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Thailand

Außenpolitik

Stand: September 2014

Grundlagen der Außenpolitik

Ein wichtiger Pfeiler der thailändischen Außen- und Sicherheitspolitik ist die traditionell enge Sicherheitspartnerschaft mit den USA sowie die Ausgestaltung der Beziehungen zu den asiatischen Nachbarstaaten. Nach dem Militärputsch vom 22. Mai 2014 konzentrierte sich der Militärrat zunächst auf die Innenpolitik, seit September 2014 gibt es aber eine Übergangsregierung mit General Thanasak Patimaprakorn als neuem Außenminister.

Eine Vertiefung der Zusammenarbeit innerhalb der südostasiatischen Staatengemeinschaft ASEAN, in der Thailand eine wichtige Rolle einnimmt, ist, neben einer engagierten Politik im Rahmen der Vereinten Nationen, eines der wichtigsten politischen Langfristziele der thailändischen Außenpolitik. Viel Aufmerksamkeit nehmen die Vorbereitungen zur weiteren wirtschaftlichen Integration ASEANs zur ASEAN Economic Community (AEC) 2015 in Anspruch.

Thailand unterhält ebenfalls enge und gute Beziehungen zu China, mit dem es keine Territorialstreitigkeiten hat. Seit 2012 nimmt Thailand die Rolle des Länderkoordinators für die Beziehungen ASEANs zu China ein. Im Oktober 2013 besuchte der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang Thailand.

Auch zu Japan hat Thailand enge politische und vor allem wirtschaftliche Beziehungen. Japan ist der größte ausländische Investor und wichtigste Handelspartner Thailands. Im Januar 2013 war Ministerpräsident Abe zu Besuch.

Thailand hat traditionell gute Beziehungen zur Europäischen Union und ihren Mitgliedsstaaten und gilt als wichtiger Partner innerhalb der ASEAN. Im März 2013 wurden Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Thailand aufgenommen, die jedoch seit dem Militärputsch nur auf technischer Ebene fortgeführt werden.

Das Verhältnis zum Nachbarn Kambodscha hat sich in den letzten Jahren verbessert. Auch die neue Übergangsregierung strebt enge Kontakte mit dem Nachbarland an, um eine Lösung für die bisher ungelösten Fragen der Ziehung von Land- und Seegrenzen sowie für den Konflikt im Süden Thailands zu finden. Im Februar 2011 war es zu einzelnen bewaffneten Auseinandersetzungen um den Tempel Preah Vihear gekommen. Intensive diplomatische und militärische Gesprächskontakte konnten die Beziehungen seitdem jedoch spürbar verbessern. Im November 2013 sprach der Internationale Gerichtshof in Den Haag einen Teil des umstrittenen Gebietes Kambodscha zu, ließ indes für den Großteil des Gebietes Raum für eine bilaterale Verhandlungslösung.

Die Regierung setzt auf den Demokratisierungsprozess im Nachbarland Myanmar. Thailand kann von einer Öffnung Myanmars politisch und wirtschaftlich profitieren.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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