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Brasilien

Zum Jahreswechsel 2010/2011 gab es in Brasilien starke Regenfälle, die zu heftigen Überschwemmungen und Erdrutschen führten. Von der Naturkatastrophe betroffen waren circa 120.000 Menschen. Deutschland half umgehend mit 170.000 Euro.

Allgemeine Lage

Reichtum und Armut liegen in Brasilien oft dicht nebeneinander. An den Berührungspunkten, vor allem in Großstädten wie Rio de Janeiro oder São Paulo, zeigen sich soziale Probleme: Hunger, Bettelei, Verwahrlosung sog. "Straßenkinder", Drogen, Kriminalität und Bandenbildung. In der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts war Brasilien bekannt für Inflationsperioden und große konjunkturelle Schwankungen, die das Land in seiner Entwicklung immer wieder zurückwarfen.

Überschwemmungen

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© humedica e.V.

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Überschwemmungen

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Dilma Rousseff, (Arbeiterpartei – PT) setzt seit Jaunar 2011 als Nachfolgerin des davor seit 2003 regierenden Staatspräsidenten Luiz Inácio Lula da Silva (PT) eine erfolgreiche Politik fort, in deren Rahmen es gelungen ist, die Wirtschaft des Landes zu konsolidieren, durch Wachstum Arbeitsplätze zu schaffen und die Lage der ärmeren Bevölkerungsschichten zu verbessern. Das Sozialhilfeprogramm "Bolsa Família" erreicht circa 50 Millionen Menschen.

Brasilien ist inzwischen die acht wichtigste Volkswirtschaft der Welt und wird zu den klassischen Schwellenländern BRIC (Brasilien, Indien, China und Rußland) gezählt.

Brasilien ist allerdings trotzdem noch von starken sozialen und regionalen Gegensätzen geprägt. Der Süden verfügt z.B. über vergleichsweise moderne Wirtschaftsstrukturen; der Norden und Nordosten gelten demgegenüber traditionell als rückständig und arm.

Größere Naturkathastrophen können daher schnell zu einem akutem humanitärem Bedarf führen.

Humanitäre Lage

Zum Jahreswechsel 2010/2011 gab es in Brasilien starke Regenfälle, die vor allem in den Regionen Teresópolis und Nova Friburgo (rund 100 km von Rio de Janeiro) zu Erdrutschen und Überschwemmungen zweier Flüsse führten. Diese sommerlichen Unwetter stellten die schlimmste Naturkatastrophe  in den letzten 50 Jahren in Brasilien dar.

Direkt von den Erdrutschen betroffen waren circa 120 000 Menschen von den an Berghängen unter prekären Umständen lebenden Einwohnern der Armenviertel (Favelas / Slums). Insgesamt wurden über 650 Tote geborgen, über 15 000 Menschen sind selbst obdachlos geworden.

Humanitäre Hilfe des Auswärtigen Amts

Mitarbeiter von humedica bei der Verteilung von Hilfsgüter

Mitarbeiter von humedica bei der Verteilung von Hilfsgüter
© humedica e.V.

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Mitarbeiter von humedica bei der Verteilung von Hilfsgüter

Mitarbeiter von humedica bei der Verteilung von Hilfsgüter

Mitarbeiter von humedica bei der Verteilung von Hilfsgüter

Das Auswärtige Amt hat nach den Überschwemmungen schwerpunktmäßig Hilfsmaßnahmen bei Nova Friburgo unterstützt und mit einem Betrag von 170.000 Euro gefördert, in deren Rahmen die Verteilung von non food items, wie Zelten, Decken und Kochgeschirr erfolgte. Hinzu kam die Unterstützung der Bevölkerung durch die Verteilung von Medikamenten und durch medizinische Versorgung. Als Vorsorgemaßnahme erfolgten auch Hygieneschulungen, um der Gefahr der Ausbreitung von Ansteckungskrankheiten durch die Überschwemmungen zu begegnen. Die Hilfsmaßnahmen wurden von der deutschen Nichtregierungorganisation humedica zusammen mit eine brasilianischen Partner durchgeführt.

Weitere Informationen unter www.humedica.org


Stand 09.05.2011

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