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Staatsaufbau und innenpolitische Lage
Stand: März 2013
Guyana wurde 1966 unabhängig. Seit 1970 ist es eine Republik mit einem exekutiven Präsidenten (seit Dezember 2011 Donald Ramotar). Zum Präsidenten wird der Kandidat der Partei ernannt, die bei den Parlamentswahlen die meisten Stimmen erhält. Er ernennt das Kabinett und bestimmt die Richtlinien der Politik.
Die Nationalversammlung besteht aus 65 Mitgliedern. 40 werden alle fünf Jahre in allgemeiner Wahl nach dem Verhältniswahlrecht, 25 von den Provinzen gewählt.
Die Justiz ist nach der Verfassung unabhängig und gliedert sich in vier Instanzen: Amtsgerichte, Obergericht, Berufungsgericht und Caribbean Court of Justice mit Sitz in Trinidad als Revisionsinstanz.
Das Land ist in 10 Provinzen aufgeteilt, die von den Vorsitzenden der gewählten Provinzräte verwaltet werden. Die letzten Kommunalwahlen haben 1993 stattgefunden, die turnusgemäß für 1997 vorgesehenen erneuten Wahlen wurden kontinuierlich verschoben.
Das politische Leben wird vom Antagonismus der indisch- und afrikanischstämmigen Bevölkerungsteile bestimmt. Bis 1992 dominierte der überwiegend von Afrikanischstämmigen gewählte People's National Congress, der vorübergehend ein sozialistisches System einführte. Bei der Wahl von 1992 kam die hauptsächlich von Indischstämmigen gewählte People's Progressive Party an die Macht, die sie bei den Wahlen von 1997, 2001 und 2006 verteidigte. Bei den Wahlen vom 28.11.2011 verfehlte sie die absolute Mehrheit knapp, Regierung und von der Opposition dominiertes Parlament befinden sich seitdem im Dauerkonflikt.
Hinweis
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.
