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Auswärtiges Amt unterstützt Kleinwaffenkontrolle in Lateinamerika

Deutschland fördert 2013 und 2014 erneut durch Ausbildungsmaßnahmen und Seminare die Kleinwaffenkontrolle in einigen der von bewaffneter Gewalt weltweit am meisten betroffenen Staaten in Zentralamerika. 

Bereits 2012 hatte Deutschland zentralamerikanische Staaten mit 200.000 Euro für die die Fortbildung von Entscheidungsträgern in Polizei und Justiz im Zusammenhang mit Gewaltdelikten sowie beim Umgang mit Feuerwaffen und Munition bei der Verbrechensbekämpfung unterstützt. Das gegenwärtige Folgeprojekt wird mit 220.000 Euro gefördert.

Die Serie von Seminaren und Fortbildungsmaßnahmen, die in mehreren zentralamerikanischen Staaten und in Mexiko stattfinden, vermittelt auch Empfehlungen für die Politik und die Gesetzgebung. Dabei spielt auch die Vorbereitung auf den zukünftigen Vertrag über Waffenhandel (Arms Trade Treaty - ATT) eine wichtige Rolle; die Maßnahmen dienen u.a.  dazu eine Endverbleibserklärung für Waffenexporte (end user certificate) zu entwickeln, welche bestehende internationale Standards und Regularien berücksichtigt. Ein weiterer Abschnitt des Projekts widmet sich gezielt der Ausbildung der Frauen in Justiz und Polizei. Die Seminare werden von der Regionalorganisation der Vereinten Nationen für Frieden und Sicherheitspolitik für Lateinamerika mit Sitz in Lima, UNLiREC konzipiert und durchgeführt. Das Projekt findet in enger Abstimmung mit der Regionalorganisation SICA (Sistema de Integración Centroamericana) statt und ist Teil der Sicherheitsstrategie für Zentralamerika.

Bewaffnete Gewalt stellt in vielen Staaten Zentralamerikas eine der wichtigsten Herausforderungen dar. Die Mordraten in einigen Ländern der Region gehören zu den höchsten weltweit. Abgesehen von der Tragik für die Opfer und ihre Familien bedeutet die bewaffnete Gewalt ein zentrales Hemmnis für die Entwicklung.


Stand 02.01.2014