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Vorsorge ist besser als Heilen

Das Auswärtige Amt kann keine individuellen reisemedizinischen Beratungen durchführen. Dafür wenden Sie sich bitte an die Tropeninstitute oder reisemedizinisch erfahrenen niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte und beachten die medizinischen Hinweise in den Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amtes. Vielen Dank!


Vorsorge ist besser als Heilen. Das gilt auch bei Reisen in der Welt. Präventionsmaßnahmen richten sich dabei nach Reiseziel, Jahreszeit im Reiseland, Reisedauer und Reisestil sowie nach individuellen Bedürfnissen und besonderen Aktivitäten während der Reise.

Präventionsmaßnahmen werden idealerweise rechtzeitig (1 Monat) vor Reisebeginn mit einem erfahrenen Tropen- oder Reisemediziner besprochen. Hier können Sie in einem persönlichen Gespräch Fragen unter Berücksichtigung Ihrer individuellen Disposition und Reisepläne (5-Sterne Hotel oder Rucksacktourist), objektive Gefährdungen und sonstiger individueller Besonderheiten klären.

Eine Liste von reisemedizinisch qualifizierten Ärzten in Deutschland finden Sie über reisemedizinische Institutionen im Internet wie beispielsweise unter www.dtg.org oder www.frm-web.de . Auch Ihr Hausarzt kann in der Regel bei der Vermittlung behilflich sein.

Präventionsmaßnahmen bei Kurzreisen

Kurzreisen nicht nur in die Tropen bringen besondere Risiken mit sich. Die Kürze der Reise verführt zur Leichtfertigkeit in der Vorbereitung und unterwegs, ein möglicher Ausbruch einer Erkrankung liegt meist in der Zeit danach. Schnelle Klima- und Zeitzonenwechsel sind belastend für den Körper und können nicht selten Unwohlsein oder eine Erkältungssymptomatik provozieren. Auch wenn die kurze Reisedauer Impfungen und Malariaprophylaxe unverhältnismäßig erscheinen lassen, so sind sie doch im Einzelfall wichtig und Impfungen im Hinblick auch auf Folgereisen nützlich. Auch kann eine nur kurze Reise in ein Hochrisikogebiet z.B. für Malaria lebensbedrohlich sein, wenn man auf die notwendigen Präventionsmaßnahmen verzichtet.

Empfehlungen zur Malariavorbeugung der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit (DTG) (PDF, 1 MB)

Hinweise und Empfehlungen der DTG zu Reiseimpfungen (PDF, 1 MB)


Hygiene-Regeln auf Reisen

Hygiene auf Reisen umfasst eine Vielzahl von Aspekten: Nahrungsmittel- und besonders Trinkwasserhygiene, Unterkunftshygiene, Sexualhygiene, die persönliche Hygiene und auch die Psyche.

Da die häufigsten Reiseerkrankungen Übelkeit und Durchfall, Fieber und Hautprobleme umfassen, sind Vorsorgemaßnahmen hier besonders effektiv. Werden ausschließlich sauberes Essen und saubere Getränke konsumiert, minimieren Sie Durchfallerkrankungen durch Infektionserreger. Das bewährte Motto "peel it, cook it, boil it or leave it" (schäl es, gar oder koch es, oder lass es) erspart auf Reisen viele Unannehmlichkeiten.

Krankheitsprävention und Hygiene im Ausland (PDF, 215 KB)

Merkblatt Durchfall (Diarrhoe) (PDF, 367 KB)

Sauberes Trinkwasser im Ausland (PDF, 923 KB)

Cholera (PDF, 335 KB)


Entspanntes Fliegen

Entspanntes Fliegen (PDF, 204 KB)


Reisemedizinische Impfungen

Kernstück einer reisemedizinischen Beratung ist die landesspezifische Impfberatung durch einen Reise- oder Tropenmediziner. Eine Merkblattsammlung mit Auflistung gängiger Infektionsrisiken finden Sie hier.

