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Dominica

Wirtschaft

Stand: März 2014

Dominica gehört mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf von etwa 6000 € im Jahr zu den wirtschaftlich schwächsten Staaten der östlichen Karibik. Bei der menschlichen Entwicklung liegt Dominica mit Platz 72 (von 186) auf einem von den Vereinten Nationen erstellten Index hingegen im oberen Mittelfeld. 2012 hat Dominica eine kohlenstoffarme, dem Klimawandel angepasste Entwicklungsstrategie für die Zeit bis 2020 beschlossen.

Den höchsten Anteil an der Wertschöpfung haben Dienstleistungen mit knapp 72% des BIP, allein der Tourismus 30%. Die Landwirtschaft ist zwar nur für 13% des Bruttoinlandsprodukts und 27% der Ausfuhren verantwortlich, aber fast ein Drittel der Erwerbstätigen ist dort beschäftigt. Das Land ist sehr verletzlich gegenüber Naturkatastrophen sowie internationalen Preisschwankungen. Die Bananenerzeugung hat mit 35 % der Exporte von Agrarprodukten und 11 % der Gesamtwarenexporte den größten Anteil am Agrarsektor. Hinzu kommt die starke Einfuhrabhängigkeit: Die Einfuhren von knapp 261 Mio. USD stehen Ausfuhren in Höhe von etwa 166 Mio. USD gegenüber.

Die Regierung hatte 2003 begonnen, strukturelle Reformen (u.a. im Steuersystem) umzusetzen. Seither wurde regelmäßig ein vergleichsweise hohes Wirtschaftswachstum erreicht. Die hohe Verschuldung des Landes konnte seitdem von 128% auf 67% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zurückgeführt werden. Die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise 2009 hat Dominicas Volkswirtschaft dank restriktiver Kreditvergabe und antizyklischer fiskalischer Gegenmaßnahmen glimpflich überstanden, ist seitdem aber kaum gewachsen. Es herrscht Deflation. Arbeitslosenquote und Armutsrate bleiben mit 14% bzw. 29% hoch, wenngleich mit fallender Tendenz. Die ausländischen Direktinvestitionen sind zuletzt leicht gestiegen, obwohl das Land auf dem Geschäftsklimaindex der Weltbank vom 68. auf den 77. Platz zurück gefallen ist.

Dominica ist Mitglied der Organisation Ostkaribischer Staaten (OECS) und der OECS-Währungsunion, die durch die ostkaribische Zentralbank (ECCB) koordiniert wird. Alle OECS-Staaten haben den an den US-Dollar gekoppelten ostkaribischen Dollar als gesetzliches Zahlungsmittel.

Als Unterzeichnerstaat des Petrocaribe-Abkommens sowie als Mitglied von ALBA („Bolivarianische Alternative für die Völker unseres Amerika“) erhält Dominica Unterstützung durch Venezuela. Im Dezember 2013 bewilligte die Volksrepublik China ein Darlehen über 300 Mio. USD für den Bau eines Hotels, eines Krankenhauses und eines internationalen Flughafens.

Dominica gilt wie viele kleine Inselstaaten als besonders gefährdet durch die Folgen des Klimawandels. Die einheimische Seegrasart S. Filiforme wurde in den letzten Jahren bereits allmählich durch die aus dem Indischen Ozean eingeschleppte Halophilia stipulacae verdrängt.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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