noch seinen ehemaligen Amtskollegen ‑ er war ja zuvor Außenminister ‑ Außenminister Steinmeier treffen. Ich bin sicher, dass dabei auch die Anteilnahme der Bundesregierung gegenüber dem italienischen Ministerpräsidenten zum Ausdruck gebracht werden wird.


Versehentlicher Beschuss eines Flüchtlingslagers durch die nigerianische Luftwaffe

SCHÄFER: Das Zweite, was ich Ihnen sagen möchte, ist: Die Bundesregierung ist in Trauer, hat Mitgefühl und Anteilnahme angesichts des schrecklichen Versehens, das gestern wohl der nigerianischen Luftwaffe unterlaufen ist. Da sollte im Kampf gegen den islamistischen Terrorismus wohl ein von Boko Haram besetztes Dorf angegriffen werden. Das ist traurigerweise nicht gelungen, sondern wohl aus Versehen wurde ein Flüchtlingslager getroffen. Viele, viele Dutzend Flüchtlingen hat dieses Versehen das Leben gekostet. Es gibt unzählige Verletzte. Ich möchte an dieser Stelle sagen, dass die Bundesregierung großes Mitgefühl mit den Opfern und ihren Angehörigen empfindet.


Terroranschlag in Mali

SCHÄFER: Drittens: Wir hörten vor einigen Stunden Nachrichten aus Mali, aus Gao, aus dem Norden des Landes, der vor einigen Jahren von islamistischen Terroristen überrannt worden ist, der dank der französischen Intervention und dem gemeinsamen Zusammenwirken der internationalen Gemeinschaft zurückgedrängt worden ist. Wir müssen davon ausgehen, dass es dort zu einem Terroranschlag gekommen ist, der das Ziel hat, den Friedensprozess in Mali zu sabotieren.

Wir müssen davon ausgehen, dass es auch dort zu mehreren Dutzend Toten und Opfern gekommen ist, im Wesentlichen Rebellen, die sich im Zuge des Friedensprozesses darauf eingelassen haben, sich in Gao an bestimmten Orten aufzuhalten. Wir verurteilen diesen Anschlag auf den Friedensprozess in Mali auf das Schärfste. Auch da gelten unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme den Angehörigen und Familien der Opfer und den vielen Verletzten.


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Martin Schäfer

Der Sprecher des Auswärtigen Amts

Dr. Martin Schäfer ist seit Januar 2014 Sprecher des Aus­wärtigen Amts.

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