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Montenegro

Beziehungen zu Deutschland

Stand: März 2014

Im Vordergrund der deutschen und europäischen Politik gegenüber Montenegro steht die Unterstützung für den politischen und wirtschaftlichen Reformkurs im Rahmen der EU-Annäherung. Montenegro hat im Dezember 2008 seinen EU-Beitrittsantrag gestellt und im Dezember 2010 Kandidatenstatus erhalten. Am 29. Juni 2012 wurden die EU-Beitrittsverhandlungen mit Montenegro eröffnet. Deutschland engagiert sich mit einer Vielzahl von Projekten in der bilateralen Zusammenarbeit und im Rahmen der EU.

Demokratieförderung

Mehrere von Deutschland unterstützte Projekte zielen auf die Unterstützung der Reformbemühungen demokratischer Kräfte und die Stärkung der administrativen Strukturen, insbesondere in den Bereichen Justiz- und Verwaltungsreform, sowie der Rolle der Medien. Weiterer Schwerpunkt der Projektzusammenarbeit ist die Förderung der Zivilgesellschaft.

Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Nach dem demokratischen Umbruch im Jahre 2000 wurde die entwicklungspolitische Zusammenarbeit (EZ) zunächst mit der Staatenunion Serbien und Montenegro aufgenommen.

Nach der Unabhängigkeit Montenegros im Juni 2006 wurde die EZ mit beiden Ländern fortgesetzt.

Mit Montenegro wurde eine gute und erfolgreiche entwicklungspolitische Zusammenarbeit etabliert und Deutschland wurde zum größten bilateralen Geber. Schwerpunktbereiche der EZ:

  • Förderung von öffentlicher Infrastruktur insbesondere im Energiesektor und bei der Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung
  • Tourismusentwicklung
  • Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen

Mit dem Beginn der EU-Beitrittsverhandlungen fällt Montenegro aus dem Kreis der Empfänger bilateralter entwicklungspolitischer Zusammenarbeit, bestehende Projekte werden jedoch zu Ende geführt.

Humanitäre Hilfe

Mit der Verbesserung der humanitären Situation in Montenegro in den vergangenen Jahren hat sich der Einsatz von Mitteln für Projekte der internationalen und deutschen humanitären Hilfe weiter zu Gunsten einer nachhaltigen Wirtschafts- und Entwicklungshilfe verändert. Humanitäre Hilfsprojekte werden jedoch dort fortgesetzt, wo noch immer nicht alle Notsituationen beseitigt werden konnten, insbesondere bei der Flüchtlingsbetreuung (noch immer gibt es in Montenegro ca. 16.000 Flüchtlinge und Binnenvertriebene). In mehreren Städten Montenegros konnten Wohngebäude für Flüchtlingsfamilien übergeben werden.

Kulturelle Zusammenarbeit

Mit der Germanistik-Abteilung der Universität in Nikšić besteht schon seit 2007 eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD). Eine DAAD- Lektorin ist dort aktiv. Deutsche Stipendien- und Austauschprogramme finden reges Interesse.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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