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Die Akademie Auswärtiger Dienst

Studieren in Europa, Wohnen in Amerika, mit Diplomaten aus der Mongolei in Australien diskutieren – und das alles an einem Tag: In der Akademie Auswärtiger Dienst in Berlin, deren Seminar- und Unterkunftsgebäude die Namen der Kontinente tragen, ist dies möglich.

Die Akademie Auswärtiger Dienst ist für die Aus- und Fortbildung der Angehörigen des Auswärtigen Dienstes verantwortlich. Ihre Mitarbeiter informieren bei Ausbildungsmessen, an Schulen und an Universitäten über Ausbildung und Karriere im Auswärtigen Amt und führen anspruchsvolle Auswahlverfahren für Bewerberinnen und Bewerber durch.

Die Akademie bildet nicht nur den eigenen Nachwuchs aus, sondern fördert mit ihrer internationalen Diplomatenausbildung junge Diplomaten aus über 80 Ländern. Praxisnah werden Sie auf die gemeinsamen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts vorbereitet. Die internationale Diplomatenausbildung und der Großteil der Fortbildung finden in der Zentrale des Auswärtigen Amtes am Werderschen Markt statt.

Seit Anfang 2006 ist die Akademie Auswärtiger Dienst auf einem vierzehn Hektar großen parkähnlichen Gelände auf der Halbinsel Reiherwerder am Tegeler See in Berlin untergebracht, das einst der Industriellenfamilie Borsig gehörte. Die bestehenden, zum Teil aus der Kaiserzeit stammenden Gebäude wurden renoviert und um vier Neubauten ergänzt.

In den Hörsälen der Akademie werden die Anwärterinnen und Anwärter des mittleren, gehobenen und höheren Auswärtigen Dienstes sowie Fortbildungsteilnehmer in Fächern wie Zivilrecht, Völkerrecht, Volkswirtschaftslehre, Englisch und Französisch unterrichtet. Sie wohnen überwiegend in den vier Appartmenthäusern auf dem Gelände.

Die Ausbildungsteams sind in dem ehemaligen Wohnhaus der Familie Borsig untergebracht. Im ehemaligen Gärtner- und Maschinenhaus, das in Erinnerung an den früheren Sitz der Akademie nach dem Bonner Stadtteil "Ippendorf" benannt wurde, befindet sich die Verwaltung der Akademie.

Auf dem Gelände in Reiherwerder liegt das Gästehaus des Bundesaußenministers, die Villa Borsig, ein neobarockes Schloss aus dem Jahre 1912. Hier bespricht der Bundesaußenminister mit seinen Kolleginnen und Kollegen aus anderen Staaten aktuelle außenpolitische Themen. Das Bundeskabinett unter Vorsitz von Bundeskanzlerin Merkel hat bereits in der Villa Borsig getagt. Während der EU- und G8-Präsidentschaft Deutschlands 2007 wurde die Villa Borsig als Tagungsort für hochrangige multilaterale Treffen genutzt.

Villa Borsig: ein kleiner geschichtlicher Exkurs, nicht barrierefrei (PDF, 118 KB)

Auch wer nicht dem Auswärtigen Amt angehört, kann in unmittelbarer Nachbarschaft zur Akademie Auswärtiger Dienst den Blick auf den Tegeler See genießen: Und zwar im Seepavillon, dem ehemaligen französischen Offizierskasino. Dieser dient der Akademie Auswärtiger Dienst als Kantine, ist aber saisonal an einigen Nachmittagen sowie an Wochenenden auch für die Öffentlichkeit geöffnet.

Mehr Informationen zum Seepavillion und zu den Öffnungszeiten:

www.seepavillon-tegeler-see.de

Nicht ohne Grund wurde das Gelände der Akademie Auswärtiger Dienst von einer Berliner Tageszeitung als der "schönste Campus Berlins" bezeichnet.