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Burkina Faso

Beziehungen zu Deutschland

Stand: Oktober 2011

Politische Beziehungen

Die Bundesrepublik Deutschland und Burkina Faso unterhalten seit 1960 diplomatische Beziehungen. Zur Festigung dieser Beziehungen tragen zahlreiche Städte- und Vereinspartnerschaften sowie Aktivitäten von Nichtregierungsorganisationen bei, die zu einem dichten Netz persönlicher und institutioneller Kontakte geführt haben. Im März 2004 hielt sich der burkinische Präsident Blaise Compaoré zu einem offiziellen Besuch in Deutschland auf und besuchte dabei Berlin, Potsdam und Bremen. Am 12. Februar 2008 kam Bundesaußenminister Steinmeier zu einem Arbeitsbesuch nach Ouagadougou.

Entwicklungspolitische und wirtschaftliche Beziehungen

Schwerpunkt in den bilateralen Beziehungen ist die Entwicklungszusammenarbeit auf den Gebieten Landwirtschaft, Wasser und Dezentralisierung. Weitere Felder der Zusammenarbeit sind reproduktive Gesundheit, HIV/Aids, Menschenrechte, insbesondere für Frauen und Kinder, sowie Unterstützung der Reform der öffentlichen Finanzen und makro-ökonomische Beratung. Die deutschen Zusagen in der Entwicklungszusammenarbeit betrugen bis Ende 2010 919 Millionen Euro. Für den Zeitraum 2008 bis 2010 wurden im Rahmen der staatlichen Entwicklungszusammenarbeit 95 Millionen Euro bereitgestellt.

Zur Zeit arbeiten 25 Entwicklungshelfer und 12 Entsandte der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Burkina Faso. Die GIZ entstand am 1. Januar 2011 durch die Fusion der drei Durchführungsorganisationen Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), Deutscher Entwicklungsdienst (DED) und InWEnt (Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH). Außerdem hat auch die KfW ein Büro in Ouagadougou. Darüber hinaus sind noch diverse Nichtregierungsorganisationen tätig.

Der kommerzielle Handelsaustausch ist sehr gering bei starken Überschüssen der deutschen Seite. Seit Oktober 2009 besteht ein Investitionsschutzvertrag zwischen Deutschland und Burkina Faso. Burkina Faso genießt Einfuhrpräferenzen im Rahmen des Cotonou-Abkommens der EU.

Kulturelle Beziehungen

Im Zentrum der kulturellen Beziehungen steht die Förderung der deutschen Sprache. Über 36.300 Deutschschüler werden an den Sekundarschulen von 235 einheimischen Lehrern unterrichtet. Seit 1982 besteht die Deutschabteilung an der Universität Ouagadougou, seit 1997 mit der Möglichkeit zur Erlangung einer Maîtrise. Über 400 Studenten sind eingeschrieben. Seit September 2008 besteht in Ouagadougou ein Verbindungsbüro des Goethe-Instituts in Abidjan. Zwei burkinische Gymnasien nehmen an der Partnerschulinitiative des AA/GI teil. 2011 haben erstmals burkinische Schüler am Internationalen Preisträgerprogramm des PAD teilgenommen.

Im universitären Bereich gibt es zahlreiche Kooperationsprojekte.

Das Lektorat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) an der Universität Ouagadougou ist seit 2007 wieder besetzt.

Im Rahmen der Sportförderung unterstützt die Botschaft ein 2006 gegründetes Fußballprojekt für Straßenkinder. Ferner nehmen burkinische Trainer regelmäßig an Fortbildungsmaßnahmen der Universität Leipzig teil. 2011 hat erstmals seit 15 Jahren wieder ein deutsches Radsportteam an der Tour du Faso teilgenommen.

Anfang 2010 gründete der deutsche Künstler Christoph Schlingensief bei Ouagadougou ein "Operndorf"-Projekt, dessen angegliederte Schule im Oktober 2011 eingeweiht wurde.



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.