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Kiribati

Beziehungen zwischen Kiribati und Deutschland

Stand: April 2015

Politische Beziehungen

Mit der Erlangung der Unabhängigkeit wurde Kiribati von der Bundesrepublik Deutschland völkerrechtlich anerkannt. Diplomatische Beziehungen wurden am 1. Juli 1980 aufgenommen. Die deutsche Botschafterin in Wellington/Neuseeland ist auch in Kiribati akkreditiert.

Die bilateralen Beziehungen wachsen beständig. Deutschlands Ansehen in der Bevölkerung ist durch die Beschäftigung zahlreicher kiribatischer Seeleute auf deutschen Schiffen recht hoch. 1967 wurde eine Seefahrtsschule von deutschen Reedern eingerichtet. Sie wird noch heute von deutschen Experten betreut und ist eine wichtige Devisenquelle des Landes.

Staatspräsident Tong besuchte zusammen mit sieben anderen Staats- und Regierungschefs aus der südpazifischen Region im Dezember 2009 Berlin und Potsdam.


Wirtschaftliche Beziehungen

Der bilaterale Handelsaustausch ist relativ unbedeutend und statistisch nicht beziffert.

Von großer Bedeutung für die Volkswirtschaft Kiribatis ist dagegen die Tätigkeit kiribatischer Seeleute auf deutschen Handelsschiffen. Deutsche Reedereien stellen Ausbildungspersonal an der Seemannsschule der Hauptstadt und unterhalten ein Vermittlungsbüro für kiribatische Seeleute. Mehr als 1.000 von ihnen sind derzeit an deutsche Reedereien vermittelt. Sie überweisen jährlich über 5 Mio. USD nach Hause. Diese Zahlungen stellen – gemeinsam mit der Vergabe von Fischereilizenzen - die größten Deviseneinnahmequellen des Landes dar. Deutschland leistet über die EU substanzielle Beiträge zur Entwicklung des Landes. 

In entwicklungspolitischer Hinsicht ist die Bundesrepublik Deutschland über Kleinstprojekte der Technischen Zusammenarbeit in Kiribati präsent. Hierzu zählen eine Schutzmauer gegen Fluten in Rawanawii auf Marakei Island sowie Küchenutensilien für drei weiterführende Schulen. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) führt zudem verschiedene Projekte auf den Pazifikstaaten durch, von denen auch Kiribati profitiert. So stärkt das Regionalvorhaben „Anpassung an den Klimawandel in der pazifischen Inselregion“ durch Beratungsleistungen die Kapazitäten zur Anpassung an den Klimawandel in der Region. Auch ein Projekt der GIZ zur Verbesserung des Managements der Meeres- und Küstenbiodiversität, das bis 2018 laufen wird, wird unter anderem in Kiribati durchgeführt. Ansonsten trägt Deutschland über seine Beiträge zum Europäischen Entwicklungfonds der EU zur Entwicklung Kiribatis bei. Schwerpunkte sind besonders das Gesundheitswesen, aber auch landwirtschaftliche Entwicklung, alternative Energiequellen und Berufsausbildung.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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