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Philippinen

Kultur- und Bildungspolitik

Stand: August 2017

Grundlinien der Kultur- und Bildungspolitik

Auf den mehr als 7.100 Inseln der Philippinen herrscht eine sprachliche und ethnische Vielfalt (Dutzende von Dialekten, Hauptsprache Tagalog für die meisten Filipinos Zweitsprache, Indigene Bevölkerung). Daher wird die Förderung von Erziehung, Kunst und Kultur als wichtiges Element für die Herausbildung eines philippinischen Nationalbewusstseins gesehen. Die Altersstruktur mit ca. 53% der Filipinos unter 26 Jahren verschafft dem allgemeinbildenden Schulsystem eine zentrale Bedeutung für die Entwicklung des Landes.


Kunst- und Kulturförderung

Die Haushaltsmittel für Kunst- und Kulturförderung sind vergleichsweise gering. Bei Maßnahmen des Erhalts von kulturellem Erbe sind die Philippinen auf internationale Unterstützung angewiesen. Um die Förderung der Künste kümmert sich vor allem die halbstaatliche National Commission for Culture and the Arts (NCCA), die diverse örtliche Kulturaktivitäten bezuschusst. Ihr unterstellt ist das Cultural Center of the Philippines, die auf den Gebieten Musik und Tanz führende Institution.

Wichtiger Teil der philippinischen Kultur sind die unzähligen lokalen Fiestas. Gerade der Bereich Musik ist nach wie vor Kernbereich des philippinischen Kulturlebens. Private Akteure, auch große private und im Staatsbesitz befindliche Konzerne, betätigen sich in erheblichem Ausmaß bei der Kunst- und Kulturförderung, zum Beispiel in Form eigener Museen, Konzertsäle oder Sponsoring von Veranstaltungen.


Bildungswesen

Das nach amerikanischem Vorbild konzipierte Bildungswesen besteht aus überwiegend staatlichen Primär- und Sekundarschulen und fast ausschließlich privaten oder kirchlich betriebenen Colleges und Universitäten. Die Alphabetisierungsrate ist hoch, jedoch gibt es viele Schulabbrecher. Die staatlichen Schulen sind gekennzeichnet durch große Klassenstärken, Mangel an Lehrmitteln und schlecht bezahlte Lehrer.

Durch eine nationalen Bildungsreform („K-to-12"-Programm) wurde die Schulzeit in diesem Jahr von zehn auf zwölf Jahre verlängert. Erste Absolventen der neu eingeführten Senior High School wird es im Sommer 2018 geben. Dafür wurden/werden die Curricula der Schul- und Hochschulausbildung angepasst. Das Hauptaugenmerk liegt auf einer verbesserten Vorbereitung der Schüler auf eine spätere Berufstätigkeit. Die Förderung der beruflichen Ausbildung ist auch Gegenstand der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit.

Bachelorstudiengänge dauern vier bis fünf Jahre, anschließend kann nach weiteren zwei Jahren ein Masterabschluss erlangt werden. Die staatlichen Hochschulen leiden unter knappen Budgets, während sich private Hochschulen über hohe Studiengebühren finanzieren.

Englisch als Geschäftssprache ist ein wichtiger Standortfaktor für den lokalen und globalen Arbeitsmarkt und beeinflusst die Wettbewerbsfähigkeit der philippinischen Arbeitskräfte.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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