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Projekte zur Verbesserung der LGBT-Rechte
In der bilateralen Zusammenarbeit hat das Auswärtige Amt einige Projekte zur Verbesserung der Menschenrechtssituation von Homo-, Bi-, Trans- und Intersexuellen ("LGBT-Rechte") gefördert.
Türkei
In der Türkei wurde Ende 2010 ein Projekt der Menschenrechtsorganisation Human Rights Agenda Association (HRAA) unterstützt, das zur Sensibilisierung der türkischen Exekutive, Justiz und Gesetzgebung sowie der Öffentlichkeit im Bereich Homophobie und Intoleranz beiträgt. In den vergangenen Jahren sind über 30 Homosexuelle und Transsexuelle Opfer von „Hassmorden“ geworden. Diese Verbrechen wurden in der türkischen Öffentlichkeit nicht breit thematisiert.
Im Rahmen des Projektes wurden 2 Konferenzen veranstaltet und ein Handbuch herausgegeben. Das Projekt hat, u.a. durch zwei Konferenzen, einen wichtigen Beitrag zur Bewusstseinsbildung und zur Vorbeugung von Homophobie geleistet. Dank guter Öffentlichkeitsarbeit der HRAA wird das Thema jetzt mehr in den türkischen Medien wahrgenommen. Das türkische Justizministerium setzt in Fragen von Intoleranz und Homophobie jetzt auf die Zusammenarbeit mit der HRAA. Damit zeichnet sich auch eine nachhaltige Wirkung des Projekts ab.
Nigeria
In Nigeria wird ein Projekt der deutschen Hirschfeld-Eddy-Stiftung in Zusammenarbeit mit der nigerianischen Nichtregierungsorganisation House of Rainbow gefördert, die Aufklärungs- und Akzeptanzarbeit für sexuelle Minderheiten in Nigeria betreibt. Ihr Ziel ist es, die Selbstakzeptanz Homosexueller, ihr Selbstbewusstsein und damit die Handlungskompetenz von sexuellen Minderheiten in der Zivilgesellschaft zu fördern. Darüber hinaus unterstützt sie Menschenrechtsverteidiger, die sich gegen die allgemeine Diskriminierung einsetzen und den Menschenrechtsschutz insgesamt stärken.
Westlicher Balkan
Das Auswärtige Amt unterstützte auch ein Filmprojekt, das die Angriffe auf sogenannte „gay prides“ (Demonstrationen für Rechte von LGBT-Personen) in Serbien, Montenegro und Kroatien thematisiert. Es soll die Öffentlichkeit auf breiter Ebene mit dem Thema der Homophobie konfrontieren und die Toleranz für Homosexuelle verbessern. Der Film startet mit dem blutigen Ausgang der ersten Gay Parade in Belgrad 2001. In einer Mischung aus Fiktion und Realität geht es um eine Freundschaft von zwei Menschen aus zwei unterschiedlichen Gruppen, die dazu führt, dass auch festgefahrene Vorurteile überwunden werden.
Der vom Auswärtigen Amt unterstützte Film "Parada" des serbischen Regisseurs Srdjan Dragojevic erhielt auf der 62. Berlinale 2012 den renommierten Panorama Publikumspreis für Spielfilme. Mehr
Stand 28.03.2011