Die Merkblätter dienend der orientierenden Information und ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit einem Arzt, das auf Ihre individuellen gesundheitlichen Belange und Ihr persönliches Reiseprofil zugeschnitten ist.

Hinweise und Empfehlungen der DTG zu Reiseimpfungen (PDF, 1 MB)


HIV-Infektionen/AIDS

Bislang ist keine Heilung möglich. In vielen Ländern ist das Vorkommen der Infektion viel häufiger als in Deutschland. Daher besteht der einzige Schutz darin, die Infektion zu vermeiden. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Die Nutzung von Kondomen wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.

Bei beruflichen Risiken (z.B. im medizinischen Bereich) ist das Vorhalten einer Postexpositionsprophylaxe (PEP) Teil des Arbeitsschutzes. Auch nach einer Vergewaltigung kann eine PEP sinnvoll sein.

HIV - Maßnahmen nach Exposition (PDF, 87 KB)


Reiseapotheke

Sinnvoll ist die Mitnahme einer Erste-Hilfe-Ausstattung, die z.B. in einer Apotheke erhältlich ist. Zusätzlich ist die ausreichende Mitnahme der persönlichen Dauermedikation wichtig; sprechen Sie sich hierzu mit Ihrem Hausarzt ab. Nicht überall ist die uneingeschränkte Einfuhr von Medikamenten gestattet. Die weltweite Verfügbarkeit und eine gute Medikamentenqualität (Vorsicht vor gefälschten Medikamenten!) ist nicht überall gewährleistet. Hilfreich ist insbesondere bei Betäubungsmitteln die Mitnahme eines ärztlichen Attestes von Ihrem behandelnden Arzt mit Benennung der Diagnose und medikamentösen Therapie, sodass der Eigenbedarf ersichtlich ist. Bei Reisen ins fremdsprachliche Ausland sollte dieses Attest in englischer Sprache verfasst sein.

Detailliertere Informationen zur Mitnahme von Betäubungsmitteln durch Patienten bei Auslandsreisen finden Sie auch auf der Internetseite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArm) unter http://www.bfarm.de.

Bestehen in Ihrem konkreten Fall Zweifel, wenden Sie sich direkt an die Botschaft des betreffenden Landes in Deutschland um eine verbindliche Auskunft zu erhalten. Die Adressen der Botschaften und Konsulate finden Sie hier.

Vorschlag für eine Haus- und Reiseapotheke (PDF, 378 KB)


Reisekranken- und Rückholversicherung

Prüfen Sie rechtzeitig vor der Reise Ihren Krankenversicherungsschutz im Ausland. Kontrollieren Sie unbedingt, ob ein Versicherungsschutz bei Erkrankung und Verletzung im Ausland durch ihre Reisekrankenversicherung gegeben ist und in einer Notfallsituation eine Rückholung unter der Bedingung "medizinisch sinnvoll" eingeschlossen ist; ggfs. lassen Sie sich dies schriftlich bestätigen.


Höhenkrankheit

Viele touristische Ziele schließen Höhenlagen über 2.500 m mit ein. Eine Bergrettung steht in vielen Länder nicht zur Verfügung. Höhen über 2500 m sind grundsätzlich nur für Reisende ohne Lungen- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu empfehlen. Die Höhenkrankheit ist vermeidbar, wenn man sich Zeit nimmt.

Merkblatt Höhenkrankheit (PDF, 302 KB)


Tauchen

Tauchen ist ein beliebtes Hobby im Urlaub. Bei bestimmten Vorerkrankungen, die im Alltag keine Probleme machen, kann das Tauchen jedoch gefährlich werden. Eine Untersuchung durch einen Taucherarzt ist bei geplanten Tauchaktivitäten im Urlaub daher immer zu empfehlen. Viele Tauchschulen fordern inzwischen auch ein Tauchtauglichkeitszeugnis.

Merkblatt Tauchen (PDF, 233 KB)


Stand 02.02.2017

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