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Jamaika

Beziehungen zwischen Jamaika und Deutschland

Stand: März 2013

Politische Beziehungen

Die Beziehungen zwischen Deutschland und Jamaika sind seit Jamaikas Unabhängigkeit 1962 freundlich und problemfrei, wenn auch nicht besonders intensiv. Im 50. Jahr der Unabhängigkeit 2012 feiern wir als eines von nur 11 Ländern auch 50 Jahre diplomatische Beziehungen. Jamaika sieht Deutschland als wichtigen internationalen Partner und Führungsmacht in der EU.

Die früher sehr enge bilaterale entwicklungspolitische Zusammenarbeit (insgesamt Mittel in Höhe von rund 255 Millionen Euro) ist 2003 ausgelaufen, als Jamaika gemessen am Pro-Kopf-Einkommen zu einem Land mittleren Einkommens wurde. Jamaika bleibt jedoch Partner der substanziellen regionalen deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Die EU ist größter internationaler Geber an Zuschüssen.

Deutschland hat nach den Zerstörungen durch Hurrikan "Dean" im August 2007, Tropensturm „Nicole“ Ende September 2010 und nach Hurrikan Sandy im Oktober 2012 humanitäre Soforthilfe geleistet.


Wirtschaftsbeziehungen

Laut vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamts beliefen sich im Jahr 2012 die deutschen Einfuhren aus Jamaika auf nur 19,525 Millionen Euro (vor allem Tonerde/Bauxit), die Ausfuhren nach Jamaika auf 40,167 Millionen Euro (insbesondere Fahrzeuge, pharmazeutische Produkte, Maschinen). Damit hält der dramatischen Einbruch der deutschen Importe 2009 infolge der internationalen Wirtschaftskrise weiter an und lässt das Handelsbilanzdefizit auf 20,62 Millionen Euro anwachsen.

Condor unterhält – ab Düsseldorf beziehungsweise Frankfurt/Main – jeweils einmal pro Woche Flugverbindungen in das touristische Zentrum Montego Bay. Air Berlin (LTU) bietet derzeit keine Flüge an. 20 236 deutsche Touristen reisten 2012 nach Jamaika, 1,5% mehr als im Vorjahr. Deutschland bleibt auf Platz 4 als Herkunftsland.

Nennenswerte deutsche Direktinvestitionen sind nicht vorhanden. Es existiert allerdings eine deutsche Beteiligung an der spanischen Hotelkette RIU, die in erheblichem Maße in Jamaika investiert.

Der deutsch-jamaikanische Investitionsschutz- und Förderungsvertrag ist am 29.05.1996 in Kraft getreten, hat allerdings bislang kaum praktische Bedeutung erlangt.


Kulturelle Beziehungen

Die seit 1966 bestehende "Jamaican-German Society" bietet mit finanzieller Förderung durch das Auswärtige Amt Deutschkurse an, die zu einem vom Goethe-Institut anerkannten Abschluss führen. Sie unterstützt die Botschaft auch bei kulturellen Programmen.

Im Stipendien-Angebot des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD) und der Humboldt-Stiftung sind jamaikanische Kandidaten mitunter erfolgreich. Das Interesse an der Kooperation mit deutschen Universitäten und Fachhochschulen ist groß.



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.