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Brunei Darussalam

Beziehungen zu Deutschland

Stand: September 2016

Brunei sieht in Deutschland einen Partner von wirtschaftspolitischer Bedeutung, bilateral und im Rahmen des Dialogs zwischen ASEAN (Association of South East Asian Nations) und der EU (Europäischen Union). Diplomatische Beziehungen bestehen ununterbrochen seit der Unabhängigkeit Bruneis im Jahre 1984 seit Eröffnung  der Botschaft im Juli  1985 durch den damaligen Außenminister Genscher. Der Kanzlerbesuch in Bandar Seri Begawan 1997 und der Staatsbesuch des Sultans in Deutschland 1998 sowie weitere Besuches des Sultans 2002 und 2011 sowie ein Aufenthalt des Kronprinzen 2006 zur Fußball-WM haben die Beziehungen vertieft.

Anlässlich des EU-ASEAN-Außenministertreffens 2012 reiste der damalige Außenminister Westerwelle nach Brunei, wo er u.a. mit seinem bruneiischen Amtskollegen Prinz Bolkiah zusammentraf. Eine Begegnung beider hatte es zuvor auch beim EU-ASEAN-Außenministertreffen 2010 in Madrid gegeben.

Weitere Ereignisse in jüngster Zeit waren die Gespräche des bruneiischen Gesundheitsministers Pehin Dato Adanan im November 2010 mit dem damaligen Bundesgesundheitsminister Rösler in Berlin und Besuche von Delegationen des Deutschen Bundestages in Bandar Seri Begawan im Februar 2007 und im Januar 2011.

Im April 2013 wurde zwischen dem Bundesgesundheitsministerium und dem bruneiischen Gesundheitsministerium ein „Memorandum of Understanding“ mit dem Schwerpunkt auf der Fortbildung von Ärzten und Pflegepersonal unterzeichnet. Im Gesundheitswesen gibt es seit 2010 eine erfolgreiche Unterstützung Bruneis durch das Krankenhaus Nordwest (Frankfurt am Main) beim Aufbau einer neurologischen Klinik im Jerudong Park Medical Center (JPMC) in Darussalam. Die Zusammenarbeit soll auf weitere medizinische Gebiete, die Aus-und Fortbildung von Ärzten und Pflegepersonal sowie   die  Forschungszusammenarbeit  deutscher Universitäten mit der Universität Brunei Darussalam  wird gegenwärtig ausgedehnt. 

Das Volumen im bilateralen Warenhandel   erreichte 2011 mit rund 346 Mio. Euro  seinen Höhepunkt, 2015 waren es 151 Mio. Euro, davon 150 Mio. Ausfuhr nach Brunei.  An der wichtigsten wirtschaftlichen Aktivität des Sultanats, der Förderung von Öl und Gas, ist Deutschland nur mittelbar durch Wissenschaftler und Ingenieure, nicht aber durch deutsche Firmen oder Investitionenbeteiligt.

Aus Deutschland werden vor allem technische „Fertigprodukte“ wie Kraftfahrzeuge, elektrotechnische Erzeugnisse und Maschinen direkt eingeführt, deutsche Verbrauchsgüter dagegen über Singapur, Großbritannien und Hongkong.

Seit Sommer 2008 entsendet das Sultanat Regierungsstipendiaten an deutsche Hochschulen (derzeit sind 20 junge Bruneier und Bruneierinnen an deutschen Hochschulen eingeschrieben). Aktuell bietet die Regierung Bruneis auch jungen Deutschen Graduierten-Stipendien für ein Studium an bruneiischen Hochschulen an. Gegenwärtig unterrichten i   zwei Lehrkräfte, (Biologie und  Geschichte)  sowie eine Gastdozentin (Sozialwissenschaften) an der Universität von Brunei Darussalam.

Seit 2008 laufen auch deutsche Kreuzfahrtschiffe wieder regelmäßig den Hafen von Bandar Seri Begawan (Muara) an.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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