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Kiribati

Beziehungen zwischen Kiribati und Deutschland

Stand: Oktober 2012

Politische Beziehungen

Mit der Erlangung der Unabhängigkeit wurde Kiribati von der Bundesrepublik Deutschland völkerrechtlich anerkannt. Diplomatische Beziehungen wurden am 1. Juli 1980 aufgenommen. Der deutsche Botschafter in Wellington/Neuseeland ist auch in Kiribati akkreditiert.

Die bilateralen Beziehungen wachsen beständig. Deutschlands Ansehen in der Bevölkerung ist durch die Beschäftigung zahlreicher kiribatischer Seeleute auf deutschen Schiffen recht hoch. 1967 wurde eine Seefahrtsschule von deutschen Reedern eingerichtet. Sie wird noch heute von deutschen Experten betreut und ist Basis für die wichtigste Devisenquelle des Landes.

Staatspräsident Tong besuchte zusammen mit sieben anderen Staats- und Regierungschefs aus der südpazifischen Region im Dezember 2009 Berlin und Potsdam.


Wirtschaftliche Beziehungen

Der bilaterale Handelsaustausch ist relativ unbedeutend und statistisch nicht beziffert.

Von großer Bedeutung für die Volkswirtschaft Kiribatis ist dagegen die Tätigkeit kiribatischer Seeleute auf deutschen Handelsschiffen. Deutsche Reedereien stellen Ausbildungspersonal an der Seemannsschule der Hauptstadt und unterhalten ein Vermittlungsbüro für kiribatische Seeleute. Mehr als 1.000 von ihnen sind derzeit an deutsche Reedereien vermittelt. Sie überweisen jährlich über 5 Mio. USD nach Hause. Diese Zahlungen stellen - neben der Vergabe von Fischereilizenzen - die größte Deviseneinnahmequelle des Landes dar. Deutschland leistet über die EU substanzielle Beiträge zur Entwicklung des Landes. 

In entwicklungspolitischer Hinsicht ist die Bundesrepublik Deutschland über Kleinstprojekte der Technischen Zusammenarbeit in Kiribati präsent. 2011 werden Projekte mit insgesamt über 11.000 EUR gefördert. Hierzu zählen eine Schutzmauer gegen Fluten in Rawanawii auf Marakei Island sowie Küchenutensilien für drei weiterführende Schulen. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) führt zudem verschiedene Projekte auf den Pazifikstaaten durch, von denen auch Kiribati profitiert. Das derzeitige Regionalvorhaben „Anpassung an den Klimawandel in der pazifischen Inselregion“ soll zwischen 2009-2015 durch Beratungsleistungen die Kapazitäten zur Anpassung an den Klimawandel in der Region stärken. Das Fördervolumen für die Gesamtlaufzeit bis 2015 beträgt 17,2 Mio. Euro.

Ansonsten trägt Deutschland über seine Beiträge zum Europäischen Entwicklungfonds der EU zur Entwicklung Kiribatis bei. Schwerpunkte sind besonders das Gesundheitswesen, aber auch landwirtschaftliche Entwicklung, alternative Energiequellen und Berufsaubildung.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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