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Internationale Sicherheitsunterstützungsgruppe Afghanistan (ISAF)

ISAF

Die ISAF (International Security Assistance Force) gibt es seit Dezember 2001. Die Mission ist vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen mandatiert und soll die afghanische Regierung unterstützen, ein sicheres und stabiles Umfeld herzustellen und aufrecht zu erhalten.

Bis Mitte 2006 operierte ISAF ausschließlich in der Hauptstadt Kabul sowie im Norden und Westen des Landes. Seit dem 31. Juli 2006 hat ISAF auch die Verantwortung für die Südregion übernommen. Am 5. Oktober 2006 folgte die Ausdehnung auf den Osten, um die dort bis dahin von der US-geführten Operation Enduring Freedom (OEF) geleistete Stabilisierungs- und Aufbauarbeit fortzuführen und noch auszubauen. Insgesamt beteiligen sich zur Zeit 50 Nationen mit etwa 100.000 Soldatinnen und Soldaten an ISAF. Die NATO wird in Afghanistan außer von dem ISAF-Kommandeur, US-General Allen, vom Hohen Zivilen Repräsentanten, Botschafter Maurits R. Jochems, vertreten. ISAF kann zur eigenen Verteidigung wie auch zum Schutz der afghanischen Regierung und der Bevölkerung im Rahmen des Unterstützungsauftrags Waffengewalt anwenden. Das VN-Mandat autorisiert ISAF, "alle erforderlichen Maßnahmen einschließlich der Anwendung militärischer Gewalt zu ergreifen, um den Auftrag gemäß der Resolution des Sicherheitsrates durchzusetzen".

Führungsverantwortung im Norden

Militärausbildung in Afghanistan

Militärausbildung in Afghanistan
© picture-alliance / dpa

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Militärausbildung in Afghanistan

Ausbildung

Militärausbildung in Afghanistan

Deutschland beteiligt sich seit dem 22. Dezember 2001 (erster Beschluss des Deutschen Bundestags) an ISAF und gehört  zu den größten Truppenstellern. Zurzeit hat Deutschland das drittgrößte Truppenkontingent in Afghanistan. Die deutsche Beteiligung an ISAF wurde vom Bundestag zuletzt am 26. Januar 2012 bis zum 31. Januar 2013 verlängert. Zur Umsetzung der von der Londoner Afghanistan-Konferenz am 28. Januar 2010 beschlossenen und vom NATO-Gipfel am 21. November 2010 bekräftigten "Übergabe in Verantwortung" legt Deutschland den Schwerpunkt seines militärischen Engagements auf die Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte sowie den Schutz der afghanischen Bevölkerung. Grundsätzlich ist der Einsatz der deutschen Soldatinnen und Soldaten auf Kabul und Nordafghanistan beschränkt. Deutschland unterstützt ISAF zudem  in anderen Gebieten durch Luftüberwachung sowie Lufttransport einschließlich Verwundetentransport. Weitere Unterstützungsleistungen in anderen Teilen Afghanistans sind nur dann möglich, wenn diese zeitlich und im Umfang begrenzt sind und dies für die Erfüllung des Gesamtauftrages "unabweisbar" ist.

Militärausbildung in Afghanistan

Deutschland hat innerhalb von ISAF die Führungsverantwortung im Norden Afghanistans übernommen. Derzeit führt Generalmajor Pfeffer das Kommando für die gesamte Region. Generalmajor Vollmer wird ihm im Februar 2013 nachfolgen. In der Provinzhauptstadt Kundus betreibt Deutschland ein regionales Wiederaufbauteam (PRT) mit einer zivilen und einer militärischen Komponente. Am 15. November 2012 wurde das PRT Kundus unter zivile Leitung gestellt. Bereits am 11. Juli 2012 hat die Bundeswehr die Sicherheitsverantwortung in weiten Teilen der Provinz Kundus, darunter der Stadt Kundus, offiziell an einheimische Kräfte übergeben. Außenminister Westerwelle betonte: "Unser Afghanistan-Engagement bekommt zunehmend ein ziviles Gesicht."

Die zwei weiteren früher von Deutschland betriebenen Stützpunkte in Taloqan und Faisabad wurden nach erfolgreicher Übergabe der Sicherheitsverantwortung an die afghanischen Sicherheitskräfte bereits vorher geschlossen.

Mehr Informationen zum ISAF-Einsatz:

Website der ISAF (englisch)

Website der Bundeswehr


Stand 18.12.2012

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