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Sambia

Wirtschaft

Stand: März 2014

Aktuelle Lage und Entwicklungstendenzen

Sambia ist ein politisch stabiles Land. Es verfügt über reiche Bodenschätze (vor allem Kupfer, Kobalt, Edelsteine) und große Wasserressourcen, ein insgesamt gemäßigtes Klima und ausgedehnte landwirtschaftlich nutzbare Flächen. Durch die Viktoriafälle, den Karibasee und mehrere Nationalparks mit hoher Wildtierdichte sowie anderer landschaftlich reizvoller Attraktionen verfügt das Land zudem über ein enormes touristisches Potenzial.

Im Jahr 2013 betrug das wirtschaftliche Wachstum ca. 6 Prozent. Das Budgetdefizit der Zentralregierung betrug 2011 rund 3 Prozent des sambischen Bruttosozialprodukts. Für das Jahre 2012 wurde infolge umfangreicher staatlicher Investitionen ein Anstieg auf 4,3 Prozent erwartet. Wegen des gestiegenen Pro-Kopf-Einkommens, wird  Sambia von der Weltbank nicht mehr als "low income country" (bis 1005 US-Dollar) klassifiziert, sondern als "lower middle income country" (1.006 – 3.975 US-Dollar).

Die Inflationsrate ist in den letzten Jahren relativ stabil und betrug im Jahresdurchschnitt 2013 ca 7,5 Prozent.

Sambias Auslandsverschuldung hat sich im Jahr 2013 auf 3,63Milliarden US-Dollar erhöht (2012: 2,5 Milliarden US-Dollar). Die gesamte (interne und externe) öffentliche Verschuldung entsprach im gleichen Jahr ca. 30 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.


Wichtige Wirtschaftszweige

Die wichtigsten Wirtschaftszweige Sambias sind der Bergbau, die Landwirtschaft, das Bauwesen und der Groß- und Einzelhandel. Zusätzlich stützte sich das Wirtschaftswachstum in den vergangenen Jahren auf signifikante Zuwächse im Bereich Transport und Kommunikation, Tourismus, sowie im Dienstleistungssektor.


Außenhandel

Im Jahr 2012 belief sich der Wert aller Warenexporte aus Sambia auf circa 7,9 MilliardenUS-Dollar (vgl. 2011: 8,7 Milliarden US-Dollar), der aller Einfuhren auf circa 9,4 Milliarden US-Dollar (vgl. 2011  6,5 Milliarden US-DollarÜber die letzten Jahre hinweg stieg der Wert der Importe nach Sambia kontinuierlich an, weshalb 2012 zum ersten Mal ein Handelsbilanzdefizit  entstand.

Die mit Abstand wichtigsten Exportgüter bleiben Kupfer und andere Bergbauprodukte (circa 80 Prozent). Ein positiver Trend im Bereich der Non-traditional-Exports (NTE) hat sich gefestigt, diese machen mittlerweile konstant circa 20 Prozent der sambischen Exporte aus. Die wichtigsten Einfuhrgüter sind neben Rohstoffen, die hauptsächlich aus den Nachbarländern kommen, Maschinen und Fahrzeuge sowie weitere Investitionsgüter für den Bergbau. Der bedeutendste Handelspartner ist Südafrika. Im Exportbereich zählten China, Indien, die Demokratische Republik Kongo und Südafrika zu den wichtigsten Zielländern.2012 standen laut Destatis deutschen Importen aus Sambia im Wert von ca. 32 Millionen Euro Exporte nach Sambia in Höhe von 90 Millionen Euro gegenüber. EIU hat hier stark abweichende Werte (geschätzte 60 Mio € bzw. geschätzte 100 Mio €) aufgrund unterschiedlicher Zuordnung von Im- /Exporten über Drittländer /Endlandzuordnung.Sambia ist durch seine Mitgliedschaft in der Southern African Development Community (SADC) und im Common Market for Eastern and Southern Africa (COMESA) in die Regionalwirtschaft einbezogen. Zusätzlich zur SADC und dem COMESA ist der asiatische Wirtschaftsraum für sambische Im- und Exporte von großer Bedeutung.


Umweltpolitik

Der Schutz der Umwelt und der natürlichen Ressourcen ist ein wichtiges Thema des Sechsten Nationalen Entwicklungsplanes (2011–2015) Sambias, in der Überarbeitung allerdings kein eigener Schwerpunkt mehr. Der Fokus liegt auf der Vermeidung/Umkehr der fortschreitenden Entwaldung, dem Erhalt der Wildtierbestände sowie einer Verhinderung der Verarmung und Verminderung der Natur und von Feuchtbiotopen. Hierzu gehören u.a. Wiederaufforstungen, nachhaltiges Landmanagement, die Aussetzung von Nashörnern in verschiedenen Natur- und Nationalparks sowie die Überprüfung und Stärkung rechtlicher Rahmenbedingungen für den Schutz und Erhalt der Umwelt (Novellierung des Forstgesetzes, der Naturschutzgesetzgebung und des Kulturerbegesetzes).

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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