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Grenada

Staatsaufbau und innenpolitische Lage

Stand: März 2014

Grenada wurde nach langer britischer Kolonialzeit 1967 assoziierter Staat des Commonwealth und erhielt 1974 die völlige Unabhängigkeit. Es ist eine parlamentarische Demokratie nach britischem Vorbild.

Der Generalgouverneur (derzeit Sir Carlyle Arnold Glean) vertritt die britische Königin als Staatsoberhaupt. Das Parlament besteht aus einem gewählten Abgeordnetenhaus (15 Mitglieder) und einem nach Vorschlägen von Regierung und Opposition ernannten Senat (13 Mitglieder). Die Justiz ist unabhängig und in drei Instanzen gegliedert: einfache Gerichte, Ostkaribisches Berufungsgericht, Privy Council in London.

1979 wurde die gewählte Regierung durch eine Revolution unter Maurice Bishop gestürzt. Interne Auseinandersetzungen in seiner Bewegung führten 1983 schließlich zu seiner Absetzung und Ermordung. Nach einer Intervention von US- und regionalen Truppen im Jahr 1983 kehrte das Land 1984 zur Demokratie zurück. Seitdem fanden sechs Parlamentswahlen statt. Bei den Wahlen im Februar 2013 gelang dem ehemaligen Premierminister Keith Mitchell mit einem Erdrutschsieg ein eindrucksvolles Comeback. Seine New National Party konnte sich in sämtlichen 15 Wahlbezirken durchsetzen, im Abgeordnetenhaus ist die ehemalige Regierungspartei NDC (National Democratic Congress) nicht mehr vertreten, sie verfügt lediglich im Senat noch über die drei von der Oppositionspartei zu nominierenden Sitze.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.