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Brunei Darussalam

Beziehungen zu Deutschland

Stand: Dezember 2014

Brunei sieht in Deutschland einen Partner von wirtschaftspolitischer Bedeutung, bilateral und im Rahmen des Dialogs zwischen ASEAN (Association of South East Asian Nations) und der EU (Europäischen Union). Diplomatische Beziehungen bestehen ununterbrochen seit der Unabhängigkeit Bruneis im Jahre 1984. Der Kanzlerbesuch in Bandar Seri Begawan 1997 und der Staatsbesuch des Sultans in Deutschland 1998 sowie weitere Besuches des Sultans 2002 und 2011 sowie ein Aufenthalt des Kronprinzen 2006 zur Fußball-WM haben die Beziehungen vertieft.

Außenminister Westerwelle reiste anlässlich des EU-ASEAN-Außenministertreffens vom 25.-27.4.2012 nach Brunei, wo er u.a. mit seinem bruneiischen Amtskollegen Prinz Bolkiah zusammentraf. Eine Begegnung beider hatte es zuvor auch beim EU-ASEAN-Außenministertreffen 2010 in Madrid gegeben.

Weitere Ereignisse in jüngster Zeit waren die Gespräche des bruneiischen Gesundheitsministers Pehin Dato Adanan im November 2010 mit dem damaligen Bundesgesundheitsminister Rösler in Berlin und Besuche von Delegationen des Deutschen Bundestages in Bandar Seri Begawan im Februar 2007 und im Januar 2011.

Im April 2013 wurde zwischen dem Bundesgesundheitsministerium und dem bruneiischen Gesundheitsministerium ein „Memorandum of Understanding“ mit dem Schwerpunkt auf der Fortbildung von Ärzten und Pflegepersonal unterzeichnet. Im Gesundheitswesen gibt es seit 2010 eine erfolgreiche Unterstützung Bruneis durch das Krankenhaus Nordwest (Frankfurt am Main) beim Aufbau einer neurologischen Klinik im Jerudong Park Medical Center (JPMC) in Darussalam. Die Zusammenarbeit soll auf weitere medizinische Gebiete, die Aus-und Fortbildung von Ärzten und Pflegepersonal sowie eine  Forschungszusammenarbeit mit der Universität Brunei Darussalam ausgedehnt werden.

Das bilaterale Handelsvolumen stieg 2011 vorübergehend auf rund 346 Millionen Euro an, bewegt sich aber seit 2012 wieder im üblichen Rahmen von 50 Millionen Euro. An der wichtigsten wirtschaftlichen Aktivität des Sultanats, der Förderung von Öl und Gas, ist Deutschland nur mittelbar durch Wissenschaftler und Ingenieure, nicht aber durch deutsche Firmen, beteiligt.

Aus Deutschland werden vor allem technische „Fertigprodukte“ wie Kraftfahrzeuge, elektrotechnische Erzeugnisse und Maschinen direkt eingeführt, deutsche Verbrauchsgüter dagegen über Singapur, Großbritannien und Hongkong.

Seit Sommer 2008 entsendet das Sultanat Regierungsstipendiaten an deutsche Hochschulen (derzeit sind 20 junge Bruneier und Bruneierinnen an deutschen Hochschulen eingeschrieben). Aktuell bietet die Regierung Bruneis auch jungen Deutschen Graduierten-Stipendien für ein Studium an bruneiischen Hochschulen an. Gegenwärtig unterrichten drei Lehrkräfte (Mathematik, Biologie, Geschichte) an der Universität von Brunei Darussalam.

Seit 2008 laufen auch deutsche Kreuzfahrtschiffe wieder regelmäßig den Hafen von Bandar Seri Begawan (Muara) an.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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