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G20 - Gruppe der Zwanzig unter deutschem Vorsitz

Die Staats- und Regierungschefs der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) befassen sich bei ihren jährlichen Treffen traditionell mit Fragen des Wachstums der Weltwirtschaft und der Regulierung der Finanzmärkte.

Logo der deutschen G20-Präsidentschaft

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© AA

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Logo der deutschen G20-Präsidentschaft

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Seit dem 1. Dezember 2016 hat Deutschland für ein Jahr die G20-Präsidentschaft inne. Die 19 führenden Industrie- und Schwellenländer und die EU stehen für fast zwei Drittel der Weltbevölkerung, über vier Fünftel des weltweiten Bruttoinlandsprodukts und drei Viertel des Welthandels.

Unter dem Motto "Eine vernetzte Welt gestalten" setzt die deutsche G20-Präsidentschaft drei Schwerpunkte: "Stabilität sichern", "Zukunftsfähigkeit verbessern" und "Verantwortung übernehmen".

Stabilität sichern

Deutschland wird sich in den G20 für stabile Rahmenbedingungen für das Wachstum der Weltwirtschaft und für ein widerstandsfähiges internationales Finanzsystem einsetzen. Ein weiteres Ziel ist die Verbesserung der internationalen Zusammenarbeit, sowohl in Finanz- und Steuerfragen als auch bei Beschäftigung, Handel und Investitionen. 

So will sich die deutsche G20 Präsidentschaft für die Regulierung von Schattenbanken und die Bekämpfung von Steuervermeidung sowie die Erleichterung von internationalem Handel und Investitionen einsetzen.

Zukunftsfähigkeit verbessern

Mit der Verwirklichung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und des Pariser Klimaabkommens will Deutschland mit den G20 die Weltwirtschaft auch zukunftsfähig machen. 

Weitere Themen, die Deutschland unter diesem Stichwort voranbringen möchte, sind die Digitalisierung der Weltwirtschaft, die Bekämpfung von Antibiotika-Resistenzen und Pandemievorsorge, sowie eine Verbesserung der wirtschaftlichen Teilhabe von Frauen.

Verantwortung übernehmen

Die deutsche G20-Präsidentschaft will auch die wirtschaftliche Entwicklung Afrikas in das Zentrum der Aufmerksamkeit rücken. Wichtig ist, dass sich die Lebensbedingungen der Menschen in Afrika langfristig verbessern. 

In "Partnerschaft mit Afrika" sollen stabile Rahmenbedingungen für Investitionen entwickelt und der Ausbau der Infrastruktur auf dem Kontinent gefördert werden. Unter dem Stichwort "Verantwortung" sollen jedoch auch Fragen wie Flucht und Migration, Bekämpfung von Terrorismus sowie Geldwäsche und Korruption beraten werden.

Gipfel in Hamburg am 7. und 8. Juli

Höhepunkt der deutschen G20-Präsidentschaft ist das Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs am 7./8. Juli 2017 in Hamburg, das zwölfte Gipfeltreffen seit es dieses Format gibt.

Zentrale Themen der deutschen G20 Präsidentschaft prägten auch das Treffen der Außenminister der G20 am 16. und 17. Februar in Bonn. Auf Einladung von Bundesminister Sigmar Gabriel diskutierten die Außenminister der G20 und einiger weiterer eingeladener Staaten sowie internationaler Organisationen Fragen der Umsetzung der Agenda 2030 für Nachhaltigkeit, der Friedenssicherung, Krisenprävention und Stabilitätssicherung und der besseren Zusammenarbeit mit Afrika.

Im Vorfeld des Gipfels haben sich außerdem die Finanz-, Arbeits-, Gesundheits-, Agrar- und die für Digitalpolitik verantwortlichen Minister der G20 getroffen.

Wer gehört zu den G20?

Außenminister Gabriel beim G20-Außenministertreffen in Bonn im Februar 2017

Außenminister Gabriel beim G20-Außenministertreffen in Bonn im Februar 2017
© dpa/picture alliance

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Außenminister Gabriel beim G20-Außenministertreffen in Bonn im Februar 2017

Außenminister Gabriel beim G20-Außenministertreffen in Bonn im Februar 2017

Außenminister Gabriel beim G20-Außenministertreffen in Bonn im Februar 2017

Der Gruppe der Zwanzig (G20) gehören 19 Staaten sowie die EU an. Neben Deutschland sind dies: Argentinien, Australien, Brasilien, China, Frankreich, Großbritannien, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Kanada, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien, Südafrika, Südkorea, Türkei und die Vereinigten Staaten von Amerika.

Die EU-Kommission und der Präsident des Europäischen Rats teilen sich den gemeinsamen EU-Sitz. An den G20-Gipfeln haben zudem folgende internationale Organisationen teilgenommen: Internationaler Währungsfonds (IWF), Weltbank (WB), Financial Stability Board (FSB), Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Welthandelsorganisation (WTO), Internationale Arbeitsorganisation (ILO) und Vereinte Nationen (UN).

Darüber hinaus kann das Vorsitzland weitere Staaten und Regionalorganisationen einladen. Im Rahmen der deutschen Präsidentschaft werden Spanien, die Niederlande, Norwegen und Singapur, der Vorsitz der Afrikanischen Union, der Vorsitz der Neuen Partnerschaft für die Entwicklung Afrikas (NEPAD) und der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft APEC eingeladen.

Weitere Informationen

Schwerpunkte des G20-Gipfels in Hamburg (PDF, 635 KB)

G20 Aktionsplan Agenda 2030 (englisch) (PDF, 709 KB)

Webseite der amtierenden G20-Präsidentschaft


Stand 06.06.2017

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