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Im Wortlaut

Außenminister Steinmeier sagte der Rheinischen Post am Sonntag (31.01.) zur am 04.02. in London stattfindenden Syrien-Geberkonferenz:

Über eine Millionen syrischer Flüchtlinge leben in dem Vier-Millionen-Staat Libanon. Auch Jordanien ächzt unter der Last der Flüchtlinge. Dass Libanon und Jordanien die Versorgung von Millionen syrischer Flüchtlinge alleine nicht leisten können, ist völlig offensichtlich. Deshalb haben wir schon bei der Flüchtlingskonferenz in Berlin im Oktober 2014 das Augenmerk auf die Situation in den Aufnahmeländern gerichtet. Es ist gut, dass es uns gelungen ist, für London die wichtigsten Geber mit den Nachbarstaaten und den Hilfsorganisationen an einen Tisch zu bringen. Es darf nicht noch einmal passieren, dass wie im letzten Jahr in den Flüchtlingslagern die Lebensmittelrationen halbiert werden müssen und Menschen hungern und frieren, weil den Helfern das Geld ausgeht! Bereits im vergangenen Jahr haben wir als G7-Präsidentschaft mit einem eilig angesetzten Gebertreffen in New York noch einmal 1,8 Milliarden Euro mobilisiert.

Dieses Jahr müssen wir von vornherein so planen, dass der lebensnotwendige Bedarf gedeckt werden kann. Das ist nicht nur ein moralischer Anspruch, den wir an uns selbst haben müssen. Es liegt auch in unserem eigenen Interesse, dass Menschen sich nicht auf den Weg nach Europa machen müssen, weil ihnen vor Ort das Leben unmöglich wird. Wir haben deswegen die Mittel für humanitäre Hilfsprogramme des UNHCR und des Welternährungsprogramms in Syrien und den Nachbarstaaten im letzten Jahr beinahe verdoppelt. Mit 1,3 Milliarden Euro an Hilfen seit 2012 ist Deutschland der drittgrößte Geber in der Syrienkrise.


Stand 31.01.2016

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