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"Nachricht der Menschlichkeit"

Nach fünfjähriger Gefangenschaft ist der 25-jährige Israeli Gilad Shalit am 18. Oktober durch einen Gefangenenaustausch freigekommen. „Ich bin erleichtert, dass Gilad Shalit endlich wieder frei ist und seine Familie nach mehr als fünf Jahren wieder in die Arme schließen kann", sagte Außenminister Westerwelle in Berlin. Die Freilassung von Gilad Shalit und der Gefangenenaustausch müsse jetzt als Chance genutzt werden, um neue Bewegung in den Nahost-Friedensprozess zu bringen. 

Das Schicksal von Gilad Shalit hat ganz Israel und auch viele darüber hinaus tief bewegt. Seine Freilassung sei eine "Nachricht der Menschlichkeit", so Westerwelle. "Dass Deutschland dabei einen Beitrag leisten konnte, das macht uns froh." Dieses deutsche Engagement sei Ausdruck der tiefen Verbundenheit mit Israel.

Außenminister Westerwelle war im November 2010 mit der Familie Shalit in Jerusalem zusammengetroffen und hatte sich bei verschiedenen Gelegenheiten für dessen Freilassung persönlich eingesetzt.

Chance für den Nahostfriedensprozess

"Die Chance, die jetzt durch diesen Austausch für den Nahostfriedensprozess enstanden ist, sollte in jedem Fall genutzt werden", so Westerwelle weiter. Hier öffne sich "vielleicht ein Fenster der Gelegenheit für neue Bewegung". Auch hier wolle Deutschland unterstützend tätig sein. Westerwelle begrüßte, dass die Gesandten des Nahost-Quartetts in wenigen Tagen die ersten Gespräche mit den Konfliktparteien planten.

Der Bundesaußenminister appellierte an alle Beteiligten, nichts zu unternehmen, was neue Chancen im Nahostfriedensprozess gefährden könnte. Westerwelle äußerte in diesen Zusammenhang auch seine Besorgnis über die israelischen Pläne, die Siedlung Givat Hamatos in Ostjerusalem auszudehnen - insbesondere wenn dies die geographische Verbindung zwischen Ostjerusalem und Bethlehem unterbrechen würde. Eine Aufgabe dieser Siedlungspläne würde hingegen "das richtige Signal senden". 


Stand 18.10.2011